Eigentlich hatten die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) keine Hoffnung, auf der Fläche des geplanten Schulneubaus in der Innenstadt von Hamm archäologische Relikte zu finden. Umso größer war nun die Überraschung, als dort nicht nur mehrere Brunnen sondern auch zwei Kloaken ans Tageslicht kamen. Die noch immer übel riechenden Hinterlassenschaften in den Aborten geben Einblicke in die Speisezettel früherer Generationen.
Eigentlich waren die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) einem ganz anderen Verdacht auf der Spur. Auf dem Kälberberg in Recke sollten Grabhügel untersucht werden, bevor archäologische Relikte durch die Erweiterung eines Steinbruchs zerstört würden. Unerwartet tauchten hier die Zeugnisse der bislang ältesten Eisenverhüttung in Westfalen auf.
Was nach Freizeitvergnügen aussieht, ist harte Arbeit: Mit dem Quad sind jetzt die Profis vom Wiener Ludwig Boltzmann Institut für Archäologische Prospektion und Virtuelle Archäologie über die Felder und Äcker an der Barkhauser Straße in Paderborn gefahren. In Kooperation mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) wollten die Wissenschaftler sicherstellen, dass auf dem Gelände des geplanten Gewerbegebietes keine archäologischen Artefakte liegen.
Experten aus den USA und Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) haben Spuren eines abgestürzten Bombers aus dem Zweiten Weltkrieg in Reken (Kreis Borken, Nordrhein-Westfalen) untersucht. Die Untersuchung der Funde geht jetzt in Amerika weiter.
Erfolgreicher Abschluss der öffentlich zugänglichen Grabung von Olzreute-Enzisholz (Landkreis Biberach)
Kurz vor Weihnachten 2016 wurden die Arbeiten auf der Ausgrabung in Olzreute-Enzisholz (Landkreis Biberach) beendet. Archäologen des Landesamtes für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart untersuchten dort eine fast 5.000 Jahre alte Siedlung der Jungsteinzeit. In den vergangenen Jahren waren dort schon einige hölzerne Wagenräder zum Vorschein gekommen. Nun fanden die Forscher kurz vor dem Ende der Geländearbeiten einen weiteren Beleg für die steinzeitliche Mobilität: ein Achsenfragment aus Holz.
Die Arbeiten an dem im letzten Jahr entdeckten Xenodochium (Gasthaus) sind in diesem Jahr durch die Freilegung mehrerer angeschlossener Räume komplettiert worden. Das etwa 360 qm große Areal gibt Anzeichen auf, dass dort ein umtriebiges Leben herrschte: Eine Werkstatt samt Schlafsälen in unmittelbarer Nähe sowie weitere Aufenthaltsräumen bestätigen die Vermutungen der Archäologen. Die Assos-Forschungen fokussieren sich momentan auf den Wandel einer spätantiken in eine christlich-frühbyzantinische Stadt.
Im Zuge des Neubaus der Umfahrung der Bundesstraße B 311 bei Unlingen (Landkreis Biberach) und der nachfolgenden Rettungsgrabung des Landesamtes für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart (LAD) kamen im Sommer 2016 unerwartet mehrere gut erhaltene und außergewöhnlich ausgestattete keltische Gräber aus der Hallstattzeit (8./5. Jh. v. Chr.) zum Vorschein. Eines davon enthielt die Überreste eines frühkeltischen Wagens und zudem eine Aufsehen erregende figürliche Bronzeplastik von überregionaler Bedeutung.
Wo der Versandhandelsriese Amazon aktuell künftige Geschenke für das Weihnachtsfest lagert, deponierten die Menschen schon vor über 2.000 Jahren in Speichern und Gruben Lebensmittel und Ernten.
Rätselhafter Fund in Windisch beschäftigt Archäologen
Ein römischer Kochtopf, randvoll gefüllt mit Öllampen und Münzen, der vor rund 2.000 Jahren unmittelbar ausserhalb des Legionslagers Vindonissa vergraben wurde, gibt den Archäologen des schweizerischen Kantons Aargau Rätsel auf.
Von der Holsterburg ist nicht mehr viel zu sehen. Die achteckige Anlage ist mit ihrer für die europäische Burgenforschung einmaligen Struktur und Fassade komplett unter einer dicken Schicht aus Vlies und Abdeckplanen verschwunden. Die Grabungssaison ist damit beendet. Hinter den Ausgrabungskulissen laufen die Arbeiten bei den Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) aber weiter, um die Burg in ihrer einstigen Form virtuell zu rekonstruieren.
Nach über 100 Jahren fanden in diesem Jahr erstmals wieder archäologische Ausgrabungen auf der Höhensiedlung »Große Heuneburg« bei Zwiefalten-Upflamör statt. Archäologen des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg legten eine mächtige Befestigungsmauer aus frühkeltischer Zeit sowie die Reste eines großen Gebäudes frei.