Bronzezeit

Weitere Untersuchungen zur neolithischen Sternkarte von Tal-Qadi auf Malta
Neue Überlegungen, viele Kommentare und der Austausch mit Kollegen veranlassten Peter Kurzmann seinen 2014 bei Archäologie Online erschienen Artikel »Die neolithische Sternkarte von Tal-Qadi, Malta« in einer überarbeiteten Version erneut zu publizieren. Zumal er vom National Museum of Archaeology in Valletta die Möglichkeit erhalten hatte, die neolithische Kalksteintafel, die vermutlich die Plejaden darstellt, im Original zu untersuchen.
SüdeuropaBronzezeitArchäoastronomieKult & Religion
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Fälschungsverdacht in Bernstorf – Die Fortsetzung
Als im Jahr 1998 im Umfeld der mittelbronzezeitlichen Befestigungsanlage im bayerischen Bernstorf mehrere Gold- und Bernsteinobjekte gefunden wurden, galten sie als Nachweis für Handelsbeziehungen mit dem Mittelmeerraum. Doch seit einigen Jahren ziehen Analysen und Expertisen die Echtheit des Fundes in Zweifel, die für die Funde zuständige Archäologische Staatsammlung in München hält dagegen. Alexander Binsteiner kommentiert den Streitfall.
ForschungBronzezeit
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Kretas Bergminoer bauten weder Paläste noch Festungen - aber für die Ewigkeit
Was über 100 Jahre als einfache Verteidigungsanlage der mittleren Bronzezeit galt, entpuppte sich bei eingehender Erforschung als eine ausgedehnte, landwirtschaftlich genutzte Ansiedlung der Minoer. Abseits der bekannten Paläste hat Sabine Beckmann in den Bergen Nordostkretas dieses weitgehend unbekannte Siedlungsgebiet jener Epoche untersucht und der minoischen Kultur weitere Facetten hinzugefügt.
ForschungGriechenlandBronzezeitSiedlungGesellschaft
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Dem Ur-Alphabet auf der Spur
Eine im Juli 2009 im Tal von Timna in der israelischen Negev-Wüste entdeckte Felsinschrift stellt ein Zeugnis der frühesten Alphabetschrift dar - ein Fund von herausragender Bedeutung für die Erforschung der Schriftgeschichte.
ForschungNaher OstenBronzezeitEisenzeitSchriftFelsbildforschungGesellschaft
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Neue Entdeckungen im Königspalast von Qatna in Syrien
Mehrstöckige Räume, verstürzte Deckenbalken, Tontafeln und ein Elefant Die Grabungen in Qatna haben schon in den letzten Jahren mit dem Keilschriftarchiv und dem Königsgrab für Aussehen gesorgt. Die deutsch-syrische Kampagne 2008 brachte auch wieder spannende Ergebnisse.
AusgrabungenNaher OstenBronzezeitSiedlung
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Die Lausitzer Kultur
Von der Bronzezeit bis in die frühe Eisenzeit, knapp 1000 Jahre, dauerte die Lausitzer Kultur und reichte von der Ostsee bis in die Slowakei. Stefanie Beckert beschreibt ein Teilgebiet dieser Kultur in der Oberlausitz, das aktuell in einer Ausstellung gezeigt wird.
Museen & AusstellungenDeutschlandBronzezeit
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Ein Olivenbaum und die Chronologie der Ägäis
Der Ast eines über 3500 Jahre alten Olivenbaumes bringt einen chronologischen Fixpunkt zum Wanken. Der Ausbruch von Santorin war 100 Jahre früher als bisher angenommen.
DatierungGriechenlandBronzezeit
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Der geschmiedete Himmel
Rund um die Himmelsscheibe von Nebra dreht sich die Landesausstellung in Halle und präsentiert dabei ein sehr lebendiges Bild der Bronzezeit, von Thilo Jordan
Museen & AusstellungenDeutschlandBronzezeit
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Das Weltbild der Himmelsscheibe
Die "Himmelsscheibe von Nebra" wird weiter entziffert - möglicherweise neue Erkenntnisse zum Weltbild der Bronzezeit.
BronzezeitArchäoastronomie
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Vollgriffdolche als Statussymbole frühbronzezeitlicher Eliten
Der Vollgriffdolch war nicht nur Waffe oder Werkzeug, sondern auch ein Prestigeobjekt, meint Stefan Schwenzer.
BronzezeitWaffen & WerkzeugeUr- & Frühgeschichte
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Keilschriftarchiv entdeckt
Sensationeller Fund eines Königsarchiv aus der Späten Bronzezeit in Syrien Völlig überraschend kamen bei Ausgrabungen in Qatna mehrere Keilschrifttafeln ans Tageslicht.
Frühe Hochkulturen im Vorderen OrientBronzezeitSchrift
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Die Seeufersiedlungen von Concise (Vaud, CH) am Neuenburgersee
Auf dem Gebiet der Gemeinde Concise befindet sich eine der bedeutendsten Pfahlbaustationen des gesamten nordalpinen Raums. Über einen Zeitraum von mehr als drei Jahrtausenden wurden hier immer wieder neue Siedlungen angelegt. Bisher konnten über 25 verschiedene Dorfanlagen nachgewiesen werden - die bisher umfangreichste Abfolge prähistorischer Siedlungen an ein und demselben Ort. Ein Bericht von Dr. Claus Wolf.
SchweizNeolithikumBronzezeitSeeufersiedlung
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Troia ante portas
Anja Stadelbacher und Andreas Brunn berichten von der Großen Landesausstellung »Troia - Traum und Wirklichkeit« in Stuttgart.
Museen & AusstellungenBronzezeit
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Bronzezeitlicher Kupferbergbau in Tirol
Im Rahmen eines Forschungsprojekts der Universität Innsbruck wurden zahlreiche Bergbaurelikte der Späten Bronzezeit entdeckt und archäologisch untersucht. Im Mittelpunkt des Interesses stand dabei insbesondere die Nutzung der verschiedenen Erzsorten (oxidische Erze, Fahlerze) im Lauf der Zeiten - von Dr. Gert Goldenberg
ÖsterreichBronzezeitMontanarchäologie
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Prähistorischer Bergbau auf Zinn und »Bronze« in Mittelasien
Seit der Mitte des dritten Jahrtausends v.Chr. bestehen Metallfunde in Mesopotamien immer häufiger aus Zinnbronze. Bisher war allerdings unklar, woher das zur Herstellung dieser Legierung notwendige Zinn stammte. Neueste montanarchäologische Untersuchungen in Usbekistan und Tadschikistan geben nicht nur Hinweise zur Herkunft des Zinns, es wurden sogar bronzezeitliche Bergwerke entdeckt, in denen ein Erz abgebaut wurde, aus dem ohne weitere Zusätze Bronze hergestellt werden kann - von Jan Cierny M.A.
AsienZentralasienBronzezeitMontanarchäologie
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Archäologie des »Mannes im Salz«
Der »Mann im Salz« - eine mumifizierte prähistorische Bergmannsleiche, die 1734 im Salzbergwerk von Hallstatt entdeckt wurde - wurde durch den gleichnamigen Roman Ludwig Ganghofers weltberühmt. Leider führte die frühzeitige Entdeckung aber auch dazu, daß dieser herausragende Fund nicht konserviert werden konnte und deshalb heute nicht mehr erhalten ist. Dennoch können mit den modernen Untersuchungsmethoden der Montanarchäologie eine Vielzahl von Erkenntnissen über die prähistorischen Bergleute gewonnen werden. Von Dr. Thomas Stöllner
ÖsterreichBronzezeitMontanarchäologie
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Häuptlingsgräber der Aunjetitzer Kultur (2200 - 1800 BC)
Die herausragenden Gräber der frühen Bronzezeit - von Ilona Knapp M.A.
BronzezeitFürstengräber
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Nachrichten

Darstellung der steinzeitlichen Grabstätte in Hazleton

Publikation gibt Aufschluss über bronzezeitliche Migrationsströme nach Großbritannien

Vor rund 5.700 Jahren lebten jene 35 Individuen, deren Proben die Wissenschafterinnen und Wissenschaftler nun analysierten. Ihre Überreste wurden in einer bedeutenden neolithischen Gräberanlage im Westen Englands gefunden. Die Analyse der aDNA, die aus Knochen und Zähnen extrahiert wurde, zeigte, dass 27 der Bestatteten enger miteinander verwandt waren. Das wiederum gewährte dem Forschungsteam neue Einblicke in die damaligen Grabtraditionen.

Forschung
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Bronzeschmelzen in der ägäischen Bronzezeit

Die mykenische Kultur im bronzezeitlichen Griechenland ist nicht nur berühmt für Kunstwerke wie die "Goldmaske des Agamemnon", sondern auch für den Beginn einer exportorientierten Massenproduktion aufwendig hergestellter Keramikgefäße und Bronzen wie Schwerter und Gefäße. Ein internationales Team um die Archäologen von der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) konnte nun zeigen, dass diese Massenproduktion vor mehr als 3000 Jahren wohl vor allem möglich war, weil die Menschen damals bereits systematisch Braunkohle für ihre Brenn- und Schmelzöfen nutzten.

Forschung
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El Argar-Doppelbestattung

Das dritte Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung brachte erhebliche Veränderungen mit sich, die sich in den Kulturen der bronzezeitlichen Europäer widerspiegeln. Eine neue Studie von Forschenden der Max-Planck-Institute für Menschheitsgeschichte (Jena) und für evolutionäre Anthropologie (Leipzig) sowie der Universitat Autònoma de Barcelona dokumentiert die Ankunft einer neuen genetischen Signatur im Süden der Iberischen Halbinsel, die mit der Entstehung der frühbronzezeitlichen El Argar-Kultur um 2.200 vor unserer Zeitrechnung einherging.

Genetik
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Altsteinzeitliche Pferdefigur

Pferde wurden zuerst in der pontisch-kaspischen Steppe im Nordkaukasus domestiziert, bevor sie innerhalb weniger Jahrhunderte den Rest Eurasiens eroberten. Das sind die Ergebnisse einer Studie unter der Leitung des Paläogenetikers Prof. Ludovic Orlando vom französischen »Centre national de la recherche scientifique« (CNRS) aus Toulouse, die kürzlich im Wissenschaftsmagazin Nature veröffentlicht wurde.

Forschung
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Mumifizierte Frau aus Grab M11, Xiaohe

Genomanalysen zeigen eine genetisch isolierte, aber kulturell kosmopolitische indigene Bevölkerung der Bronzezeit

In einer neuen Studie ist es einem internationalen Forschungsteam gelungen, die genetische Herkunft der rätselhaftesten Mumien Asiens zu bestimmen. Die Mumien aus dem bronzezeitlichen Tarimbecken in Westchina, von denen man annahm, sie seien indoeuropäisch sprechende Einwanderer aus dem Westen gewesen, entpuppten sich als indogene Bevölkerung mit tiefen asiatischen Wurzeln und einer Vorliebe für Speisen aus der Ferne.

Aus aller Welt
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Prähistorische Bergleute hinterließen zerbrochene Werkzeuge, Arbeitsmaterialien, Lebensmittel und abgebrannte Fackeln in den Stollen

Ein Forscherteam unter der Leitung von Eurac Research und dem Naturhistorischen Museum Wien gewann einzigartige Einblicke in die komplexen Ernährungsgewohnheiten der europäischen Urgeschichte und die Geschichte der Käseproduktion durch die Untersuchung von menschlichen Exkrementen aus dem Salzbergwerk Hallstatt.

Ausgrabungen
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Videos zum Thema

Eine aktuelle Ausgrabung auf nicht weniger als 80.000 m² Fläche zeigt, dass in Porta Westfalica seit der Bronzezeit durchgehend Menschen siedelten. Mitarbeiter:innen der LWL-Archäologie zeigen die Überreste der Besiedlung im Boden und die ausgegrabenen Funde. Das Video ist Teil der Mitte April 2021 digital durchgeführten gemeinsamen Tagung der Landschaftsverbände LWL und LVR »Archäologie in NRW 2020«.

14.05.2021ansehen
Überwachung einer jungsteinzeitlichen Pfahlbaufundstelle
Archäologie macht Geschichte - l'archéologie fait histoire III

Kurzfilm der Kantonsarchäologie Bern über die Arbeit Tauchequipe des Archäologischen Dienstes am Bielersee (schweizerdeutsch und französisch mit deutschen/französischen Untertiteln).

21.03.2020ansehen

In diesem Video sind kurze Ausschnitte aus der »Virtual Reality Experience« zu sehen, die man seit kurzem in der Sammlungsausstellung »Archäologie in Baden – Expothek¹« im Badischen Landesmuseum Karlsruhe mittels VR-Brille erfahren kann. Gezeigt werden Sequenzen zu den Themen Linienbandkeramik, Bronzezeit und Frühmittelalter.

15.11.2019ansehen

Gebäude, Kammern und Tore von Ḫattuša, der Hauptstadt des spätbronzezeitlichen hethitischen Königreichs in der heutigen Zentraltürkei, waren nach astronomischen Phänomenen ausgerichtet. Dieses kurze Video verdeutlicht die offenbar bewusst gestalteten Licht- und Schatteneffekte, die etwa zur Zeit der Sonnenwenden zu beobachten sind. Unter diesem Aspekt lassen sich auch die Steinreliefs im Felsenheiligtum von Yazılıkaya deuten. Eine künstlerische Rekonstruktion der Gebäude zeigt, wie das Heiligtum während seiner Nutzung ausgesehen haben könnte.

28.06.2019ansehen

Diese aktuelle - allerdings auch sehr rasante - Animation beginnt mit einem Anflug aus dem All nach Hallstatt direkt hinein in das bronzezeitliche Bergwerk, wo man noch die organischen Reste (Hölzer, Seile) jener Zeit aus den Wänden ragen sieht. Auf einem Grubenriss kann man die Lage von Fundstellen erkennen, die dann detaillierter gezeigt werden. Die Animation wurde für die TV-Dokumentation »Mythos Hallstatt – Dawn of the Celts« produziert, die im November auf ServusTV ausgestrahlt wurde. Leider ist das Tempo geradezu atemberaubend und man erhält keine weiteren Informationen zum Gezeigten. Mit etwas Hintergrundwissen kann man mit dieser montanarchäologischen Achterbahnfahrt ein wenig mehr anfangen.

26.04.2019ansehen
Podcasts zum Thema
Hosen machen Leute
StoryQuarks (11)

Die Macher der Podcast-Reihe »StoryQuarks« aus der WDR-Wissenschaftsredaktion wollen in ihrem Format Geschichten aus der Wissenschaft lebendig machen. Zwei der bisher erschienenen Folgen drehen sich um archäologische Themen. In dieser elften Ausgabe von »StoryQuarks« geht es um eine über 3.000 Jahre alte Hose einer Mumie aus dem chinesischen Turfan, an deren Untersuchung auch Wissenschaftler des Deutschen Archäologischen Instituts beteiligt sind.

Wer auch mal über den archäologischen Tellerrand schauen bzw. hören möchte, findet unter www.quarks.de/category/podcast/ eine Übersicht aller Folgen von StoryQuarks.

03.02.2020mehr
Margiana - Ein Königreich der Bronzezeit in Turkmenistan
AMH18

Bis zum 17. Februar präsentierte das Archäologische Museum Hamburg die Sonderausstellung »Margiana – Ein Königreich der Bronzezeit in Turkmenistan«. Eine Ausstellung, deren Vorbereitung in mancher Hinsicht auch für das Museum etwas Besonderes war. Die historische Landschaft Margiana im Osten Turkmenistans war vor rund 5.000 Jahren die Wiege einer faszinierenden Hochkultur der Bronzezeit. Es handelt sich dabei um eine Kultur, die der Mesopotamiens durchaus ebenbürtig ist, aber in Europa bisher außerhalb von Fachkreisen kaum bekannt war. Im ersten Teil dieser Podcast-Folge berichtet Prof. Dr. Schaumburg von der TU Hamburg von seinem Besuch auf den Ausgrabungen in Gonur Depe, dem Treffen mit dem Archäologen Victor Sarianidi, der diese Stätte entdeckt hatte, und die Entstehung des Kooperationsprojektes. Im zweiten Teil berichtet Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss, Direktor des Archäologischen Museums Hamburg, welche Hürden bis zur Eröffnung der Ausstellung zu nehmen waren und stellt einige der spektakulären Funde vor, die im Rahmen der Ausstellung erstmals außerhalb Turkmenistans zu sehen waren. Wer keine Gelegenheit hatte, in Hamburg die Ausstellung zu besuchen, hat vom 1. März bis zum 16. Juni 2019 noch Gelegenheit, dies in Mannheim nachzuholen.

24.02.2019mehr
Margiana – ein Interview mit Rainer-Maria Weiss, Direktor des Archäologischen Museums in Hamburg
Zeitsprung Podcast Extra

In dieser Spezialausgabe widmet sich der Zeitsprung-Podcast erstmals einem archäologischen Thema und macht einen Ausflug in die Bronzezeit. Genauer gesagt geht es in dieser Folge um den Bactria-Margiana-Archeological-Complex (BMAC), auch als Oxus-Kultur bekannt und anläßlich der Ausstellung in Hamburg mit dem griffigeren Namen Margiana bezeichnet. Daniel Meßner vom Zeitsprung-Team hat dieses Mal Rainer-Maria Weiss, Direktor des Archäologischen Museums in Hamburg, als Interviewpartner zu Gast. Die beiden sprechen darüber, was von der Margiana-Kultur überliefert ist und was das Besondere an dieser Kultur ist. Dabei geht es unter anderem um schnell rotierende Töpferscheiben und Baktrische Prinzessinnen.

23.02.2019mehr
The Bell-Beaker folk

Im Podcast aus der Reihe "The Guardian's Science Weekly" widmet sich Hannah Devlin einer neuen Genom-Studie zur Ausbreitung der Glockenbecherkultur. (18:18)

Hannah Devlin looks at a genome study that may explain the spread of bell-shaped pottery beakers across Europe 4,500 years ago

The Guardian's Science Weekly

08.06.2017mehr