Gefahr am Tempelberg

 

Archäologen haben den israelischen Ministerpräsidenten Sharon darauf hingewiesen, daß sich an der südlichen Mauer des Tempelberges in Jerusalem eine Aubeulung bildet, die die Tausenden von Gläubigen in der Al-Aqsa-Moschee in Gefahr bringen könnte, wenn diese im nächsten Monat während des Ramadan den heiligen Ort besuchten

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, wie der Guardian berichtete.

Die Ausbeulung ist bereits 30 Meter lang und steht etwa einen Meter heraus, wie die Archäologen mitteilten. Den Israelis wurde allerdings seitens der muslimischen Behörden untersagt, etwas an dieser Mauer zu machen. Eine Reparatur durch die Israelis würde als ein Versuch einer Übernahme der Kontrolle über den Tempelberg gewertet. Einige Archäologen nennen als Grund für die Ausbuchtung den Umbau eines als "die Stallungen Salomos" bekannten angrenzenden Gebäudes der AL-Aqsa-Moschee innerhalb des Tempelberges in die größte Moschee Jerusalems. Es wird erwartet, daß die größte Zahl der Gläubigen während des Ramadans in dieser Moschee beten werden.

Bisher scheinen sich allerdings beide Seiten gegenseitig zu blockieren. Während die israelischen Spezialisten nicht die Mauern von innen begutachten können, wird den palästinensischen Mitarbeitern des "Wakf Muslim religious trust", der die Heiligtümer auf dem Tempelberg verwaltet, der Zugang von außen verwehrt.

Kommentare (5)

  • leo stejskal
    leo stejskal
    am 11.10.2002
    Religiöser Fanatismus verhindert wieder mal Ratio.Trotzdem nicht überheblich sein - gibt es auch in unseren Breiten.
  • Ulrich Mehl
    Ulrich Mehl
    am 13.10.2002
    Mann sollte das unbedingt in die Medien bringen! Sollte was schief gehen wird es sicher den Ungläbigen im Sinne der Moslems angelastet!
  • Thomas Scholdei
    Thomas Scholdei
    am 14.10.2002
    Man sollte doch die historischen Gebäude gemeinsam versuchen zu erhalten egal ob Moslem,Jude oder Christ
  • Bettina Knust
    Bettina Knust
    am 17.10.2002
    Man bringe die Tatsachen auf drei Sätze zusammen:
    1. Die Klagemauer, zentraler Ort religiöser Orientierung der Juden, ist beschädigt.
    2. Muslime verhindern die Reparatur aus nationalreligiösen Gründen.
    3. Ministerpräsindet Sharon soll nun handeln, um die Moslems und ihre Al Aksa-Moschee nicht in Gefahr zu bringen.
    Was soll Sharon nun machen? Den Zugang zur Moschee verbieten?
    Die Mauer gegen den Widerstand der Muslime reparieren?
    Tausende Muslime ins Unglück rennen lassen?
    Ich fasse es nicht.
  • C. Dietz
    C. Dietz
    am 21.10.2002
    Zur Richtigstellung:
    Bei der "Klagemauer" handelt es sich um einen Teil der "Western Wall". Der betroffene Abschnitt dagegen ist nach Süden gewandt und oberhalb des archäologischen Park Ophel gelegen.
    Die Situation vor Ort ist schon schwierig genug; sowohl aus religiöser, polotischer wie archäologischer Hinsicht. Da sollte man zumi9ndest versuchen das ganze nicht noch durch Verallgemeinerungen zu verschärfen.

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