Archäologie und Öffentlichkeit

Das europäische Projekt NEARCH (New ways of Engaging audiences, Activating societal relations and Renewing practices in Cultural Heritage) untersucht und entwickelt unterschiedliche Methoden und Wege, um das kulturelle Erbe besser im öffentlichen Bewusstsein zu verankern. Zugleich wollen die 14 Institutionen aus zehn europäischen Ländern stringente Strategien für das Fach Archäologie entwickeln, um so in einem sich ständig ändernden ökomomischen Umfeld dem Auftrag der Dokumentation und Erhaltung von Funden und Fundstätten gerecht werden zu können. Auf der Homepage kann man sich über die Zielsetzung und bisherigen Projekte von NEARCH informieren. Sprache: englisch

Auf der kurzen Infoseite präsentieren die Paläowissenschaften der Universität Frankfurt ihre in Afrika und Deutschland realisierten Projekte der Forschungsvermittlung. Sprachen: deutsch, englisch

»Past in Pixels« ein Zusammenschluss von Archäologen, Game Designern und Digital Artists, hat es sich auf die Fahne geschrieben mittels professionell gemachter 3D-Animationen und -Rekonstruktionen, Archäologie einem breiten Publikum nahe zu bringen. Mit Stand 2018 finden sich auf der Homepage schon einige Beispiele der britischen Non-Profit-Organisation. Sprache: englisch

Das von zahlreichen englischen und walisischen Institutionen getragene Projekt »Portable Antiquities Scheme« versucht möglichst umfassend die zufälligen oder gezielten Funde bei privaten Feldbegehungen zu erfassen und zu dokumentieren. Die Webseiten stellen neben einer Menge an Informationsmaterial (z.B. zu Lagerung, Dokumentierung, Konservierung von Funden) auch eine Funddatenbank, Kontaktadressen etc. bereit. Sprache: englisch

»PROTECTING THE PAST« steht für eine Reihe von internationalen Konferenzen und Workshops, die sich mit den Bedrohungen und möglichen Schutzstrategien archäologischer Fundorte befasst. Organisiert wir »PTP« durch das an der Universität Oxford angesiedelte Projekt »Endangered Archaeology in the Middle East and North Africa« (EAMENA). Auf den Internetseiten werden die aktuellen Nachrichten und Veranstaltungen veröffentlicht. Sprache: englisch

Die gemeinnützige Organisation »SAFE« versucht mit Projekten und Kampagnen gegen den Verlust von kulturellem Erbe vorzugehen, wobei vor allem die Zerstörung durch den illegalen Kunsthandel und die damit einhergehenden Raubgrabungen im Fokus stehen. SAFE sieht sich als weltweites Netzwerk, dass durch eine aktive Öffentlichkeitsarbeit die Problematik dauerhaft im Bewusstsein der Öffentlichkeit verankert. Die Homepage informiert ausführlich über die laufenden Projekte und macht auf aktuelle Zerstörungen aufmerksam. Sprache: englisch

Mes Aynak, eine archäologische Stätte mit 5.000-jähriger Geschichte in Afghanistan, ist von der völligen Zerstörung durch den geplanten Kupfertagebau einer chinesischen Minengesellschaft bedroht. Zwar wird am Fundort seit einigen Jahren durch afghanische und internationale Archäologen gegraben, doch momentan sind erst 10% der Siedlungen dokumentiert. Die Homepage »Saving Mes Aynak« stellt einen Dokumentarfilm vor, der über den täglichen Kampf der Archäologen mit Taliban, der chinesischen Firma und den Lokalpolitikern erzählt und versucht weitere Unterstützung für die archäologischen Arbeiten zu aquirieren. Sprache: englisch

Im Vorfeld des »Europäischen Kulturerbejahres 2018« informiert die Homepage »sharingheritage.de« über dessen Ziele, Veranstaltungen und Planungen. Das Kulturerbejahr soll europaweit möglichst viele Institutionen, Vereine und Privatpersonen, die sich mit der Bewahrung von kulturellem Erbe befassen, erreichen und zum Mitmachen bewegen. SHARING HERITAGE ist ein Vorhaben der Europäischen Union und wird in Deutschland durch das Deutsches Nationalkomitee für Denkmalschutz konzeptionell vorbereitet. Sprachen: deutsch, englisch

Ein visuell und schriftlich ausgearbeitetes Konzept für eine moderne Stadtführer App zur Geschichte der Stadt Bremen. Gezeigt werden vergessene, zerstörte und unsichtbare Orte aller Epochen der Stadtentwicklung Bremens. Sprache: deutsch

Der umfangreiche und sehr aktive Blog »The Heritage Journal« hat seine Wurzeln in einer 2003 in Großbritannien entstandenen Bürgerintiative. Die zahlreichen Autoren verfolgen mit ihrem Blog das Ziel, der Öffentlichkeit die unzähligen Gefahren für archäologische Fundorte und Monumente vor Augen zu führen und für einen besseren Schutz zu werben. Der Schwerpunkt von »The Heritage Journal« liegt eher auf Themen aus Großbritannien und Irland. Sprache: englisch