"Gedächtnisstützen" fürs Jenseits: Tagung an der Uni Bonn zum altägyptischen Totenbuch

Das Altägyptische Totenbuch ist eine Sammlung von ca. 200 Sprüchen, die in unterschiedlicher Auswahl auf verschiedenen Textträgern zu finden ist. Hauptsächlich wurden die Texte - häufig versehen mit begleitenden Darstellungen (Vignetten) - auf Papyrusrollen dem Verstorbenen mit ins Grab gegeben

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, jedoch sind auch Mumienbinden, Leichentücher, Grab- und Tempelwände sowie Särge und andere Gegenstände der Grabausstattung mit Totenbuch-Texten beschriftet worden.

Die Texte und ihre Vignetten behandeln die wesentlichen Inhalte des altägyptischen Jenseitsglaubens: den Wunsch nach körperlicher Unversehrtheit und Bewegungsfreiheit, nach Versorgung, Abwehr von Gefahren und Aufnahme unter die Götter. Ihr Belegzeitraum reicht über anderthalb Jahrtausende von der Zweiten Zwischenzeit (um 1600 v.Chr.) bis etwa zur Zeitenwende.

Vom 25. bis 29. September ist diese Textsammlung Thema einer Tagung an der Universität Bonn, zu der etwa 40 Forscher aus 13 Ländern erwartet werden.

Weitere informationen finden Sie unter

www.totenbuch-projekt.uni-bonn.de

 

Quelle: Uni Bonn