Methoden

Multikopter im Einsatz für die Archäologie
Was heute noch Seltenheitswert hat, dürfte in nahe Zukunft Normalität werden: Das Brummen kleiner Rotoren über archäologischen Ausgrabungen. Denn Multikopter erfreuen sich unter Archäologen wachsender Beliebtheit. Kein Wunder - schließlich eröffnen sich durch diese halbautonomen Fluggeräte neue Perspektiven und kostengünstige Möglichkeiten zur archäologischen Dokumentation. Darüber waren sich die Teilnehmer der Konferenz »Big Work for Small Planes« in Berlin einig, wie Undine Lieberwirth berichtet.
VeranstaltungenProspektion
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Landschaftsarchäologische Analysen im Bergischen Land
Die moderne Landschaftsarchäologie liefert mit der Rekonstruktion von Einzugsbereichen oder Verbindungswegen wichtige Informationen zur Interpretation von Siedlungsgebieten. Darüber hinaus können mit ihrer Hilfe auch archäologische Prognosen für bislang nicht untersuchte Gebiete getroffen werden. Irmela Herzog erläutert die dahinter stehende Methodik am Beispiel mittelalterlicher Strukturen im Bergischen Land.
GISDeutschlandMittelalterUmwelt & KlimaSiedlung
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Das neue Abbild der Schönen
Wie stellt man eine Kopie eines Kunstwerks her, ohne es zu berühren und dabei eventuell zu beschädigen? Michael Merz erläutert das Verfahren des 3D-Laserscannings am Beispiel der Büste der Nofretete.
Restaurierung3D
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NESPOS 3.0
Die Online-Datenbank NESPOS bietet Archäologen und Anthropologen die Möglichkeit ihre Forschungsergebnisse im Netz mit Kollegen zu teilen und wichtige Objekte digital zu archivieren. Das NESPOS-Team stellt die Forschungsplattform vor.
ForschungFunde & BefundeGIS3DPaläolithikum
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Forschungen zur Varusschlacht in und um Kalkriese
Als im Herbst 1987 bei Geländeprospektionen und einer anschließenden Ausgrabung ein Hortfund von 163 römischen Silbermünzen zutage kam, wurde ein Verlust der Münzen im Jahr der Varusschlacht vermutet. Erst als 1990 auch Reste einer Wallanlage beobachtet wurden, zeichnete sich ab, dass es sich hierbei offenbar um ein Schlachtfeld handelt. Susanne Wilbers-Rost berichtet über den aktuellen Stand der Forschungen.
ProspektionDeutschlandRömische KaiserzeitKonflikte & KrisenWaffen & Werkzeuge
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Zur Farbigkeit von antiken Objekten
Die Ausstellung über die "bunten Götter", die bereits in mehreren deutschen und schweizerischen Museen gezeigt wurde, hat auch einer breiteren Öffentlichkeit die neuesten Forschungen zur Farbigkeit antiker Statuen zugänglich gemacht. Peter Kurzmann betrachtet für uns das Thema aus archäochemischer Sicht.
ForschungMethodenAntikeKunstNaturwissenschaften
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Das Genom des Neandertalers wird entschlüsselt
Das Genom des Neandertalers soll entschlüsselt werden. Eine nicht ganz einfache Sache, wie Thilo Jordan festgestellt hat.
GenetikHomo neanderthalensisNaturwissenschaften
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Ein Olivenbaum und die Chronologie der Ägäis
Der Ast eines über 3500 Jahre alten Olivenbaumes bringt einen chronologischen Fixpunkt zum Wanken. Der Ausbruch von Santorin war 100 Jahre früher als bisher angenommen.
DatierungGriechenlandBronzezeit
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Ausgrabungen in Kamid el-Loz
Eine Tänzerin, ihr Siegel und eine 2500 Jahre alte Babyflasche Ausgrabungen des Freiburger Seminars für Vorderasiatische Archäologie im Libanon geben lebensnahe Einblicke in den persischen Alltag vor 2500 Jahren.
AusgrabungNaher OstenFrühe Hochkulturen im Vorderen OrientBestattungen
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Luftbildarchäologie in Armenien
Über diese nicht ganz alltägliche Art archäologischer Prospektion aus der Luft in Armenien berichtet Antje Faustmann.
ProspektionNaher Osten
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Untersuchung der Burg Cucagna
Was machen Berliner Archäologie-Studenten auf einer Burg im Friaul? Holger Grönwald erklärt den Hintergund und die Zielsetzung eines studentischen Ausgrabungsprojektes in Kooperation mit den friulanischen Institutionen.
AusgrabungItalienMittelalterArchitektur
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Erste genetische Analysen am namengebenden Neandertaler und die Wiederentdeckung seiner Fundstelle
Seit 1991 werden die namengebenden Originalfundstücke aus dem Neandertal im Rahmen eines interdisziplinären Projektes neu untersucht, wobei unter anderem das bisher älteste menschliche Genmaterial analysiert wurde. Außerdem konnte bei neuen Ausgrabungen die in Vergessenheit geratene (weil einem Steinbruch zum Opfer gefallene) Fundstelle, wo im 19. Jh. die ersten Skelettfunde gemacht wurden, wieder zweifelsfrei lokalisiert werden: Im Jahr 2000 wurde dort ein Stück des Gesichtsschädels freigelegt, das exakt an die vor knapp 150 Jahren gefundene Schädelkalotte passt. Der Projektleiter Ralf W. Schmitz berichtet über den aktuellen Stand der Untersuchungen.
GenetikDeutschlandHomo neanderthalensis
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Schwerpunktthema Experimentelle Archäologie
Wie wurden die Häuser gebaut, wie wurden Klingen geschmiedet, wie saß der »Keltenfürst von Hochdorf« auf seiner Kline und wie wurden Erze verhüttet ? Diesen und anderen Fragen gehen Archäologen nicht nur theoretisch nach. Einige Ergebnisse lesen sie in den Beiträgen von Mamoun Fansa, Gert Goldenberg, Matthias Jung, Rüdiger Kelm und Matthias Reinauer.
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Nachrichten

Artefakte der Mittleren Steinzeit aus Afrika

Vielfältig in Gestalt und Kultur lebten unsere afrikanischen Vorfahren über den gesamten afrikanischen Kontinent verstreut

Der moderne Mensch stammt nicht von einer einzigen Gründerpopulation in einer Region Afrikas ab, sondern seine Vorfahren lebten über den gesamten Kontinent verstreut. Die verschiedenen Jäger und Sammler Gruppen waren weitgehend voneinander isoliert. Getrennt durch Wüsten und dichte Wälder lebten sie in unterschiedlichen Lebensräumen mit sich verändernden ökologischen Grenzen. Jahrtausende der Trennung führten zu einer erstaunlichen Vielfalt menschlicher Formen, deren Vermischung letztlich unsere Spezies prägte.

Forschung
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Unnatürliche Lage gebrochener Knochen

Eine heute im renommierten Online-Journal »Nature Communications« vorgestellte Studie erweitert unsere Kenntnis über kollektive Gewaltanwendung in der Jungsteinzeit und zeigt eine komplexe Verflechtung möglicher Opfer- und Täterrollen in der Zeit der ersten Bauernkulturen in Mitteleuropa auf. Tödliche Schädelverletzungen, Isotopenanalysen und weitere Ergebnisse belegen, dass im nördlichen Harzvorland vor ca. 7.000 Jahren eine Gruppe von jüngeren und ortsfremden Erwachsenen gezielt zu Tode gebracht wurde. Vergleiche mit anderen, zeitgleichen Fundstellen aus anderen Regionen legen nahe, dass es sich hier wahrscheinlich um eine kontrollierte Hinrichtung gehandelt hat.

Forschung
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Die Ruinenstätte Gerasa umgeben von dichter moderner Bebauung

Mit "Airborne Laserscanning" (ALS) in die Antike: Dank dieses Verfahrens zur Erfassung und Kartierung lassen sich Stätten des Altertums zerstörungsfrei untersuchen. In einem Artikel für das Fachblatt PNAS berichten Archäologe Prof. Dr. Achim Lichtenberger und Kollegen über ALS in Jordanien.

Forschung
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Felsbilder im Sudan

Das am Institut für Ägyptologie und Koptologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) angesiedelte archäologische Projekt »Wadi Abu Dom Itinerary« stellt seine bei einer Feldforschung im Sudan erhobenen Daten jetzt online zur Verfügung. Wissenschaftler und die interessierte Öffentlichkeit können die Befunde im Web-Browser einsehen.

Digital Humanities
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Ausgrabung Vietnam 2007

Neueste Analysen ganzer Genome uralter menschlicher DNA aus Südostasien haben gezeigt, dass es im Laufe der letzten 50.000 Jahre mindestens drei große Migrationsströme in diese Region gab. Ein internationales Team unter der Leitung von ForscherInnen der Harvard Medical School und der Universität Wien um den Anthropologen Ron Pinhasi extrahierte die DNA aus den sterblichen Überresten von 18 Personen, die vor ungefähr 1.700 bis 4.100 Jahren im heutigen Vietnam, Thailand, Myanmar und Kambodscha lebten. Ihre Ergebnisse wurden nun in Science veröffentlicht.

Forschung
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Schädel mit Lepra-Verformungen

Forscher des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte sowie der Universitäten Tübingen und Zürich entdecken eine große genetische Diversität der Erreger im mittelalterlichen Europa

Anders als bisher angenommen, waren im Mittelalter in Europa nicht nur zwei, sondern deutlich mehr Lepra-Bakterienstämme verbreitet - auch solche, die heute in Asien, Afrika oder Amerika vorkommen. Für ihre im Fachjournal PLOS Pathogens veröffentlichte Studie untersuchten die Wissenschaftler Proben von etwa 90 an Lepra erkrankten Individuen aus ganz Europa aus der Zeit von ca. 400 bis 1400 n. Chr.

Forschung
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Videos zum Thema

Bornhöck - Auf der Suche nach dem Herrn der Himmelsscheibe
Dokumentation zur Erforschung eines verschwundenen Grabhügels

In den Jahren 2014 bis 2017 wurden durch das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt im Rahmen einer Lehr- und Forschungsgrabung in Zusammenarbeit mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg die erhaltenen Überreste des frühbronzezeitlichen Großgrabhügels »Bornhöck« bei Dieskau (Gemeinde Schkopau-Raßnitz, Saalekreis) untersucht. Dabei zeigte sich, dass selbst alt beraubte und vermeintlich komplett abgetragene Grabhügel wie der Bornhöck noch faszinierende und wissenschaftlich höchst bedeutende Erkenntnisse liefern können, wenn sie mit modernen wissenschaftlichen Methoden ausgegraben und akribisch dokumentiert werden. Der hier gezeigte Film »Bornhöck – Auf der Suche nach dem Herrn der Himmelsscheibe« lässt die an der Untersuchung des Großgrabhügels beteiligten Archäologen zu Wort kommen, fasst die bis Ende 2017 gewonnenen Erkenntnisse zu seiner Gestalt und Bedeutung mit Hilfe von eindrucksvollen Bildern anschaulich zusammen. 

13.07.2018ansehen
Die ersten Künstler
Spanische Höhlenmalereien neu datiert

Neue Datierungen von Höhlenmalereien in Spanien zeigen, dass diese bis zu 20.000 Jahre älter sind als bisher angenommen. Sie entstanden also zu einer Zeit, aus der es bisher keine Nachweise für die Anwesenheit des Homo sapiens in dieser Region gibt - damit kommen als Schöpfer dieser ältesten Höhlenkunst nur die Neanderthaler in Frage, die damals bereits dort lebten. Das Video der Max-Planck-Gesellschaft zeigt eine der drei untersuchten Höhlen mit der Paläo-Kunst, die Probennahme für die Datierung und deren Untersuchung.

23.02.2018ansehen

Die kurze Filmsequenz zeigt in Zeitrafferaufnahmen die Freilegung einer römischen Brandbestattung (sog. Bustumbestattung) im neu entdeckten Gräberfeld am Steinern Kreuz in Friedberg (Wetteraukreis). Bei einer solchen Bestattung wurde der Scheiterhaufen direkt über der späteren Grabgrube errichtet. In dem Gräberfeld finden sich auch »einfache Urnenbestattungen«, bei denen der Scheiterhaufen an einem separaten Verbrennungsplatz, der »Ustrina«, errichtet wurde. Nach der Verbrennung des Toten wurde der Leichenbrand dann ausgelesen und meist in einem als Urne verwendeten Tongefäß beigesetzt. Häufig sind in die Grabgrube weitere Gefäße als »sekundäre« (d.h. unverbrannte) Beigaben eingestellt. (03:18)

23.12.2016ansehen
Podcasts zum Thema
Von Schaufeln und Metalldetektoren
AMH005

In der fünften Episode des AMH-Podcasts wird es schmutzig: Dr. Jochen Brandt, Leiter der Bodendenkmalpflege Landkreis Harburg, erklärt Moderator Bent Jensen die Aufgaben und Abenteuer der Bodendenkmalpflege, wie er die Archäologie auch für Laien zugänglich macht und warum er die typisch archäologische Kelle verschmäht.

15.11.2017mehr
Die Ausgrabung auf der Cremon-Insel
AMH002: Holzkisten und Keramikschuhe

In der zweiten Folge des AMH-Podcasts sind Kay-Peter Suchowa und Judith Kirchhofer zu Gast bei Moderator Julian Gebhardt. Die beiden Archäologen berichten von der Ausgrabung auf der ehemaligen sogenannten Cremon-Insel mitten im Zentrum Hamburgs. Sie erzählen von ihrer aktuellen Arbeit, dem Ablauf einer Grabung und der Siedlungsgeschichte der Cremon-Insel. Man erfährt, wie es zu der Ausgrabung kam, was dabei herauskam und vielleicht noch dort verborgen liegt.

24.08.2017mehr
Digitalität in der Archäologie

In der dreizehnten Folge des hafenradio Podcasts geht es um das Thema »Digitale Grabungstechnik- und Dokumentation, riesige Datenmengen und der Wert der Daten oder wie sieht digitale Archäologie 2026 aus?«. Zu Gast ist Kai-Christian Bruhn, Professor im Fachbereich Technik – Geoinformatik & Vermessung an der Hochschule Mainz. (1:44:54)

 

Zur Internetseite dieser Podcastfolge mit ausführlichem Inhaltsverzeichnis und weiteren Infos

29.04.2016mehr