Kurz notiert

Steinklingen aus Indien eigentlich zu alt

An der Ostküste Indiens entdeckte Steinwerkzeuge sind wohl zwischen 385.000 und 172.000 Jahre alt - und damit etwa 200.000 Jahre älter als es in das bisherige Bild passt. Die Bearbeitungstechnik der Klingen kennzeichnet laut der gängigen Lehrmeinung den Übergang von der älteren zur mittleren Altsteinzeit. Diese Methode wurde bis jetzt nur mit den Neandertalern in Europa und modernen Menschen in Verbindung gebracht. Erreichte der Mensch Indien also früher als bisher angenommen?

Bei einem Angriff der türkischen Luftwaffe wurde nach syrischen Angaben vor einigen Tagen der hethitische Tempel von Ain Dara im Norden des Landes zu 60 Prozent zerstört. Diese Angaben bestätigten die syrische Antikenverwaltung DGAM und das Syrian Observatory for Human Rights in London.

Kulturerbe
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Zumindest für archäologisch Interessierte wird so die Gartenarbeit spannender: Ein Mann hat im nördlichen Gazastreifen in Beit Hanun bei der Gartenarbeit eine antike Grabanlage entdeckt. Insgesamt neun Gräber aus römischer Zeit kamen zum Vorschein.

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Eingang zur Misliya-Höhle, Karmelgebirge, Israel

Ein  kürzlich in Israel entdecktes Fragement einen menschlichen Kiefers legt nahe, dass der Homo sapiens Afrika früher verließ als bisher angenommen. Eine internationale Forschergruppe unter der Leitung von Israel Hershkovitz von der Universität Tel Aviv fand in der Misliya-Höhle im israelischen Karmel-Gebirge eine linke Oberkieferhälfte mit fast vollständigen Zähnen. Mit Hilfe unterschiedlicher Untersuchungsmethoden konnten die Überreste dem Homo sapiens zugeordnet werden. Der Fund wird auf 177.000 bis 194.000 Jahre datiert und damit deutlich früher als die bisher vermutete erste Wanderungsbewegung vor etwa 120.000 bis 90.000 Jahren.

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In diesem Jahr wird ​der Archäologie-Preis Baden-Württemberg zum elften Mal ausgeschrieben. Er wird an ehrenamtlich tätige Personen und Institutionen verliehen, die sich besondere Verdienste um die Erforschung, Publikation und Präsentation archäologischer Funde und Befunde im Land Baden-Württemberg erworben haben.

Denkmalschutz
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Forscher der Univerität Haifa in Israel konnten jetzt eine der letzten beiden bisher ungelesenen Schriftrollen entziffern. Sie beinhaltet verschlüsselte hebräische Schriftzüge, auf denen unter anderem längst aufgegebene jüdische Religionspraktiken beschrieben werden.

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Celsusbibliothek

Im September 2016 wurde den Wissenschaftlern des Österreichischen Archäologischen Instituts (ÖAI) die langjährige Grabungsgenehmigung im türkischen Ephesos entzogen. In einer gemeinsamen Pressekonferenz des türkischen Außenministers Mevlüt Çavuşoğlu und der österreichischen Außenministerin Karin Kneissl  wurde sie am gestrigen Donnerstag wieder erteilt.

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Eröffnung Frühbronzezeit-Ausstellung

Das Museum für Ur- und Frühgeschichte Thüringens hat seinen Ausstellungsraum zur frühen Bronzezeit neueröffnet. Unter dem Motto »Der Siegeszug der Bronze…« wurde der Raum teilweise neu gestaltet, um neue Forschungsergebnisse präsentieren zu können.

Museen & Ausstellungen
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Ausgrabung Heuneburg

Im Jahr 2017 wurden in Baden-Württemberg über 200 Sondagen und Ausgrabungen durchgeführt. Ein beträchtlicher Teil davon erstmals unter Einbeziehung von Grabungsfirmen, wobei kommerzielle Firmen ausschließlich bei planbaren Rettungsgrabungen eingesetzt wurden, also bei Baumaßnahmen im Bereich bekannter archäologischer Fundstätten. Dadurch konnte sich das Landesamt für Denkmalpflege (LAD) Baden-Württemberg auf die Durchführung von methodisch besonders anspruchsvollen Schwerpunkt- und Forschungsgrabungen, aber auch auf kaum planbare Notgrabungen im Zuge archäologischer Zufallsentdeckungen konzentrieren.

Ausgrabungen
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In Südsibirien konnte ein intaktes skythisches Grab aus dem 9. Jh. v. Chr. lokalisiert werden. Es ist wohl der größte und älteste Kurgan, der bisher entdeckt wurde. Zunächst war dem Berner Archäologen Gino Caspari auf Satellitenbildern die Struktur aufgefallen. Gemeinsame Probebohrungen mit russischen Kollegen bestätigten nun den Verdacht. Der Grabhügel liegt in einer Region, die wegen der bisher bereits gefundenen aufwändigen Bestattungen auch das "sibirische Tal der Könige" genannt wird.

Ausgrabungen
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Im Serapeion von Ephesos wurden 37 Gräber aus dem 5. bis 8. Jahrhundert gefunden und nun auf mögliche Todesursachen untersucht. Das auffälligste Merkmal ist der hohe Anteil von Kindern jünger als fünf Jahre, die 70 Prozent der untersuchten Toten ausmachen. (Der Standard, 11.1.2018)

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Kurz notiert

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