Fünfter Geburtstag des Herner Archäologiemuseums mit Langer Museumsnacht

Am 28. März feiert der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) den fünften Geburtstag seines LWL-Museums für Archäologie in Herne mit einer Langen Museumsnacht. Von 20 bis 24 Uhr rücken eine Gauklertruppe, Vorführungen und Aktionen, Musik und Filme die Dauerausstellung des Archäologiemuseums in den Mittelpunkt. Der Eintritt ist frei.

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In der Mitmachausstellung Achtung Ausgrabung! kann jeder einmal selbst Archäologe sein.
In der Mitmachausstellung "Achtung Ausgrabung!" kann jeder einmal selbst Archäologe sein. (Foto: Stefan Kuhn)

"Archäologie mit allen Sinnen erleben: Unter diesem Motto ist unser Museum 2003 an den Start gegangen. Nach fünf Jahren mit insgesamt 400.000 Besuchern zeigt sich, dass unser Konzept voll aufgegangen ist," freut sich der neue Museumsleiter Dr. Josef Mühlenbrock auf die Lange Museumsnacht am 28. März.

Dass diese Nacht keinem lang wird, dafür sorgt ein abwechslungsreiches Programm in der Grabungslandschaft des LWL-Museums. Eine Gauklertruppe entführt die Besucher ins Mittelalter. Dabei wissen vor allem Hilarius von Alzheim und der Zwergennarr Gisberto auf's Trefflichste zu unterhalten. Und auch ein schönes Spieleweib zieht mit seinem Karren durch das Museum und verführt zu Wettspielen.

Die Steinzeit-Experten Lothar Terkowsky und Ulrich Stodiek bieten Vorführungen zu Techniken und Werkzeugen der Jäger und Sammler. Auch das Museumskino lockt mit Zeitreisen: Dokumentationen von der Steinzeit über Römer und Germanen bis ins Mittelalter sind zu sehen. Die Jubiläumsgäste dürfen bei Führungen auch einen Blick hinter die Kulissen des Hauses werfen.

Natürlich ist auch die Mitmachausstellung "Achtung Ausgrabung!" geöffnet, in der die Besucher mit Unterstützung von fachkundigen Grabungshelfern selbst zu Pinsel und Schaufel greifen können. Das Museumscafé ist bis Mitternacht geöffnet.

Bei der Langen Museumsnacht ebenfalls zu erleben ist die Rauminstallation "Haus 12, 1 Raum, 400m³" der Münsteraner Künstlerin Bettina Dettmer. Sie inszeniert mit Hilfe von Licht, Geräuschen und Bewegung typische Arbeiten an archäologischen Funden, zum Beispiel das Konservieren, Fotografieren oder Zeichnen.

"Auf die Besucherzahl in den fünf Jahren können wir sehr stolz sein. Unser archäologisches Landesmuseum, am Anfang ein nicht ganz geliebtes Kind, hat sich prächtig entwickelt", kommentiert Dr. Gabriele Isenberg, Chefarchäologin des LWL die Erfolgsgeschichte des Museums.

1934 als Westfälisches Landesmuseum für Vor- und Frühgeschichte in Münster gegründet, ist mit der Verlagerung nach Herne eines der modernsten archäologischen Museen in Europa entstanden. Seine Architektur und die Gestaltung von Ausstellungen ist mit bislang acht nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet worden. Allein drei Preise hat das Forscherlabor des Museums erhalten, darunter den "red dot: grand prix". Die Sonderausstellung "Klima und Mensch. Leben in Extremen", die mit 125.000 Besuchern bislang größte und erfolgreichste Sonderausstellung, wurde sogar vier Mal ausgezeichnet, unter anderem mit dem "D&AD Global Award" in der Kategorie Environmental Design. Wegen dieser beiden Ausstellungsbereiche ist das LWL-Archäologiemuseum 2008 vom Rat für Formgebung für den "Designpreis der Bundesrepublik Deutschland" nominiert.

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