Inschriften per Mausklick

Inschriften aus dem Mittelalter und der frühen Neuzeit, die in Braunschweig, Helmstedt, Hildesheim und im Landkreis Göttingen auf Grabdenkmälern, Glocken, Hausbalken und ähnlichem zu finden sind, können jetzt auch per Mausklick vom Schreibtisch aus abgerufen werden.

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Foto: Björn Bornhöft/ Public Domain
Foto: Björn Bornhöft/ Public Domain

Die Akademie der Wissenschaften zu Göttingen wird in einem interakademischen Online-Projekt mit der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz, über 2500 Inschriften in einer kommentierten Edition online zur Verfügung stellen. Mit diesem Internetangebot treibt die Göttinger Akademie die Digitalisierung in ihren Arbeitsstellen voran. Erst vor kurzem hat sie ein Pilotprojekt gestartet, bei dem ausgewählte Kirchen dreidimensional im Web präsentiert werden sollen.

Derzeit können unter www.inschriften.net Historiker, aber auch alle anderen Interessierten, virtuell in vier digitalisierten Bänden nach Inschriften der Städte Braunschweig, Helmstedt, Hildesheim und des Landkreises Göttingen blättern. Die Online-Version ist gegenüber den gedruckten Büchern um zahlreiche zusätzliche Bilder erweitert worden. Zudem ermöglicht eine Volltext-Recherche – in Kürze auch Themengalerien und Merklisten - eine schnelle, unkomplizierte Suche. Bis Ende 2010 plant die Göttinger Arbeitsstelle weitere acht Bände aus der Göttinger Produktion ins Netz zu stellen. Die Textdaten für die Bestände Goslar, Einbeck, Hameln, Göttingen und Hannover sind bereits onlinegerecht erfasst, zur Zeit werden die Bilder gescannt und die Texte der Bände Osnabrück und Braunschweig (Bd.1) überarbeitet.

Diese Online-Aktivitäten in Göttingen und Mainz bilden jedoch nur den Auftakt für das umfangreiche neue Quellencorpus „Deutsche Inschriften Online“ (DIO). Auch die Akademien in Düsseldorf, Heidelberg, Leipzig und München, die Inschriftenforschung betreiben, beabsichtigen, ihre Bände ins Netz stellen. Damit entsteht parallel zu den gedruckten Bänden der Reihe „Die Deutschen Inschriften“ ein Forschungsinstrument, das es erlaubt, ein kulturhistorisch wichtiges Segment der vormodernen Schriftlichkeit – und damit des kulturellen Erbes – für die Wissenschaft sowie für die breite Öffentlichkeit bereitzustellen.

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