Archäologie-Ausstellung des LVR in Düsseldorf eröffnet

In der Wandelhalle des NRW-Landtags in Düsseldorf bietet sich ein ungewohntes Bild: Neben 390 Millionen Jahre alten Panzerfischen finden sich römische Raritäten wie ein kostbares Haarnetz oder die Funde aus dem jüngst ausgegrabenen Bonner vicus, die überraschende Einblicke in das Alltagsleben einer römischen Siedlung gewähren. Ein Münzschatz aus dem Dreißigjährigen Krieg ist ebenso vertreten wie ein 13.000 Jahre altes Steingerät mit einer Elchdarstellung.

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Regina van Dinther, die Präsidentin des Landtags Nordrhein-Westfalen, und Dr. Jürgen Wilhelm, Vorsitzender der Landschaftsversammlung Rheinland, begrüßten die Gäste im Düsseldorfer Landtag und eröffneten die Wanderausstellung, die Anfang des vergangenen Jahres bereits im LVR-Landeshaus in Köln zu sehen war und sich nun in Düsseldorf in aktualisierter Form präsentiert.

An der heute eröffneten Ausstellung "Fundort Rheinland" wird deutlich: Das Rheinland ist nicht nur eine der archäologisch fundreichsten Regionen Europas sondern auch eine besonders facettenreiche. Durch alle Zeiten wartet es immer wieder mit besonderen Entdeckungen auf. Vom Erdaltertum bis in die jüngste Vergangenheit reicht der betreute Zeitraum, vom Erfassen von Fundplätzen bis zur vielfältigen Vermittlung an die Öffentlichkeit reicht das gesetzlich fixierte Aufgabengebiet – eine breite Palette, die hohe Fachkompetenz erfordert.
Der Landschaftsverband Rheinland hält diese mit der LVR-Bodendenkmalpflege im Rheinland und dem LVR-Landesmuseum Bonn vor, um dem vorrangigen Anliegen nachzukommen: dem Schutz und der Pflege des archäologischen Kulturerbes des Rheinlandes.

Entlang von 15 ausgewählten Komplexen vom Erdaltertum bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts mit rund 150 Fundstücken – aus Jülich-Barmen, Bergheim-Zieverich, Bergisch Gladbach, Bonn, Elsdorf, Erkelenz-Lövenich, Hamminkeln, Inden, Jüchen-Garzweiler, Kerpen, Oberhausen, Jüchen-Otzenrath, Rommerskirchen und Windeck – erleben die Besucherinnen und Besucher die Aufgabenfelder und lernen Methoden und Arbeitsweisen der rheinischen Archäologie kennen.

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