Kurz notiert

Mutige Theorien und viel Kleinarbeit

Prof. Briana N. Doering erhält den Tübinger Förderpreis für Ältere Urgeschichte und Quartärökologie 2023

Der Tübinger Förderpreis für Ältere Urgeschichte und Quartärökologie geht in diesem Jahr an Briana N. Doering, Juniorprofessorin an der Universität Wyoming, USA. Die Wissenschaftlerin wird für ihre Dissertation "Evaluating the Social and Environmental Processes of the Athabascan Migration" ausgezeichnet. In dieser erforscht sie die Migration der indigenen Dene/Athabascan: Vor etwa 1500 Jahren hatten diese ihre Heimat in Alaska und Yukon verlassen und waren in den amerikanischen Südwesten ausgewandert. Briana Doering stellte eine neue These zu den Ursachen auf und bewies diese in gründlicher Kleinarbeit und unter der Anwendung verschiedener Methoden.

Die Villa Gasteiger in Bozen

Vor kurzem gab der Südtiroler Landeshauptmann Arno Kompatscher als zuständiger Landesrat für die Museen den neuen Standort für das künftige Archäologiemuseum bekannt: Es soll in der Bozner Dantestraße unweit des bisherigen Standortes errichtet werden.

Denkmalschutz
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Gedenktafel

Im Herbst 2021 untersuchten Hamburger Archäologen die Absturzstelle eines 1945 über dem Ort Meckelfeld abgestürzten amerikanischen Bombers. Die im Boden verbliebenen Spuren ermöglichten Rückschlüsse auf Absturzhergang und Schicksal der Besatzung. Anfang dieser Woche wurde nun eine Gedenktafel aufgestellt, die an das Geschehen erinnert.

Aus aller Welt
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Unterzeichnung der Schenkungsurkunde

Privater Sammler schenkt der Universität Münster 1.400 sizilianische Münzen

Das Archäologische Museum der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster ist um 1.400 sizilianische Münzen aus Gold, Silber und Bronze reicher. Hermann Twiehaus schenkte der Universität jetzt seine umfangreiche Privatsammlung. Die Münzen des 5. bis 3. Jahrhunderts vor Christus sollen zukünftig erforscht und ausgestellt werden. Das ist in der Schenkungsurkunde verbrieft, die WWU-Rektor Prof. Dr. Johannes Wessels und der 85-Jährige unterzeichneten.

Museen & Ausstellungen
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Atlantischer Regenwald

Forschungsteams des Max-Planck-Instituts für Geoanthropologie, der Universität Bournemouth (UK) und der Universität Göttingen haben eine gemeinsame Förderung von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Arts and Humanities Research Council (AHRC) des Vereinigten Königreichs erhalten, um die Auswirkungen menschlicher Besiedlung und Landnutzung über Jahrhunderte auf den Atlantischen Regenwald Brasiliens, einer der am stärksten bedrohten tropischen Wälder der Welt, zu untersuchen.

Aus aller Welt
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Mythoskop-Graph (Screenshot)

Einen neuen Zugang zu der komplexen Welt der antiken Mythen bietet das Online-Portal »Mythoskop«. Dort lassen sich zum Beispiel Verwandtschaftsbeziehungen der Göttinnen und Götter sowie Geschichtenstränge und Handlungsorte interaktiv nachvollziehen.

Digital Humanities
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Das restaurierte Reliquiar. Außen ist es mit Bildern von Jesus und Maria geschmückt

Knochensplitter im Inneren eines 800 Jahre alten Schmuckstücks entdeckt

in interdisziplinäres Forschungsteam unter Leitung des Leibniz-Zentrums für Archäologie (LEIZA) hat das Geheimnis eines vergoldeten Anhängers gelüftet, der 2008 in einer mittelalterlichen Abfallgrube in der Mainzer Altstadt gefunden wurde. Dank zerstörungsfreien Untersuchungen an der Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II) der Technischen Universität München (TUM) konnten die Forschenden im Inneren des Objekts kleinste Knochensplitter lokalisieren, bei denen es sich vermutlich um Reliquien handelt.

Funde & Befunde
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Museum

Eine statistische Gesamterhebung des Instituts für Museumsforschung zeigt: Die Besuchszahlen der Museen und Ausstellungshäuser in Deutschland blieben im zweiten Corona-Jahr 2021 auf dem Niveau von etwa einem Drittel der Besuche vor der Pandemie.

Museen & Ausstellungen
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Aus RGZM wird LEIZA

Das Römisch-Germanische Zentralmuseum ändert seinen Namen und heißt jetzt Leibniz-Zentrum für Archäologie

Seit dem 1. Januar ist es offiziell: Das ehemalige Römisch-Germanische Zentralmuseum (RGZM) hat sich umbenannt und heißt ab jetzt Leibniz-Zentrum für Archäologie (LEIZA). Die Namensänderung verdeutlicht die grundlegende Entwicklung und das breite wissenschaftliche Portfolio des Leibniz-Forschungsmuseums und -instituts, das seit mehr als 170 Jahren archäologische Spitzenforschung an mehreren Standorten in Rheinland-Pfalz betreibt. Der neue Name markiert den Schritt in eine neue Epoche, die zudem durch ein neues Erscheinungsbild und Logo unterstrichen wird.

Forschung
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Themenseite der digitalen Ausstellung

Vom Aufstieg und Fall vergangener Gesellschaften und ihrer Umwelten

Sonderforschungsbereich (SFB) 1266 zeigt seit dem 15. Dezember 2022 die digitale archäologische Ausstellung »Alles bleibt anders – Transformationsprozesse in Raum und Zeit« unter allesbleibtanders.com

Museen & Ausstellungen
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Hortfund von Neuenkirchen

Um 3800 v. Chr. hatte in Norddeutschland gerade ein neues Zeitalter begonnen. Jäger und Sammler waren zu Bauern und Viehzüchtern geworden. Und noch etwas Bemerkenswertes passierte: Exotische Gegenstände aus Kupfer fanden ihren Weg an die Ostsee. Einer der wichtigsten Funde ist jetzt von Henry Skorna wissenschaftlich bearbeitet worden.

Funde & Befunde
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Kurz notiert

Auf dieser Seite finden Sie Notizen aus der archäologischen Wissenschaft und Forschung sowie zu aktuell in Print- und Online-Medien verbreiteten Meldungen zu archäologischen Themen.

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