Digitale Ausstellungen

Die virtuelle Ausstellung »Das Akragas-Projekt« präsentiert die archäologischen Forschungen der Universität Augsburg zu einem außerhalb der Siedlung gelegenen Heiligtum im sizilianischen Agrigent. Im Zentrum stehen die Ausgrabungsergebnisse und Fundanalysen zu diesem antiken Sakralort, der vom späten 6. bis zur Mitte des 4. Jahrhunderts v. Chr. genutzt wurde. Die Präsentation beleuchtet die Chronologie des Ortes, sakrale Kultpraktiken und die Interaktion zwischen griechischen Siedlern und der indigenen Bevölkerung. Darüber hinaus wird die Entstehungsgeschichte der Online-Ausstellung beleuchtet, die im Rahmen des Studiums am Institut für Klassische Archäologie der Universität Augsburg entstand. Sprachen: deutsch, englisch, italienisch

Die Online-Ausstellung »Eine Schlafende Ariadne in Berlin. Sieben Fragen und ein roter Faden« stellt eine einzelne antike Statue in den Mittelpunkt, um die komplexe Überlieferungsgeschichte antiker Skulpturen exemplarisch zu vermitteln. Sie führt durch thematische Stationen, die Fragen nach Original und Kopie, nach historischen Kontexten und Bilddeutungen sowie nach der Rolle von Gipsabgüssen in Forschung und Lehre aufwerfen. Erstellt wurde die Ausstellung von der Abguss-Sammlung Antiker Plastik der Freien Universität Berlin. Sprache: deutsch

Die digitale Ausstellung »Ein gut Theil Eigenheit – Lebenswege früher Archäologinnen« widmet sich den oft vergessenen Pionierinnen der archäologischen Forschung aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Die Präsentation beleuchtet das vielseitige Wirken dieser Frauen, die bereits als Altertumsforscherinnen, Sammlerinnen und Forscherinnen tätig waren, lange bevor ihnen der reguläre Zugang zu Universitäten oder akademischen Karrieren offenstand. Im Fokus stehen dabei deren biografische Porträts sowie die wissenschaftlichen Leistungen und die methodischen Beiträge dieser Frauen zur Entwicklung des Fachgebiets Archäologie. Sprache: deutsch

In der virtuellen Ausstellung "Partner für das Kulturerbe in Gadara/Umm Qays” wird die 40-jährige jordanisch-deutsche Zusammenarbeit zum Schutz einer bedeutenden Kulturerbestätte Jordaniens präsentiert. Im Mittelpunkt stehen die denkmalgerechte Instandsetzung historischer Bauten, die Wiederbelebung traditioneller Handwerkstechniken sowie Bildungs- und Trainingsprogramme zur Bauwerkserhaltung und Kulturerbevermittlung. Anhand verschiedener Medien werden die Initiativen sowie die beteiligten Menschen vorgestellt, darunter lokale Gemeinschaften, Handwerker und Projektpartner. Sprachen: arabisch, deutsch, englisch

Die kleine digitale Ausstellung »Römische Antike an Rhein und Neckar: Gräber und Totenkultur« verknüpft eine erzählte Biografie mit archäologischen Perspektiven auf Bestattungsrituale in der römischen Provinz. Im Mittelpunkt steht ein römischer Bürger aus Lopodunum/Ladenburg, der um das Jahr 93 n. Chr. starb: von seinem Sterbebett über die einzuhaltenden Rituale bis zu seinem Begräbniszug und den Grabbeigaben. Ebenso werden Kontexte wie Grabrecht und Formen der Erinnerungskultur beleuchtet. Die digitale Version der Ausstellung wurde von Studierenden der Universität Heidelberg erstellt. Sprache: deutsch

Mit dem Vordringen des modernen Menschen nach Südamerika entstanden vor 12.000 Jahren die ersten Felszeichnungen in den Bergen von La Lindosa (Kolumbien). Auf der Plattform Google Arts&Culture findet sich zu diesem Thema eine umfangreiche Online-Ausstellung, die gemeinsam vom Kolumbianischen Institut für Anthropologie und Geschichte und der Universität Exeter erstellt wurde. Sprache: englisch

Die Onlineaus­stellung ist aus einem Lehrprojekt an der Technischen Universität Braunschweig hervorgegangen: Über zwei Semester hinweg haben Studierende im Fach Geschichte die Lehr- und Studiensammlung der TU aufgearbeitet, dokumentiert und digitalisiert. Die Ausstellung bietet Einblicke in die Arbeit an und mit einer universitären Münzsammlung und stellt eine Auswahl an Objekten näher vor. Sprache: deutsch

Die Online-Ausstellung des schwedischen »Norrbottens Museum« bei Google Arts&Culture präsentiert die archäologische Erforschung der ältesten bekannten Siedlung Schwedens. Sprache: englisch

»The Last Journey« ist ein interdisziplinäres Projekt, das die Anpassungen und Auswirkungen des Menschen im späten Pleistozän und frühen Holozän in verschiedenen Landschaften im Nordwesten Südamerikas untersucht. Im November 2021 reisten die Archäologen von The Last Journey nach Cerro Azul in Kolumbien. Die Online-Ausstellung auf der Plattform Google Arts&Culture gibt einen kleinen Einblick in das Forschungsprojekt. Sprache: englisch

Seit Ende der 1970er Jahre hat Wolfgang Bauer hat im Leinetal zwischen Hannover und Hildesheim Feldbegehungen und Baustellenbeobachtungen durchgeführt und Sand- und Kiesgruben nach archäologischen Funden abgesucht. Dabei hat er ein umfangreiches Fundmaterial aus allen Perioden der Menschheitsgeschichte vom Paläolithikum bis in das frühe Mittelalter zusammengetragen und der Denkmalpflege Niedersachsen gemeldet. Das Team der Bezirksarchäologie Hannover im NLD (Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege) hat aus dem Material eine Ausstellung zu archäologischen Funden im Leinetal zusammengestellt, die nun digital im Kulturerbeportal Niedersachsen besucht werden kann. Präsentiert und durch Bild- und Textillustrationen erläutert werden Fundstellen und ihre Funde von den ersten menschlichen Steinwerkzeugen aus der Altsteinzeit vor etwa 50.000 Jahren bis hin zu Objekten aus der Zeit um etwa 500 n. Chr. Die Funde geben einen bemerkenswerten Einblick in die frühe Besiedlungsgeschichte des Leinetals in der unmittelbaren Umgebung von Hannover. Sprache: deutsch