Neues Forschungsprojekt am neolithischen Fundort eh-Sayyeh

Ende April konnte die erste Feldforschungskampagne eines neuen deutsch-jordanischen Kooperationsprojektes erfolgreich abgeschlossen werden. Die topographischen Untersuchungen und Ausgrabungen im neolithischen Fundort eh-Sayyeh werden gemeinsam von der Orient-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts und dem Queen Rania Institute of Tourism and Heritage der Hashemite University, Zarqa durchgeführt.

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Einsatz eines Fotokrans in eh-Sayyeh, Jordanien (© Orient-Abt. DAI)
Einsatz eines Fotokrans in eh-Sayyeh, Jordanien (© Orient-Abt. DAI)

Die Arbeiten dienen der Untersuchung der neolithischen Entwicklung im nordjordanischen Raum, die bisher fast ausschließlich durch die langjährigen Ausgrabungen in Ain Ghazal bekannt ist. Voruntersuchungen in eh-Sayyeh belegen, dass der am Zusammenfluss zweier Wadisysteme gelegene Ort eine herausragende Stellung innerhalb der neolithischen Fundorte dieser Region einnimmt, in dem Siedlungsschichten des 8. bis 6. Jahrtausends v. Chr. vertreten sind.
Fragen zur Siedlungsgröße, zur Siedlungsabfolge und möglicher Beziehungen zu syrischen Fundplätzen stehen im Mittelpunkt des Untersuchungsprogramms. Die bisherigen Ergebnisse belegen differente stratigraphische Abfolgen in den einzelnen Siedlungsbereichen, unter denen die Befunde des Spätneolithikums/Yarmoukians (Mitte 7. bis Mitte 6. Jahrtausend v. Chr./kalibrierte Daten) besonders hervorzuheben sind.

Die Ausgrabungen in eh-Sayyeh bildeten zugleich einen Trainingskurs für zehn Master-Studenten der Hashemite University, in dem moderne Ausgrabungs- und Dokumentationstechniken vermittelt wurden. Die Arbeiten sollen im kommenden Jahr fortgesetzt werden.

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