Der Körper des Kaisers. Identität der sterblichen Überreste aus dem Sarkophag Ottos des Großen bestätigt

Schädel Ottos des Großen wird im Computertomographen untersucht

Seit 2025 steht das Grabmal Kaiser Ottos I. im Magdeburger Dom im Mittelpunkt eines umfangreichen Dokumentations- und Konservierungsprojektes. Nach der Öffnung des Grabes widmet sich eine multidisziplinäre Forschergruppe der Untersuchung der sterblichen Überreste aus der Grablege. Besonders bedeutend sind die Ergebnisse archäogenetischer Analysen, die belegen, dass es sich bei den sterblichen Überresten aus dem Magdeburger Grabmal mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um die Gebeine Kaiser Ottos I. handelt.

Tonscherbe mit Zeichnung einer Spitzmaus

Athribis ist ergiebigster Fundort altägyptischer Ostraka – Beschriftete Tonscherben eröffnen Einblicke in den Alltag über ein Jahrtausend hinweg

In Athribis in Oberägypten ist der bislang umfangreichste Fund beschrifteter Tonscherben weltweit dokumentiert worden. Mehr als 43.000 Ostraka wurden im Rahmen der gemeinsamen archäologischen Mission der Universität Tübingen und des ägyptischen Ministeriums für Tourismus und Altertümer (MoTA) zwischen 2005 und 2026 geborgen – über 42.000 davon allein in den vergangenen acht Jahren. Ostraka sind Tonscherben, die in der Antike als Schreibmaterial genutzt wurden, meist für kurze und alltägliche Notizen, Abrechnungen, Listen oder Übungstexte. Damit übertrifft Athribis den bis dahin ergiebigsten Fundort für Ostraka, Deir el-Medina, ein ehemaliges Arbeiterdorf im Tal der Könige.

Ausgrabungen
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Funde vom Feldstein

2025 führten Fachleute des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) Ausgrabungen auf der Wallburg Bruchhauser Steine (Hochsauerlandkreis) durch. Die Ergebnisse liegen jetzt vor: Sorgsam formierte eiserne Beilklingen und speziell abgebauter Quarz lassen auf Kulthandlungen der Eisenzeit vor über 2.000 Jahren schließen.

Ausgrabungen
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Goldhort von Gessel

Völlig unerwartet kam der Goldhortfund von Gessel im Jahr 2011 auf einer Ausgrabung im Landkreis Diepholz ans Tageslicht. Mit einem Gewicht von 1,7 kg gehört die aus 117 Teilen bestehende Entdeckung zu den größten jemals gefundenen Goldhorten der Bronzezeit in Europa. 15 Jahre nach der Auffindung werden die sensationellen Funde und das Umfeld des Fundortes mit finanzieller Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft von einem interdisziplinären Team des Niedersächsischen Landesamts für Denkmalpflege (NLD), des Landesmuseums Hannover sowie der Universitäten Göttingen und Kiel nun erstmals umfassend untersucht.

Forschung
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Pollen aus dem mesolithischen Grab von Bad Dürrenberg

Das etwa 9.000 Jahre alte Grab der Schamanin von Bad Dürrenberg (Saalekreis) ist einer der spektakulärsten Befunde der mitteleuropäischen Archäologie. Bereits 1934 unter großem Zeitdruck ausgegraben, konnten bei Nachuntersuchungen am Fundort ab 2019 Reste der Grabgrube gesichert und als Block geborgen unter Laborbedingungen untersucht werden. Pollenuntersuchungen lassen nun vermuten, dass der Bestatteten Blütenpflanzen mit ins Grab gegeben wurden. Die Blühzeiträume der im Kopfbereich nachgewiesenen Pflanzen verweisen möglicherweise auf eine Bestattung im Juli.

Funde & Befunde
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Schwertknauf aus Nördlingen

Nördlinger Bronzeschwert an Berliner Röntgenquelle untersucht

Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege (BLfD) hat ein besonderes Fundstück aus der mittleren Bronzezeit nach Berlin geschickt, um es mit modernsten Methoden zerstörungsfrei zu untersuchen: Es handelt sich um ein mehr als 3400 Jahre altes Bronzeschwert, das 2023 im schwäbischen Nördlingen bei archäologischen Grabungen zutage trat.

Forschung
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Felsbild im Sinai mit Umzeichnung

Eine Felsinschrift im Wadi Khamila auf der Sinai-Halbinsel zeigt die koloniale Gewalt der frühen Ägypter. Die Szene gilt als eine der ältesten Darstellungen politischer Unterwerfung im Bildformat.

Kulturerbe
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Herstellung eines Grabstocks im Paläolithikum

Internationales Forschungsteam der Universitäten Tübingen und Reading sowie der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung entdeckt rund 430.000 Jahre alte Belege in griechischer Fundstätte

Kulturerbe
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Uferschutzbauwerk des römischen Hafens

Bei Bauarbeiten für den Erweiterungsbau des Wallraf-Richartz-Museums in Köln wurde ein römisches Uferschutzbauwerk entdeckt. Der Fund gibt neue Einblicke in den antiken Hafen, führt aber zu Verzögerungen im Bauablauf.

Ausgrabungen
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Erdstall mit Spizgiebel

Im Zuge von Ausgrabungen des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie (LDA) Sachsen-Anhalt bei Reinstedt, Landkreis Harz, konnte im Bereich einer mittelneolitischen Grabanlage ein ganz besonderer Befund dokumentiert werden. In den Trapezgraben der Baalberger Kultur des vierten Jahrtausends vor Christus war im Spätmittelalter ein sogenannter Erdstall eingebracht worden, das heißt ein unterirdisch in den Löss gegrabenes Gangsystem. Die Deutungen von Erdställen erstrecken sich von Verstecken bis hin zu Räumen für kultische Handlungen.

Ausgrabungen
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Bronzenes Radkreuz (10./11. Jh.)

Ein im Havelland entdecktes Bronzeradkreuz aus dem 10./11. Jahrhundert passt exakt zu einer bereits seit über 40 Jahren bekannten Gussform aus Spandau. Der Fund liefert seltene Einblicke in frühe christliche Symbolik und Handwerksnetzwerke.

Funde & Befunde
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