Weinpresse aus der Eisenzeit gibt Aufschluss über Bautechnik der Phönizier

Rekonstruktion der Weinpresse von Tell el-Burak

Wein hatte im Mittelmeergebiet schon in der Eisenzeit eine große Bedeutung. Insbesondere durch die Phönizier, die Bewohner der östlichen Mittelmeerküste, wurde das Getränk beliebt und über ihre Handelswege verbreitet. Nun wurde bei Ausgrabungen durch ein Forschungsteam der Universität Tübingen im phönizischen Tell el-Burak die erste eisenzeitliche Weinpresse auf dem Gebiet des heutigen Libanon entdeckt – bislang waren keine Anlagen zur Herstellung von Wein in dieser Region bekannt.

Forschende untersuchen den Alathar-See, der in einer Senke zwischen zwei Sanddünen in der westlichen Nefud-Wüste in Saudi-Arabien liegt

Unter Verwendung hochauflösender paläoökologischer Informationen, die aus versteinerten Fußabdrücken gewonnen wurden, präsentiert eine neue, in der Zeitschrift Science Advances, veröffentlichte Studie ca. 120.000 Jahre alte menschliche und tierische Fußabdrücke, die in einem prähistorischen Seebett in Nordarabien entdeckt wurden. Die Funde stellen den frühesten Nachweis von Menschen in diesem Teil der Welt dar und zeigen, dass Wanderbewegungen von Menschen und Tieren und die landschaftliche Nutzung eng miteinander verbunden waren.

Ausgrabungen
Weiterlesen
Himmelsscheibe von Nebra

1.000 Jahre jünger und anderer Fundort?

Die Himmelsscheibe von Nebra ist der weltweit wohl bekannteste archäologische Fund Deutschlands. Sie gilt als älteste konkrete Darstellung astronomischer Phänomene und zählt seit 2013 zum UNESCO-Weltdokumentenerbe. Nach aktuellem Kenntnisstand wurde die Scheibe vor 3.600 Jahren auf dem Mittelberg bei Nebra zusammen mit weiteren bronzezeitlichen Objekten vergraben. Der Frankfurter Archäologieprofessor Rüdiger Krause und Rupert Gebhard, Direktor der Archäologischen Staatssammlung München, stellen die Datierung nun in Frage. Ihrer Ansicht nach stammt das Objekt aus der Eisenzeit und wäre damit rund 1.000 Jahre jünger. Sie zweifeln auch den Fundort auf dem Mittelberg an, womit »alle bisherigen astronomischen Interpretationen hinfällig« würden, wie sie in einer Pressemitteilung darlegen.

Funde & Befunde
Weiterlesen
Bisher wurden Gebeine von mehr als hundert Individuen auf dem Schlachtfeld entdeckt

Die menschliche Fähigkeit, auch nach dem Säuglingsalter Milch verdauen zu können, hat sich in Mitteleuropa in nur wenigen Tausend Jahren verbreitet. Das zeigen Ergebnisse eines internationalen Forschungsteams von Paläogenetikern unter Leitung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU).

Funde & Befunde
Weiterlesen
Eine retuschierte Steinspitze vom archäologischen Fundort Prospect Farm

Durch die Analyse von Werkzeugformen, welche häufig gemeinsam auftreten, ist es Forschern gelungen, ein künstliches neuronales Netz zu entwickeln, das zuverlässig Werkzeugsets der mittleren und späten Steinzeit in Afrika unterscheidet.

Funde & Befunde
Weiterlesen
3D-Modell eines Teils des Johannesstollens

Schacht Silberkrone: Bergleute stoßen auf unerwartet gut erhaltenen, mittelalterlichen Stollen

Bei der Sanierung des Schachts Silberkrone am Brauhausberg in Clausthal-Zellerfeld sind die Mitarbeiter der beauftragten Fachfirma BST Mansfeld auf den Johannesstollen getroffen. "Das war zwar nicht völlig unerwartet, aber dass er noch in so einem guten Zustand ist, ist eine tolle Entdeckung", sagt Thomas Finkeldey, der beim Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) zuständig ist für Gefahrenabwehr.

Ausgrabungen
Weiterlesen
Silexpfeilspitze Westerkappeln

LWL-Archäologen untersuchen Jagd- und Rastplatz aus der Steinzeit

Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) untersuchen derzeit einen Rast- und Arbeitsplatz aus der späten Altsteinzeit (etwa 11.500 v. Chr.) in Westerkappeln (Kreis Steinfurt). Der archäologische Fundplatz ist bereits seit den 1960er Jahren bekannt und wird derzeit erneut untersucht. Bisher haben die Ausgräber 1.500 archäologische Funde gesichert.

Ausgrabungen
Weiterlesen
Elfenbeinmeissel vom Hohle Fels

Meißel aus Mammutstoßzähnen wurden vor 38.000 Jahren multifunktional eingesetzt – Archäologen der Universität Tübingen präsentieren im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren neue Funde

Funde & Befunde
Weiterlesen
Katzen, wie wir sie heute kennen, begleiteten schon vor mehr als 1.000 Jahren die Hirten in Kasachstan

Hauskatzen, wie wir sie heute kennen, haben kasachische Hirten schon vor über 1.000 Jahren als Haustiere begleitet. Das belegen Analysen eines fast vollständigen Katzenskeletts, das bei einer Ausgrabung an der einstigen Seidenstraße gefunden wurde. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), der Korkyt-Ata Kyzylorda State University in Kasachstan, der Universität Tübingen und der Hochschule der Wirtschaftswissenschaft in Russland hat das Leben der Katze rekonstruiert und liefert so erstaunliche Einblicke in das damalige Verhältnis von Menschen zu Haustieren.

Ausgrabungen
Weiterlesen
Wetterfahne

»Wahrer Glücksfall«

Bei den Ausgrabungen, die den 2018 begonnenen Rückbau der Tiefgarage des Hertie-Kaufhauskomplexes in Gronau begleiteten, konnten die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) die Überreste der verloren geglaubten Wasserburg dokumentieren. Am Montag (29.6.) stellten sie gemeinsam mit der Stadt mittelalterlichen Funde aus der ehemaligen Burg Gronau vor.

Ausgrabungen
Weiterlesen
Teltower Münzhort

Beim Aushub der Baugrube für ein Mehrfamilienhaus in der Potsdamer Straße in Teltow zerschlug die Baggerschaufel ein Gefäß und einige Münzen fielen in den Sand. Zu diesem Zeitpunkt war noch nicht zu ahnen, dass in dem Gefäß über 400 Münzen verborgen waren. Der mit einem Boden eines weiteren Gefäßes abgedeckte 15 cm hohe Topf ist typisch für das 16. und das 17. Jahrhundert. Das Grundstück grenzte in dieser Zeit mit der Längsseite an den Stadtwall.

Funde & Befunde
Weiterlesen