Der geschmiedete Himmel - Die weite Welt im Herzen Europas vor 3600 Jahren

Die Ausstellung "Der geschmiedete Himmel - Die weite Welt im Herzen Europas vor 3600 Jahren" im archäologischen Landesmuseum Halle, die unter anderem die Himmelsscheibe von Nebra und den Sonnenwagen von Trundholm zeigt, ist bis zum 22. Mai 2005 verlängert worden.

Nachrichten durchblättern

 

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie auf der Website der Ausstellung.

--> zur Homepage

Kommentare (1)

  • Hans Wilhelm Daehnhardt
    Hans Wilhelm Daehnhardt
    am 19.04.2005
    Die Ausstellung ist sehr gut aufgebaut und ich kann nur gratulieren.
    Zur Scheibe selber muss ich aber meine Zweifel an der Interpretation aussprechen.
    Das sogennannte Siebengestirn ist ein sehr altes Symbol, das bereits in dem Diskus von Phaistos des öfteren vorkommt. Auf beiden Seiten, währen auf der einen Seite es weniger vorkommt als auf der anderen Seite wo es sich ca. 7x wiederholt. Ob es sich um das "Siebengestirn" handelt ist fraglich. Auf den Keilschrifttafeln die auch ausgestellt waren ist das Siebengestirn richtig dagestellt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die alten "Germanen" sich das Siebengestirn rund vorgestellt haben. Es könnte sich um die damalige kosmologische geozentrische Darstellung handeln mit der Erde als Mittelpunkt und dann Mond, Sonne, Venus, Mars, Jupiter und Saturn sein. Natürlich hypothetisch.
    Die Abbildung des Mondes mit dem Vollmond und dem Halbmond
    und dem Halbkreis der unter den beiden Abbildungen steht ist eindeutig eine Verbindung der Mondphasen und NICHT die Sonnenbarke. In der alten Mythologie wurde die Sonne durch ein Wagen von einem Pferd gezogen. Die Darstellung könnte mit den Religiösen Festen der Ugariter verbunden sein. Alle 2 Wochen wurden in Ugarit Religiöse Feste gefeiert. Dies ist auf Keilschrifttafeln bestätigt.
    Meiner Meinung nach könnte die Scheibe aus dem Naher Osten stammen. Zeitlich könnte es mit der Zerstörung Ugarits durch die Seevölker um 1200 v.
    unserer Zeitrechnung übereinstimmen. Als Beutegut und Handelsgut dann nach Miteleuropa gekommen sein. Auch das Depot der Schwertrohlingen und Bronzeartefakten spricht eher für eine Depot als für einen Kultplatz.
    Meiner Meinung nach müßte das Metall der Scheibe noch gründlich analysiert werden.
    Um eine Fälschung kann es sicherlich nicht handeln wie von manchen behauptet wird.
    Jedenfalls nehme ich an, dass noch andere meiner Meinung sind.

Neuen Kommentar schreiben