DFG fördert Digitalisierung mittelalterlicher Handschriften in der Forschungsbibliothek Gotha

Förderantrag der Erfurter Forschungsbibliothek in Höhe von 85.400 Euro bewilligt

Die Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt verfügt über einen bedeutenden Bestand an 525 mittelalterlichen Handschriften. 247 davon sollen nun eingescannt, mit Metadaten versehen und in der Digitalen Historischen Bibliothek Erfurt/Gotha sowie in den großen deutschen und internationalen Portalen für die Forschung zugänglich gemacht werden.

Forschungsbibliothek Gotha
Forschungsbibliothek Gotha. Foto: Universität Erfurt

»Die DFG hat damit unseren Antrag in vollem Umfang bewilligt. Das ist ein weiterer schöner Erfolg, mit dem wir die forschungsgeleitete Digitalisierung unserer bedeutendsten und unikalen Bestände fortsetzen können«, sagt Dr. Kathrin Paasch, die Direktorin der Forschungsbibliothek. Die Bibliothek wird, so Paasch weiter, diejenigen Handschriften digitalisieren, deren bibliografische und wissenschaftliche Erfassung in den zurückliegenden Jahrzehnten bereits durch die DFG gefördert worden war und zu denen bereits umfangreiche Informationen vorliegen. Mit dem Projekt kann sich die Forschungsbibliothek nun an der Digitalisierung des Handschriftenerbes in deutschen Bibliotheken beteiligen. Besonderes Augenmerk beim Scannen der Handschriften wird sie auf Fragen der Erhaltung der zum Teil fragilen Handschriftenüberlieferung legen.

Die zu digitalisierenden Handschriften, zu denen Spitzenstücke der Bibliothek gehören, sind durch die Forschung stark nachgefragt und werden nun in den nächsten zwei Jahren ins Netz gestellt. Insgesamt werden knapp 84.000 Scans hergestellt. Alle Projektergebnisse werden online frei und dauerhaft öffentlich zugänglich sein und langzeitarchiviert werden. Die zu digitalisierenden Handschriften gehören zu den Sammlungen der lateinischen mittelalterlichen Papierhandschriften, den deutschsprachigen mittelalterlichen Papier- und Pergamenthandschriften und zur Sammlung von Handschriften, die um 1800 von dem französischen Benediktiner Jean-Baptiste Maugérard an Herzog Ernst II. von Sachsen-Gotha-Altenburg verkauft worden waren.

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