»Schlachtfeldarchäologie« als zentrales Thema des 1. Mitteldeutschen Archäologentages

Vom 9.-11. Oktober 2008 findet in Halle erstmals der Mitteldeutsche Archäologentag statt. Schwerpunkt der Tagung, die künftig im Jahresturnus veranstaltet werden soll, ist das Thema »Schlachtfeldarchäologie«.

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Bisher befasst sich die Archäologie vor allem in den Vereinigten Staaten und in Großbritannien mit der Untersuchung historischer Schlachten. Größeren Bekanntheitsgrad haben vor allem die entsprechenden Forschungen auf dem Schlachtfeld von Little Big Horn (USA) seit den frühen 1980er Jahren erlangt.

Hierzulande sind vor allem die archäologischen Untersuchungen zur Varusschlacht bei Kalkriese einer breiteren Öffentlichkeit bekannt geworden. Mit den Prospektionen auf dem Schlachtfeld von Lützen wird die Bandbreite entsprechender Forschungen erweitert. Die Schlacht bei Lützen im November 1632 zählt zu den bedeutendsten Schlachten des Dreißigjährigen Krieges. Sie endete mit dem Tod des Schwedenkönigs Gustav II. Adolf. Der Ablauf der Schlacht war bisher vor allem aus verschiedenen zeitgenössischen Quellen bekannt, die sich allerdings im Detail widersprachen. Die archäologischen Untersuchungen sollen nun weitere Erkenntnisse bringen.

Neben der Zeit des Dreißigjährigen Krieges, die den Schwerpunkt der Tagung bildet, behandeln die Vorträge archäologische Nachweise von Schlachten der Antike, Römerzeit und frühen Neuzeit in ganz Europa und darüber hinaus. Daneben werden auch Forschungen zu Phänomenen wie Massengräbern und Gefangenenlagern vorgestellt.

Zum Auftakt des 1. Mitteldeutschen Archäologentages wird Dr. Douglas D. Scott, Ausgräber und Erforscher der Schlacht am Little Big Horn River, im Rahmen eines Festvortrages sprechen.

Kommentare (2)

  • Karl-Ludwig Diehl
    Karl-Ludwig Diehl
    am 21.06.2008
    Gerade las ich, es findet demnächst, d.h. vom 9.-11.Okt.
    2008 eine Tagung statt:

    "Schlachtfeldarchäologie« als zentrales Thema des 1. Mittel-
    deutschen Archäologentages" in Halle.

    Als Randthema ist angegeben:

    "Daneben werden auch Forschungen zu Phänomenen
    wie Massengräbern und Gefangenenlagern vorgestellt."

    aus:
    http://www.archaeologie-online.de/magazin/nachrichten/artikel/schlachtfeldarchaeologie_als_zentrales_thema_des_1_mitteldeutschen_archaeologentages/?tx_ttnews%5BbackPid%5D=1315&cHash=579ae28e1a

    Schön wäre es ja, wenn die Gelegenheit genutzt wurde,
    um eine andere Kulturgeschichtsschreibung einzuleiten,
    die den Krieg ächtet und die hinter uns liegenden Kriege
    in ihrem Unwert anders vermittelt.

    K.L.Diehl

  • uwe eccard
    uwe eccard
    am 27.06.2008
    Herr Diehl zeigt den richtigen weg.
    warum folgt ihm denn keiner in großem rahmen.
    So sehr ich von kalkriese in jeder beziehung begeistert bin,sollte sich dennoch die Archäologie nicht vor den politischen und somit faslschen Karren spannen lassen.

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