Ein internationales Forschungsteam hat historische Fossilsammlungen aus dem Libanon mit modernen Methoden neu untersucht. Die heute veröffentlichten Ergebnisse zeigen, dass die Levante im Pleistozän ein wichtiger Korridor für Tiere und verschiedene Menschenformen war und sich die Umweltbedingungen im zentralen Teil der Region deutlich von denen im Süden unterschieden. Die untersuchten Funde reichen bis zu 400.000 Jahre zurück und geben Einblicke in die Lebensweise früher Menschen sowie in die damaligen, teils dicht bewaldeten Landschaften. Sie unterstreichen zugleich den hohen wissenschaftlichen Wert historischer Sammlungen – gerade in politisch instabilen Regionen.