Umweltschäden vor 2.000 Jahren

Gemeinsam untersuchen und diskutieren Dr. Sven Spiong (LWL-Archäologie für Westfalen) und Christiane Kunze (ArchaeoFirm) den Befund

Menschlicher Raubbau an der Natur ist keine Erfindung der Moderne. Schon vor fast 2.000 Jahren griffen Siedler am Nordrand des Wiehengebirges so stark in ihre Umwelt ein, dass sie schon bald die Folgen zu spüren bekamen. Diese Entdeckung machten Archäologen bei Lübbecke, wo sie in Abstimmung mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) eine Hofstelle ausgraben.

Holzbefund aus der Bronzezeit

Zum Abschluss der Rettungsgrabungen in Bad Buchau präsentiert das Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart erste Ergebnisse

Bei den durch den Neubau eines Pflegeheims veranlassten Ausgrabungen haben die Archäologen Reste einer hölzernen Brückenkonstruktion aus der Bronzezeit freigelegt. Diese verband einst das Seeufer mit dem Gebiet des heutigen Ortes Bad Buchau, das damals noch eine Insel war. Weitere bemerkenswerte Funde dieser Ausgrabung sind Bronzewaffen, die durch die Lagerung im feuchten Milieu ihren ursprünglich goldähnlichen Glanz bewahrt haben, sowie ein mutmaßlicher hölzerner Steigbaum und vollständige Keramikgefäße.

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Die Ausgrabungsstätte Bokol Dora während der Grabungen im Jahr 2015

Bisher dachte man, dass unsere Vorfahren frühestens vor 2,58 bis 2,55 Millionen Jahren Steinwerkzeuge systematisch angefertigt und genutzt haben. Die Entdeckung einer neuen Fundstelle in Äthiopien beweist jedoch, dass die Ursprünge der Produktion solcher Werkzeuge älter als 2,58 Millionen Jahre sind. Eine Gruppe von Wissenschaftlern unter der Leitung von David Braun von der George Washington University und dem Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie vermutet, dass Steinwerkzeuge mehrmals auf unterschiedliche Weise erfunden wurden, bevor sie zu einem wesentlichen Bestandteil im täglichen Leben unserer Vorfahren wurden.

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Vorsichtig bewegt sich Lutz Cramer durch den Deckungsgraben

Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) haben im Bochumer Stadtteil Gerthe einen Luftschutzbau aus dem Zweiten Weltkrieg untersucht. Die gut erhaltene Anlage blieb nach dem Kriegsende nahezu unberührt.

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Blick auf das Grabungsgelände von Heliopolis

Eine internationale Gruppe von Forschern hat auf dem Areal des einstigen Sonnentempels von Heliopolis in Kairo erneut zahlreiche aufsehenerregende Zeugnisse eines der größten Tempel des Alten Ägyptens entdeckt. Das Team, dem auch Experten der Universität Leipzig angehörten, stieß bei einer Grabung im südwestlichen Bereich des Tempelbezirks erstmals auf gewaltige Binnenmauern aus Lehmziegeln von fünf bis sieben Metern Stärke.

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In der Mitte ist gut die Nord-Süd-Mauer zu erkennen

Im Innenhof des Gymnasiums Theodorianum in Paderborn haben Archäologen in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) im Zuge von Bauarbeiten Spuren mittelalterlicher Gebäude freigelegt. Diese Entdeckung kam für die Forscher unerwartet, da dort aufgrund der schriftlichen Überlieferung keine Bebauung vermutet wurde.

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Urnenfeldergrab bei Dolle

Mehr als 100 bronzezeitliche Brandbestattungen konnte das Landesamt für Archäologie Sachsen-Anhalt bei Ausgrabungen im Ortsteil Dolle der Gemeinde Burgstall (Bördekreis) bergen. Nötig wurden die Arbeiten, da das jetzt freigelegte Urnengräberfeld im Rahmen des A14-Ausbaus komplett überbaut wird. Die Urnen wurden auf dem locker belegten »Friedhof« in sorgfältig mit Steinplatten ausgekleideten Gruben bestattet.

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Die Tumba im Arnsberger Kloster Wedinghausen

Experten des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) haben den ersten Teil des Rätsels um die Tumba (Hochgrab) im Arnsberger Kloster Wedinghausen gelöst: Nachdem sie den 1,6 Tonnen schweren Deckel der Tumba entfernt hatten, fanden sie, was sie erhofft hatten: drei Schädel und sogar noch mehr Knochen als erwartet.

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Auf der Römerbaustelle Aliso des LWL zeigten erst kürzlich einige Reenactor, wie Wall und Graben eines römischen Marschlagers angelegt wurde

In Bielefeld ist es dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) gelungen, ein römisches Marschlager nachzuweisen. Weite Teile des Walls aus der Zeit des römischen Kaisers Augustus (regierte 31 vor Christus bis 14 nach Christus) sind noch heute zu erkennen. Damit ist das im Stadtteil Sennestadt gefundene Lager in Westfalen bislang einzigartig.

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Eisenzeitliche Öfen

Archäologen des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt fanden bei Griebo (Stadt Coswig, Landkreis Wittenberg) einen mehrphasigen Siedlungsplatz, der von der Eisenzeit bis ins 9. Jahrhundert genutzt wurde. Über mehrere Jahrhunderte wurde dort Eisen aus Raseneisenerz gewonnen und weiterverarbeitet. Daneben fanden sich in Form eines Kalkbrennofens Hinweise auf die Produktion von Mörtel und Belege für Textilherstellung.

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Der kreisrunde Befund des Ofens gibt zur Zeit noch Rätsel auf

Vergangenes Jahr fanden Archäologen bei Attendorn (Kreis Olpe) eine eisenzeitliche Siedlung. Nun gelang ihnen erneut im Umfeld der Stadt die Entdeckung eines Hofs aus dieser Zeit. Damit können neue Erkenntnisse über die Besiedlung der Olper Region im ersten Jahrhundert vor Christus gewonnen werden.

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