Hamburger Klinkum untersucht "Das Mädchen aus dem Uchter Moor"

 

Die über 2500 Jahre alte, mittlerweile "Moora" genannte Mädchenleiche aus dem Uchter Moor, befindet sich zurzeit für gut zwei Wochen im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE).

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Dort wird die Moorleiche von einem interdisziplinären Ärtzeteam mit verschiedenen bildgebenden Verfahren wie Kontaktradiografie, Computertomografie, Mikro-Computertomografie und Magnetresonanztomografie untersucht.

Damit soll ein Basisdatensatz zur Morphologie (zu Gestalt und Bau) der Moorleiche erstellt werden. Dieser bildet dann die Grundlage für alle zukünftigen Rekonstruktionen, etwa der Lebensumstände, Ernährungsgewohnheiten, Vorkrankheiten und Verletzungen. Ebenso können die Daten dazu genutzt werden, um dem Schädelskelett durch die Rekonstruktion der Weichteile ein Gesicht zu geben.

Der fragmentierte Leichnam war im Jahr 2000 bei Torfarbeiten im niedersächsischen Großen Uchter Moor gefunden worden. Nachdem Anfang dieses Jahres unweit der alten Fundstelle eine vollständig erhaltene Hand entdeckt wurde, zogen Polizei und Staatsanwaltschaft das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege hinzu. Erst jetzt wurde der archäologische Kontext der Funde erkannt und Ausgrabungen an der Fundstelle veranlasst. Radiokarbondatierungen der Leiche ergaben, das der Mädchenkörper um 650 v. Chr. ins Moor gelangte, die bisher älteste Moorleiche Niedersachsens.

 

Lesen Sie dazu auch den Artikel "Das Mädchen aus dem Uchter Moor" ins unserem FUNDPUNKT.

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