Rausch und Religion

Kultständer

Jahrhundertfund rückt Kultgeschichte Palästinas ins Licht

Bei Ausgrabungen in der etwa 20 km südlich von Tel Aviv gelegenen Stadt Yavneh wurden in einer kleinen Grube insgesamt 7.000 Kultgegenstände aus vorchristlicher Zeit entdeckt – in hunderten davon konnten die Forscher Spuren halluzinogener Substanzen nachweisen. Offenbar nutzte die antike Bevölkerung die Rauschmittel bei religiösen Ritualen.

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Zwei Millionen Euro für Projekte zum Kulturerhalt und für Stipendien, weitere 2 Millionen Euro für Forschungsvorhaben weltweit

Aleppo, Palmyra, Mossul, Ninive, Nimrud, Hatra, Dhamar – viele weltweit bedeutende historische und archäologische Stätten im Irak, in Syrien und im Jemen sind zerstört worden. Auch eine große Zahl von Historikern und Archäologen ist vor den militärischen Konflikten geflohen, viele in Aufnahmelager der Region. Die Gerda Henkel Stiftung wird gefährdete und geflohene Wissenschaftler nun mit einer Reihe von Förderprojekten unterstützen.

Forschung
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Keine Zeit für Ausgrabungen

Verband der Landesarchäologen kritisiert geplante Außerkraftsetzung des Verursacherprinzips in Niedersachsen

In einem Brief an den Ministerpräsidenten von Niedersachsen, Stephan Weil, hat sich der Verband der Landesarchäologen in der Bundesrepublik Deutschland (VLA) gegen den Entwurf der Fraktionen von SPD und Grünen für ein Niedersächsisches Flüchtlingsunterbringungserleichterungsgesetzes (NFUEG) ausgesprochen.

Denkmalschutz
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mainzed gegründet

Sechs wissenschaftliche Einrichtungen am Wissenschaftsstandort Mainz bündeln digitale Kompetenzen

Im Rahmen der Akademischen Jahresfeier der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz wurde am 6. November 2015 das Mainzer Zentrum für Digitalität in den Geistes- und Kulturwissenschaften, mainzed, gegründet.

Universität
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Keilschrifttafel

Ein neues Forschungsprogramm der Julius-Maximilians-Universität Würzburg geht den Festritualen der Hethiter auf den Grund. Ziel ist ist u.a. die bessere Erschließung von über 10.000 Tontafel-Framenten in Keilschrift mit Hilfe von digitalen 3D-Aufnahmen. Die Wissenschaftler wollen so u.a. mehr über die Bürokratie im hethitischen Reich und die wirtschaftliche Bedeutung der Kulte und Tempel erfahren.

Forschung
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Überreste des römischen Wachturms in Schwaderloch

Im Sommer 2014 lancierte die Kantonsarchäologie Aargau ein auf mehrere Jahre angelegtes Forschungs- und Restaurierungsprojekt. Die Kette der denkmalgeschützten, spätantiken Wachtürme entlang des Rheinwanderwegs soll dabei in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Standortgemeinden und der Vindonissa-Professur in ihrem kulturgeschichtlichen Zusammenhang neu präsentiert werden.

Denkmalschutz
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Der Bamberger Historiker Dr. Dr. Peter Riedlberger erhält den ERC Starting Grant, die angesehenste aller Auszeichnungen für exzellente Nachwuchswissenschaftler. Es ist der erste ERC Starting Grant aus dem Bereich der Alten Geschichte, der für Deutschland eingeworben wurde, der erste für die Universität Bamberg und der erste aus dem Bereich der Kultur- und Geschichtswissenschaften, der an eine bayerische Universität außerhalb Münchens geht. Der Europäische Forschungsrat (ERC) sagte am 13. November die Förderung des Projekts "The Proceedings of the Ecumenical Councils from Oral Utterance to Manuscript Edition as Evidence for Late Antique Persuasion and Self-Representation Techniques" zu.

Personalia
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Chlodwig, dargestellt von Philipp Prechtl

RGZM startet eine Reihe von »Interventionen«

Mit »Codes der Macht. Mit 16 auf den Thron« eröffnete das Römisch-Germanische Zentralmuseum (RGZM) am 5. November eine erste Präsentation, die den Weg zum neuen Museum bereiten soll. Denn mit dem Umzug in den Neubau wird auch seine Dauerausstellung ein völlig neues Gesicht bekommen. Bis dahin aber experimentieren die Museumsmacher im Kurfürstlichen Schloss gemeinsam mit ihren Besucherinnen und Besuchern mit neuen Vermittlungsformaten. Probeaufbauten, die neue Perspektiven auf Altbekanntes öffnen, werden als »Interventionen« in die bestehenden Ausstellungen integriert.

Ausstellungen
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Neue Sonderausstellung im Landesmuseum für Vorgeschichte Halle eröffnet

In einer bis Mai 2016 laufenden Sonderausstellung spürt das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle dem Phänomen »Krieg« nach. Ausgehend von der Schlacht von Lützen im November 1632, die als blutigste des 30-jährigen Krieges in die Annalen einging, begibt sich die Ausstellung auf die Spuren kriegerischer Auseinandersetzungen in der Geschichte der Menschheit. In diesem Zusammenhang wird auch erstmalig das älteste bekannte Schlachtfeld Europas umfassend der Öffentlichkeit präsentiert. Der Schlacht im Tollensetal in Mecklenburg-Vorpommern, wo hunderte bronzeitliche Krieger im Kampf an einem Flußübergang fielen, ist ein eigener Raum gewidmet.

Ausstellungen
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Altsyrisches Mosaik

Münsteraner Altertumswissenschaftler haben wertvolle Mosaiken und Gebäude aus dem antiken Syrien entdeckt und erschließen eine der wenigen Stätten, die zurzeit trotz der angespannten politischen Lage im Nahen Osten für Studien zum antiken römischen Syrien zugänglich ist.

Ausgrabungen
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Luftbild Ausgrabung Watenstedt

Göttinger Archäologen legen Kreisgrabenanlage aus dem frühen 5. Jahrtausend v. Chr. frei

Eine neue Fundstelle, die bei Forschungsarbeiten der Universität Göttingen entdeckt wurde, verändert den Blick auf die nördlichste Ausbreitung von Ackerbau und Viehzucht in der Jungsteinzeit am Beginn des 5. Jahrtausends vor Christus grundlegend. Die aktuellen Befunde weisen den ältesten Monumentalbau Niedersachsens nach, der gleichzeitig das nördlichste Bauwerk der frühen Jungsteinzeit ist.

Ausgrabungen
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