Archäologische Objektdatenbank Arachne findet starken Zuspruch

Arachne, die zentrale Objektdatenbank des Deutschen Archäologischen Instituts und des Archäologischen Instituts der Universität Köln erreichte im Jahr 2011 etwa 140.000 Seitenaufrufe (Visits). 2010 waren es noch ungefähr 82.000. Dies ist eine Steigerung um 73%.

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Arachne

Das DAI und das Archäologische Institut der Universität zu Köln stellen mit der Objektdatenbank Arachne online ein kostenfreies und zeitgemäßes Werkzeug zur Recherche archäologischer Objekte und zugehöriger Daten zur Verfügung. Bereits circa zwei Millionen Bilder sind inzwischen in dem Online-Archiv abrufbar. Täglich werden neue Sach- und Bilddaten hinzugefügt.

Gemessen werden die Visits anonymisiert mit dem Analysetool Google Analytics. Die Analyse der Visits liefert Informationen, auf welchem Weg die User zu Arachne gelangten. Die Analyse ergab: Knapp 55% der Benutzer kamen über Internetsuchfunktionen, davon die meisten über Google. 26% gelangten über Weiterverlinkung, zum Beispiel über Wikipedia, auf die archäologische Objektdatenbank. Knapp ein Fünftel der Besucher ging ohne Umwege auf die Arachneseite.

Seit 2004 wird Arachne maßgeblich vom DAI und von der Arbeitsstelle für Digitale Archäologie des Archäologischen Instituts der Universität zu Köln betrieben. Inhalt und Aufbau der Datenbank werden im Hintergrund ständig weiterentwickelt. Die Arachne-Plattform soll neben der Bereitstellung von Daten für Archäologen gleichzeitig als Beispiel für andere wissenschaftliche Objektdatenbanken dienen.

Durch Arachne werden analoge, zum Teil bedrohte Dokumentationsbestände laufend erfasst, zugleich neue, digitale Daten aufgenommen. Arachne bietet eine benutzerfreundliche Struktur, die auf der Basis maschinenlesbarer Metadaten Strategien des »semanctic web« verwendet. Alle digitalisierten, bildlichen und textlichen Objektinformationen werden auf einem mehrfach redundantem Speicher langzeitgesichert und ununterbrochen weltweit online verfügbar gehalten.

Die Arachne-Entwickler haben ihr Projekt langfristig angelegt. Zukünftig werden auch archäologische Daten außerhalb des Mittelmeerraumes erfasst werden, wie zum Beispiel Objekte und Daten südamerikanischer Forschungen.

Kommentare (1)

  • wut?
    wut?
    am 06.05.2012
    Kann das Lob für "Arachne" leider nicht nachvollziehen.
    So toll diese Idee einer zentralen und zeitgemäßen Datenbank für Archäologie ist, eine Datenbank ist immer nur so gut wie ihr Index.
    Suchanfragen mit dem Stichworten "Trichterbecher" und "Schnurkeramik" brachten genau _N U L L_ Treffer, "Kelten" ergab unglaublich 12 Suchergebnisse unter "Einzelobjekte". Und diese waren auch noch in völlig unzeitgemäßen Kleinbildern aufrufbar, weil ich nicht angemeldet sei.

    Meiner Meinung nach ist das Veröffentlichen von archäologischen Funden sogar eine Muß, denn die aller meisten Grabungen werden von unser aller Geld bezahlt.
    Der Öffentliche Rundfunk z. B., dessen Existenzberechtigung auf einer Pflicht zur Grundversorgung mit Informationen des Staates gegenüber der Bevölkerung aufbaut, ist rund um die Uhr auf x Kanälen in Farbe und HD allgegenwärtig.
    Aber für eine vergleichsweise "popelige" Datenbank für diese geschichtlichen Schätze reicht es nicht. Da knausert man und gibt sich wie eine Behörde: Uninteressiert am Gegenüber, man ist kein Kunde sondern bestenfalls geduldet.

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