Gerda Henkel Stiftung fördert Archäologie in der Mongolei

Vereinbarung im Beisein beider Staatspräsidenten unterzeichnet

Anlässlich der Reise von Bundespräsident Köhler in die Mongolei wurde heute in Ulan Bator ein Kooperationsabkommen zwischen der Mongolischen Akademie der Wissenschaften, der Nationaluniversität der Mongolei und der Gerda Henkel Stiftung, Düsseldorf, unterzeichnet. Darin sichert die Stiftung den mongolischen Institutionen Fördermittel in Höhe von 330.000 Euro für archäologische und historische Projekte in der Mongolei zu. Bundespräsident Horst Köhler und der mongolische Staatspräsident Nambaryn Enkhbayar wohnten der Unterzeichnung bei.

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Unterzeichnung des Kooperationsabkommen
Unterzeichnung des Kooperationsabkommens in Ulan Bator (Foto: Steffen Kugler)

Die Gerda Henkel Stiftung hat in diesem Jahr einen Förderschwerpunkt zur Umsetzung wissenschaftlicher Vorhaben in der Mongolei für die Bereiche Archäologie und Geschichte eingerichtet und damit ihr Engagement in der Region Zentralasien deutlich ausgeweitet. "Die langjährigen besonderen Beziehungen zwischen der Mongolei und Deutschland und die guten Forschungsbedingungen im Lande haben uns zu diesem Schritt ermutigt", so Vorstandsvorsitzender Dr. Michael Hanssler, der die Vereinbarung für die Stiftung in der mongolischen Hauptstadt unterzeichnete. Im Bereich Archäologie unterstützt die Gerda Henkel Stiftung die Erforschung der altuighurischen Hauptstadt Harbalgas innerhalb der vom Deutschen Archäologischen Institut, Berlin, und der Mongolischen Akademie der Wissenschaften getragenen "Mongolisch-Deutschen Orchon-Tal Expedition". Im Bereich Geschichte fördert die Stiftung Studienaufenthalte und Qualifizierungen vor allem jüngerer mongolischer Wissenschaftler in Deutschland.

Bereits seit 2004 unterhält die Gerda Henkel Stiftung ein Programm zur Förderung von herausragenden Wissenschaftlern aus dem Bereich der historischen Geisteswissenschaften, die sich auf die Region Zentralasien konzentrieren. Innerhalb dieses "Sonderprogramms Zentralasien" werden sowohl Wissenschaftler aus der Zielregion als auch Kooperationsprojekte mit europäischen Zentralasien-Forschern unterstützt.

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