Eisenzeit

Die Plejaden in Gold auf einem keltischen Schwert
Es lohnt sich, auch »Altfunde« immer mal wieder neu unter die Lupe zu nehmen. Als der Archäologe und Chemiker Peter Kurzmann ein 1891 entdecktes Schwert erneut untersuchte, fand er Überreste von Goldtauschierungen, die bisher übersehen worden waren. Die Anordnung der Tauschierungen zeigt Ähnlichkeiten mit einer besonderen Sternenkonstellation, wie sie am Ende des 5. Jahrhunderts v. Chr. am Nachthimmel zu sehen war.
EisenzeitArchäoastronomieKult & Religion
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Ein antikes urangefärbtes Kalium-Kalzium-Glas
Gelb-grüne Glassteine eines römischen Mosaiks aus Süditalien stießen den Chemiker und Archäologen Peter Kurzmann auf ein interessantes Problem: ihre chemische Zusammensetzung ist im römischen Kontext einzigartig. Vielmehr gibt es einige Indizien für eine keltische Produktion.
ForschungEisenzeitAntikeTechnologieNaturwissenschaften
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Bleierzbergbau der römischen Kaiserzeit im Raum Brilon
Sehr wenig ist bisher über die Bleiproduktion in der Germania magna bekannt. Durch montanarchäologischen Untersuchungen von Martin Straßburger beginnt sich ein komplexes Bild von germanisch-römischen Wirtschaftsbeziehungen und Technologietransfer im Montanwesen abzuzeichnen. Der Anfang der Bleiproduktion scheint im Untersuchungsgebiet bereits in der vorrömischen Eisenzeit zu liegen.
ForschungDeutschlandEisenzeitFrühgeschichteMontanarchäologieWirtschaft
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Dem Ur-Alphabet auf der Spur
Eine im Juli 2009 im Tal von Timna in der israelischen Negev-Wüste entdeckte Felsinschrift stellt ein Zeugnis der frühesten Alphabetschrift dar - ein Fund von herausragender Bedeutung für die Erforschung der Schriftgeschichte.
ForschungNaher OstenBronzezeitEisenzeitSchriftFelsbildforschungGesellschaft
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»Keltenstadt« Dünsberg im Fokus internationalen Interesses
Moderne Grabungen bringen seit 1999 Licht in die Geschichte des keltisch besiedelten Dünsbergs. Nun folgt die Auswertung, ein Resumée von Claudia Nickel.
DeutschlandEisenzeitSiedlung
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Ein Stück Stadtmauer in Hattuša
Von 2003 bis 2005 wurde unter der Federführung des DAI ein Teilstück der Stadtmauer von Hattuša rekonstruiert. Der Leiter des Projektes Jürgen Seeher berichtet.
RestaurierungNaher OstenFrühe Hochkulturen im Vorderen OrientEisenzeitTechnologieSiedlung
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Die Schnippenburg im Fokus der Archäologie
In den letzten sieben Jahren wurde die eisenzeitliche Befestigung "Schnippenburg" bei Osnabrück intensiv erforscht. Sebastian Möllers fasst die neuen Ergebnisse zusammen und stellt die Schnippenburg in ihren überregionalen Kontext.
DeutschlandEisenzeitSiedlungWehrbautenGesellschaft
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Die Ausstellung: Rätsel Schnippenburg
Auf der Suche nach der Lösung des Rätsels Schnippenburg folgt der Besucher der Ausstellung auf den Spuren der Archäologen und erlebt so Forschung als stetigen Prozess. Der Artikel von Sebastian Möllers vermittelt einen Eindruck der Ausstellung.
Museen & AusstellungenDeutschlandEisenzeit
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Die Burgen der Mittelgebirgszone
Schon lange vor den Steinburgen des Mittelalters prägte ein dichtes Netz von Befestigungen die Mittelgebirge. Jens Schulze-Forster stellt die aktuelle Ringwallforschung vor und zeigt die besondere Situation dieser Befestigungen im 3. Jh. v. Chr.
DeutschlandEisenzeitWehrbautenArchitektur
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Unruhige Zeiten
Was hat die Schnippenburg, eine kleine Höhenbefestigung am äußersten nordwestlichen Rand der deutschen Mittelgebirge mit der tausende Kilometer entfernten und von keltischen Stämmen belagerten griechischen Kolonie Olbia zu tun? Jochen Brandt zeigt in seinem Artikel, dass die Ereignisse an der Schwarzmeerküste ein Spiegel unruhiger Zeiten in Mitteleuropa waren.
DeutschlandEisenzeitGesellschaftKonflikte & Krisen
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Neues von der Schnippenburg
Die langjährigen Grabungen auf der eisenzeitlichen Burganlage bei Osnabrück erbrachten außergewöhnliche Ergebnisse. Sebastian Möllers führt uns an einen Ort, der Zentrum, Kultplatz und Burg war.
DeutschlandEisenzeitWehrbauten
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Das »Mädchen« aus dem Uchter Moor
Vor 5 Jahren gefunden und doch erst dieses Jahr entdeckt. Die älteste Moorleiche Niedersachsens.
AusgrabungenDeutschlandEisenzeit
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»Gold und Silber wünsch ich mir ...«
Von überraschenden Gold- und Silberfunden bei der sechsten Grabungskampagne auf dem Dünsberg schreibt Claudia Nickel.
AusgrabungenDeutschlandEisenzeit
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Alle Jahre wieder:
Claudia Nickel berichtet von den letztjährigen Ausgrabungen in der keltischen Siedlung auf dem Dünsberg, die durch die Mithilfe zahlreicher freiwilliger Helfer getragen wird.
Funde & BefundeDeutschlandEisenzeitSiedlung
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Von der Stele zur Stadt
Ausgrabungen in Hamadab/Sudan Nach fast hundert Jahren finden im ehemaligen Zentrum der Meroiten wieder gegraben. Ein Artikel von Annett Dittrich und Kerstin Geßner.
OstafrikaFrühe HochkulturenEisenzeit
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Neue Ausgrabungen auf dem Dünsberg
Über die neuesten Ausgrabungen im spätkeltischen Oppidum auf dem Dünsberg bei Gießen (Hessen) berichtet Claudia Nickel.
HessenEisenzeitSiedlungWehrbauten
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Die Religion der Kelten
Die Ausstellungsmacher berichten über ihre interessante Konzeption, die Innen- und Außensicht der keltischen Religion zu zeigen.
AusstellungenEisenzeitKult & Religion
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Die »Kline« aus dem »Fürstengrab« von Hochdorf
Lag der "Keltenfürst von Hochdorf" auch zu seinen Lebzeiten auf der Kline oder saß er ? Matthias Jung geht in einer Untersuchung und einem Experiment dieser Frage nach.
EisenzeitExperimentelle Archäologie
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Eisenzeitliche Fischereianlage im Bruckgraben im südlichen Federseeried, Gde. Oggelhausen, Kreis Biberach
Seit 1994 wurden bei Oggelshausen mehrere Reusensysteme und Behausungen aufgedeckt, die eine fast schon "industrieartige" Fanganlage bilden. Ein Bericht von Dr. Joachim Köninger.
EisenzeitSeeufersiedlungErnährung
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Das keltische »Fürstengrab« von Hochdorf bei Stuttgart
Eine etwas andere Reportage... - von Ines Balzer M.A.
EisenzeitFürstengräber
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Nachrichten

Bronzezeitlicher Grabhügel bei Schönebeck

Die Sakrallandschaft aus der Zeit des Übergangs von der Jungsteinzeit zur Bronzezeit um die beiden Ringheiligtümer an der Elbe ist wesentlich älter als bisher angenommen. Der erste monumentale, trapezförmige Grabbau südöstlich des Ringheiligtums Pömmelte datiert in die Baalberger Kultur – und somit in einen Zeitraum von 4.000 bis 3.400 vor Christus. Auch eine weitere Körperbestattung konnte dieser archäologischen Kultur zugeordnet werden. Bislang galten Bestattungen und ein Grabengeviert der älteren Schnurkeramischen Kultur (ab ungefähr 2.800 vor Christus) als älteste Belegungsphase des Areals.

Ausgrabungen
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Bronzezeitliche Grababdeckung

Archäologen des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt (LDA) legten bei Ausgrabungen im Bereich der geplanten Erweiterung des Mammendorfer Hartsteintagebaus Zeugnisse der mehrtausendjährigen Besiedlungsgeschichte der Bördelandschaft frei. Auf einer ca. 2 ha großen Fläche konnte das Grabungsteam zahlreiche Befunde dokumentieren, die vom Neolithikum bis zur vorrömischen Eisenzeit datieren. Besonderes Interesse der Archäologen weckte eine bronzezeitliche Doppelbestattung, die mit großen Steinen abgedeckt war - darunter sechs Mahlsteine und ein tonnenschwerer Menhir.

Ausgrabungen
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Doppelbestattung aus dem frühen Mittelalter

Archäologische Grabungen im Zuge des Donauausbaus bringen 600 Befunde ans Licht

Im Zuge von Grabungsmaßnahmen sind Archäologen im Polder Sulzbach an der Donau in Niederbayern auf eine große Dichte an archäologischen Funden aus unterschiedlichen Epochen gestoßen. Seit Beginn der Arbeiten im März dieses Jahres wurden etwa 600 Befunde aufgedeckt. Ihr Erhaltungszustand ist oft außergewöhnlich gut. Die Befunde reichen von Bestattungen über Gruben mit Alltagsgegenständen wie Kämmen, Keramik, Werkzeugen und Waffen bis zu baulichen Überresten von Siedlungen.

Ausgrabungen
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Speichergruben

LWL-Archäologen entdecken eisenzeitliche Siedlung in Warendorf

Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) haben in Warendorf-Einen eine Siedlung aus der Eisenzeit (500 bis 300 v. Chr.) entdeckt. Im Vorfeld einer Neubebauung der Fläche am Grünen Markenweg führen sie derzeit in Zusammenarbeit mit der Stadt Warendorf großflächige Ausgrabungen durch. Bisher konnten die Forscher Spuren von eisenzeitlichen Hausgrundrissen, neun Getreidespeichern und zwei kreisrunde Gräben freilegen.

Ausgrabungen
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Grünkern

Bislang ältester Grünkernfund

Verkohlte Getreidekörner liefern den entscheidenden Hinweis: Bei archäologischen Grabungen in der Keltensiedlung von Eberdingen-Hochdorf (Vaihingen a. d. Enz) kamen auch Reste von Nahrungsmitteln zum Vorschein. Mit einer aktuellen Publikation belegt ein Team der Universität Hohenheim in Stuttgart jetzt, dass schon die Kelten Grünkern gekannt haben müssen. Um dem Rätsel auf die Spur zu kommen, kombinierte die Arbeitsgruppe Ansätze aus drei verschiedenen Disziplinen: Ethnographie, Lebensmitteltechnologie und Archäologie.

Baden-Württemberg
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Die Grabungsfläche mit Blick nach Westen, auf der rechten Seite ist die Lage des Wohnhauses anhand der 9 Pfosten zu erkennen

In einem Neubaugebiet südlich von Bad Wünnenberg (Kreis Paderborn) entdeckten Archäologen unter Fachaufsicht des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) die bisher älteste Siedlung der Region. Zwei über 2.000 Jahre alte Hofstellen geben erstmals Einblicke in die Lebensweise der ersten Siedler in den damals eher abgelegenen Flusstälern der Afte.

Ausgrabungen
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Videos zum Thema

Rettungsgrabung in einem eisenzeitlichen Bestattungsplatz
Archäologie macht Geschichte - l'archéologie fait histoire II

Kurzfilm der Kantonsarchäologie Bern über die Ausgrabungen im hallstattzeitlichen Gräberfeld von Challnechwald. An der untersuchten Stelle soll ein Kiessabbau entstehen, daher wurden die Rettungsgrabungen zur Dokumentation der eisenzeitlichen Bestattungen notwendig (französisch und schweizerdeutsch mit deutschen/französischen Untertiteln).

21.03.2020ansehen

Überraschung auf der Baustelle des künftigen neuen Warenlagers von Amazon in Werne: Wo die Archäologen eine eisenzeitliche Siedlung vermutet hatten, tauchte ein riesengroßes Grabensystem im Boden auf. Es sind die Reste einer gewaltigen Befestigung, mit der sich die Bewohner vor Eindringlingen schützen. Für die Forscher eine Sensation, denn derartiges hat es in Westfalen bislang noch nicht gegeben. Video des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) über die Ausgrabungen im Sommer 2016. (05:37)

16.12.2016ansehen

Prof. Tom Levy von der University of California San Diego demonstriert eine aufwendige Methode, archäologische Ausgrabungen zu visualisieren. Mit Hilfe von leistungsstarken Computern wird eine dreidimensionale Visualisierung des eisenzeitlichen Kupferverhüttungsplatzes von Khirbet-en-Nahas bei Feynan, Jordanien, in eine sog. CAVE (»Cave Automatic Virtual Environment«) projiziert. Wände, Boden und Decke dienen dabei als Projektionsfläche, so dass man sich inmitten der Visualisierung befindet und diese durchwandern und inspizieren kann - eine CAVE ist also eine Art Frühform des berühmten Holodecks aus der »Star Trek«-Serie. Diese Technologie bietet die Möglichkeit, auch lange nach Abschluss einer Ausgrabung jederzeit die Grabungsschnitte genau zu untersuchen. Die während der Grabung gemachten Funde werden dabei durch geometrische Körper symbolisiert, die am jeweiligen Ort der Auffindung im Raum zu schweben scheinen. Verschiedene Farben stehen für die unterschiedlichen Fundgattungen: magentafarbene Kugeln für Düsen der Schmelzöfen, blaue Würfel für radiokarbondatierte Proben usw. Um eine solche Darstellung zu ermöglichen, müssen allerdings schon bei der Ausgrabung alle Funde, Befunde und Profile sowie die Umgebung genau dreidimensional eingemessen werden, was einen nicht unerheblichen Zeitaufwand bedeutet. (07:42)

30.06.2012ansehen