LWL-Politiker gegen Kürzungen in der Denkmalpflege

Alle Kulturpolitiker im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) haben die Landesregierung gebeten, die geplanten Kürzungen in der Bau- und Bodendenkmalpflege zu überdenken.

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Bild: A. Brunn, inspiriert von R. Schreg
Denkmalpflege und Archäologie in NRW am Ende?

"Mit großer Sorge betrachtet der Kulturausschuss diese überproportionalen Kürzungen", so der Ausschussvorsitzende Dieter Gebhard (Gelsenkirchen) auf der Sitzung am gestrigen Mittwoch, den 17.4.2013 in Petershagen (Kreis Minden-Lübbecke).

In kaum einem Bereich kommt Sparen so teuer wie in der Denkmalpflege, heißt es in einer einstimmig beschlossenen Resolution. Heute unterlassener Bauunterhalt führe in einigen Jahren zu sehr viel umfangreicheren und teureren Instandsetzungsmaßnahmen. Wertvolle Funde in der Archäologie könnten nicht mehr dokumentiert und restauriert werden

"Denkmalpflege ist laut NRW-Verfassung eine öffentliche Aufgabe. Wir unterstützen daher die Initiativen des Westfälischen und des Lippischen Heimatbundes sowie des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, die sich für eine Beibehaltung der Landesförderung in angemessener Höhe einsetzen", so der Wortlaut der Resolution.

Kommentare (2)

  • Carola
    Carola
    am 18.04.2013
    Das ist doch mal ein Signal in die richtige Richtung! Hoffentlich gelangen die Landespolitiker noch rechtzeitig zu der gleichen Einsicht.
    Bis dahin: Bitte die Petition gegen Streichungen bei Archäologie und Denkmalpflege unterschreiben!
    https://www.openpetition.de/petition/online/angekuendigte-streichung-der-landeszuschuesse-fuer-die-archaeologie-und-denkmalpflege-zuruecknehmen
  • Agrippina
    Agrippina
    am 18.04.2013
    Ich schließe mich den Worten meiner Vorrednerin voll und ganz an und hoffe, dass noch mehr Politiker in NRW zu der Einsicht der LWL-Kulturpolitiker gelangen.

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