CIfA Deutschland – das Jahr 2018/19 und wie es nun weitergeht

Bericht von der Mitgliederversammlung und Tagung von CIfA Deutschland (Bonn, 22.6.)

Seit der Gründung von CIfA Deutschland im Mai 2018 in Mainz ist viel geschehen. CIfA Deutschland hat seine Mitgliederzahlen nahezu verdoppelt und seine Zusammenarbeit mit anderen deutschen Organisationen ausgebaut, verstärkt aber auch seine ureigenen Ziele, das Setzen fachlicher und ethischer Standards. Zudem machen Veränderungen in den Personalia CIfA Deutschland ab diesem Jahr jünger, weiblicher und vielfältiger.

CIfA Mitgliederversammlung
Betriebsräte in archäologischen Fachfirmen? Hier besteht einiger Diskussionsbedarf!

Auf der am 22.6. tagenden zweiten Mitgliederversammlung von CIfA Deutschland traf die Mitgliederschaft wegweisende Entscheidungen zu den Aktivitäten, die von CIfA Deutschland im kommenden Jahr vorrangig umgesetzt werden sollen. Von besonderer Bedeutung ist die Bevollmächtigung des Vorstands, die zuvor beratene und fast fertiggestellte deutsche Vereinssatzung und das weit gediehene Regelwerk für die Firmenzertifizierung zum Abschluss und zur Vorlage bei den zuständigen Gremien von CIfA und beim Vereinsregister zu bringen. Damit wird CIfA Deutschland bis 2020 zwei wesentliche Ziele verwirklichen können: seine Eintragung als Verein auch in Deutschland und den Start der Firmenregistrierung. Außerdem berichtete der Vorstand über seine weiteren Tätigkeiten: von der Kontaktpflege mit anderen archäologischen Gesellschaften über die Arbeit der Arbeitskreise in Bezug auf Aus-/Weiterbildung und die Firmenzertifizierung über den Ausbau der Homepage und des Beratergremiums für die persönliche Akkreditierung bis hin zur Teilnahme an diversen Veranstaltungen wie der CIfA-Jahrestagung in Leeds und einem Treffen des Advisory Council (Beratergremium für den CIfA-Vorstand).

Fürs kommende Geschäftsjahr 2019/20 sind die Hauptaufgaben und -ziele die Eintragung der deutschen Satzung, der Beginn der Firmenregistrierung im Frühjahr/Sommer 2020, die Ausarbeitung eines zertifizierbaren Traineeprogramms mit Beginn 2021 und eine wohl noch 2019 zu publizierende Handreichung zur Lohnkalkulation. Am Nachmittag fand die Jahrestagung von CIfA Deutschland statt. Auf dem Programm: zwei berufsbezogene Vorträge zur Bedeutung von Betriebsräten in archäologischen Fachfirmen und zum CIfA-Gütezeichen, sowie vier Beiträge zu den Vorteilen der Akkreditierung bzw. Registrierung von Organisationen aus Arbeitnehmer- und Arbeitgebersicht sowie aus Sicht eines englischen staatlichen Archäologen. Die Präsentationen endeten in einer anderthalbstündigen freien Diskussion (https://www.archaeologists.net/cifa-deutschland-newsletter).

Verjüngung und neue Geschäftsführung: Personalia bei CIfA Deutschland

Bei der Bonner Mitgliederversammlung fanden Wahlen zum erweiterten Vorstand statt. Der bisherige Vorstand wurde – nach dem Ausscheiden von Folke Prill aus persönlichen Gründen – um zwei Mitglieder reicher: die Kieler Doktorandin Clara Drummer und die erfahrende Feldarchäologin Wiebke Starke (http://www.archaeologists.net/vorstand-cifa-deutschland). Damit verschiebt sich seine Zusammensetzung deutlich in Richtung mehr Gendergerechtigkeit, zugleich wird das Gremium jünger und fachlich bunter. Ein weiteres wichtiges Novum im kommenden Geschäftsjahr ist die Übergabe der Geschäftsführung von Michaela Schauer, die zugleich gewählte Präsidentin von CIfA Deutschland ist, zum 17.7. an Janine Fries-Knoblach. Fries-Knoblach hat in München und Oxford Vor- und Frühgeschichte studiert und Berufserfahrung in Denkmalpflege, Universitätslehre, Management von Forschungsprojekten, Verlagswesen und archäologischen Vereinen. »Ich freue mich darauf, CIfA zu unterstützen, und auf die enge Zusammenarbeit mit dem Vorstand von CIfA Deutschland sowie mit Großbritannien«, kommentiert Fries-Knoblach. Michaela Schauer erläutert: »Ich möchte mich mehr auf meine Aufgabe als Präsidentin konzentrieren und in dieser  Position mit vollem Einsatz die Entwicklung von CIfA voranbringen.«

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