Wirtschaft & Handel

Zwischen Ötzi und Neandertaler
Der Fundort Arnhofen, in der Donau-Altmühl-Region Niederbayerns, ist eines der größten neolithischen Feuersteinbergwerke in Europa. Nicht weit entfernt bei Baiersdorf existiert noch ein weiteres Abbaugebiet, das bei weitem nicht so bekannt, aber aus wissenschaftlicher Sicht nicht weniger bedeutend ist. Der hochqualitative Hornstein war im Neolithikum überregional sehr begehrt und wurde bis weit in das heutige Österreich verhandelt. Das Silexvorkommen wurde bereits in der Altsteinzeit von Neandertalern abgebaut, wie die Funde von Faustkeilen und Levallois-Klingen zeigen.
DeutschlandPaläolithikumNeolithikumMontanarchäologie
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Eine Grundlage für künftige wirtschaftsarchäologische Forschungen zur Bronzezeit
Für ihre Masterarbeit »Arbeitsaufwandsberechnungen zu Bronzeartefakten – Diachroner Vergleich von Aufwand und Wert in Mitteleuropa« wurde Johanna Brinkmann (Uni Kiel) mit dem Deutschen Studienpreis für Archäologie 2017 der DGUF ausgezeichnet. Die Laudatorin Prof. Dr. Carola Metzner-Nebelsick (Universität München) bezeichnete die Arbeit als Grundlage für weitere wirtschaftsarchäologische Forschungen und künftige bedeutende Referenzquelle. Wir haben mit der Preisträgerin, die derzeit in Kiel an ihrer Promotion arbeitet, gesprochen.
ForschungWirtschaft
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Glashandwerker im Frühmittelalter
Was wissen wir über die Arbeit und Stellung der Glashandwerker im Frühmittelalter? Martin Zimmermann hat die historischen Quellen des 8. bis 11. Jahrhunderts zusammengetragen und zeichnet das Bild eines sich über die Jahrhunderte verändernden Berufsstandes nach.
Spätantike & FrühmittelalterGesellschaftWirtschaft
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Die Verbreitung der Arnhofener Plattenhornsteine im Alt- und Mittelneolithikum entlang der Donauroute nach Niederösterreich
Durch eine flächendeckende Gesamtaufnahme der Hornsteinimporte in Ober- und Niederösterreich kann Alexander Binsteiner die Distributionswege bayerischer Jurahornsteine im Neolithikum immer besser rekonstruieren. Die Grenze des Verbreitungsgebietes der Hornsteine scheint im österreichischen Kamptal erreicht: 450 Kilometer entfernt von der »Quelle«.
SteinzeitHandel
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Die Puntfahrten als Archetypus späterer Entdeckungsreisen
Die altägyptischen Expeditionen in das sagenhafte Land Punt sind wohl die ersten überlieferten Entdeckungsreisen der Menschheitsgeschichte. In seinem Artikel gibt Volker Matthies einen Überblick über die fach- und populärwissenschaftliche Einordnung dieser Fahrten.
NordafrikaHandel
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Funde mit Seltenheitswert
Die Forschung der letzten Jahre hat immer deutlicher herausgestellt, dass zwischen Bayern und Österreich während der Jungsteinzeit sehr intensive Verbindungen herrschten. Entlang der Donau wurde Silexmaterial aus bayerischen Abbaugebieten bis nach Niederösterreich verhandelt. Aus diesem Rohstoff sind auch drei sehr seltene Silexdolche, die im oberösterreichischen Innviertel und in Niederösterreich an der Donau gefunden wurden.
DeutschlandÖsterreichNeolithikumHandel
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Eine einseitige Beziehung
Kam es in der Jungsteinzeit vor über 5000 Jahren zum Zusammentreffen von Händlern und Kupferprospektoren aus Oberitalien mit den Pfahlbauern der Mondsee-Kultur? Die Feuersteine zeigen dem Geoarchäologen Alexander Binsteiner in einer neuen Studie den Weg.
DeutschlandÖsterreichItalienNeolithikumHandelMontanarchäologie
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Die Silexartefakte aus dem Chamer Erdwerk von Riekofen
Das umfangreiche Fundmaterial aus dem endneolithischen Erdwerk in Riekhofen im Landkreis Regensburg umfasst auch ein stattliches Silexinventar. Mit der erneuten Untersuchung dieses Fundus kann Alexander Binsteiner der Rekonstruktion neolithischer Wirtschaftsstrukturen ein weiteres Mosaiksteinchen hinzufügen.
ForschungDeutschlandNeolithikumHandelMontanarchäologie
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Die Casa del Menandro
In der südlichen Innenstadt von Pompeji, in direkter Nachbarschaft zu kleinen Wohn- und Gewerbegebäuden, befindet sich das große Anwesen »Casa del Menandro«. Maja Bremen beschreibt die innere Struktur und das Leben in dem einst prächtigen römischen Stadtpalast.
ItalienAntikeSiedlungArchitekturWirtschaft
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Drei auf einen Streich
Mesolithische Artefakte im Kleinwalsertal führten den Geoarchäologen Alexander Binsteiner in den Nördlichen Kalkalpen auf die Spur von drei bisher unbekannten steinzeitlichen Abbaustellen der dortigen Silexvorkommen.
ÖsterreichNeolithikumHandelMontanarchäologie
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Bleierzbergbau der römischen Kaiserzeit im Raum Brilon
Sehr wenig ist bisher über die Bleiproduktion in der Germania magna bekannt. Durch montanarchäologischen Untersuchungen von Martin Straßburger beginnt sich ein komplexes Bild von germanisch-römischen Wirtschaftsbeziehungen und Technologietransfer im Montanwesen abzuzeichnen. Der Anfang der Bleiproduktion scheint im Untersuchungsgebiet bereits in der vorrömischen Eisenzeit zu liegen.
ForschungDeutschlandEisenzeitFrühgeschichteWirtschaftMontanarchäologie
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Georgien - Schätze aus dem Land des Goldenen Vlies
Seit der Antike ist das Goldene Vlies ein Synonym für den märchenhaften Metallreichtum des Landes am Schwarzen Meer - allerdings ist hierzulande noch recht wenig über die Archäologie und Geschichte Georgiens bekannt. In einer Ausstellung im Deutschen Bergbau-Museum Bochum wird diese Wissenslücke auf ansprechende Weise geschlossen. Ein Bericht von Andreas Brunn.
AusstellungenAsienMontanarchäologie
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Nachrichten

Screenshots der digitalen Edition der Augsburger Baumeisterbücher

Mittelalterliche Stadtrechnungsbücher der Reichsstadt Augsburg werden digital erfasst - DFG genehmigt weitere Fördermittel

Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt der digitalen Edition der Augsburger Baumeisterbücher hat es sich zur Aufgabe gemacht, die mittelalterlichen Stadtrechnungsbücher der Reichsstadt Augsburg digital zu erfassen und online für die Allgemeinheit zugänglich zu machen. Jetzt kann die zweite Projektphase starten.

Forschung
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Stockfisch auf den Lofoten

Internationales Wissenschaftsteam weist frühen Lebensmittel-Fernhandel nach

Getrockneter Kabeljau von den Lofoten gehörte nachweislich seit dem 13. Jahrhundert zu den Handelsgütern, die Hansekaufleute mit guten Gewinnen bis nach Südeuropa lieferten. Doch wie alt der Fischhandel mit Nordnorwegen tatsächlich war, ist in der Wissenschaft umstritten. Eine neue Studie belegt, dass schon die wikingerzeitlichen Menschen in Haithabu Kabeljau von den Lofoten speisten.

Forschung
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