Deutsche Digitale Bibliothek gestartet

Mit dem Ziel jedermann Zugang zum kulturellen und wissenschaftlichen Erbe Deutschlands zu eröffnen, ist die »Deutsche Digitale Bibliothek« (DDB) seit Ende November in einer Betaversion online. Die DDB sollen mittel- und langfristig alle deutschen Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen samt ihrer digitalen Angebote miteinander vernetzen und in die europäische digitale Bibliothek »Europeana« integrieren.

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© Deutsche Digitale Bibliothek
© Deutsche Digitale Bibliothek

Das europäische Kulturportal »Europeana« und dessen im weitesten Sinne nationale Dependance »Deutsche Digitale Bibliothek« stellen einen Zugang zu digitalisierten Büchern, Werken der bildenden Kunst, gesamten musealen Sammlungen etc. bereit. Da die digitalen Bibliotheken, bzw. die Datenbanken innerhalb des europäischen Verbundes rein von öffentlichen Institutionen, Museen und Behörden getragen werden, ist das Kulturportal »Europeana« bewusst als Gegenpol zu kommerziellen Unternehmungen wie beispielsweise »Google Books« angelegt.

Seit Mitte 2007 arbeitete ein Netzwerk aus Vertretern von Bund, Ländern und Kommunen an dem Vorhaben. Die erste Stufe der technischen Infrastruktur entstand ab 2010 beim Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) der Fraunhofer-Gesellschaft. Das FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur verantwortet als technischer Betreiber den gesamten technischen und administrativen Betrieb der zentralen Infrastruktur der DDB.

In der jetzt veröffentlichten Betaversion der »Deutschen Digitalen Bibliothek« können die Nutzer bereits in mehr als 5,6 Millionen Objekte aus 30.000 deutschen Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen stöbern. Durch umfassend aufbereitete Metadaten ist eine einheitliche Suche in Sammlungen aus unterschiedlichen Kontexten möglich. In Zukunft, so der Wunsch der Betreiber, sollen möglichst alle Wissenschafts-, Forschungs- und Kultureinrichtungen in Deutschland dazu beitragen die DDB weiter auszubauen. Den Institutionen, die ihre Inhalte über die DDB bereitstellen, bietet sich schon jetzt der Vorteil, dass der zentrale Zugang die Nutzer zuverlässig zu den gesuchten digitalen Kulturgütern aus Deutschland führt. Da diese stets mit dem Standort der Werke oder Objekte verknüpft sind, werden sowohl die Bestände als auch die Einrichtungen besser sichtbar und somit bekannter.

Bereits im Laufe des kommenden Jahres wird die DDB sukzessiv ihre Funktionalitäten erweitern. So werden die Suche und die Vernetzung von Objekten optimiert. Von Fachleuten kuratierte virtuelle Ausstellungen sollen die ganze Bandbreite der über die DDB zugänglichen Kulturgüter anschaulich machen und das Portal dadurch ein ständig wachsendes Netzwerk für die beteiligten Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen bilden.

Kommentare (2)

  • thomas schnyder
    thomas schnyder
    am 18.01.2013
    wie können ausgebildete Informatiker, die sich für Projekte der Digitalisierung in Archaeologie, Historischen Sammlungen, Archiven der Zeitgeschichte etc. interessieren, interdisziplinär ein Team von Forschern, Museologen, Archivmitarbeitern integriert werden? Gemeint ist der direkte Kontakt interdisziplinär vor Ort, wo ein Informatiker sich bewerben könnte. Für jeden Hinweis von Ihnen bin ich dankbar.
    Freundliche Grüsse Dr. med. Thomas Schnyder
  • Sandeep Sandeep
    Sandeep Sandeep
    am 30.04.2013
    World Wildlife Federation is the WWF? I thought that was the World WRESTLING Federation. Those beefy dudes blwoin' up the Trade Center makes way more sense than some cuddly-bear tree huggers warnin' us about some hippie climate what-not.

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