Mittelalter

Das Montanrevier Sulzburg
Das kleine Bergbaurevier im Südschwarzwald hatte zwar nie eine vergleichbare wirtschaftliche Bedeutung wie die großen Reviere im Harz, im Erzgebirge oder in Tirol. Für Untersuchungen zur Wirtschaftsgeschichte ist dies jedoch eher ein Vorteil, da es auf Boom- und Krisenphasen des Silberbergbaus wesentlich empfindlicher reagierte. - von Mark Rauschkolb
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Kreuzfahrer in Syrien
Kreuzfahrerburgen in Syrien - von Dr. Sebastian Brather
SyrienMittelalterWehrbautenKonflikte & Krisen
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Nachrichten

Bodenradar

Unmittelbar südlich des Weltkulturerbes Schloss Corvey (Kreis Höxter) untersucht derzeit ein Forscherteam des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) mit Unterstützung des Ludwig Boltzmann-Instituts für archäologische Prospektion und virtuelle Archäologie aus Wien die Überreste der mittelalterlichen Stadt Corvey, die sich einst an das berühmte Kloster anschloss. Außergewöhnlich dabei ist: Sie nutzen weder Bagger noch Spaten, sondern moderne Technologie.

Geophysik
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Massengrab mit Pestopfern

Die Analyse von 34 Pestgenomen aus der Zeit des Schwarzen Todes und nachfolgender Epidemien zwischen dem 14. und 17. Jahrhundert in Europa zeigt, wie sich das Bakterium nach einem einzigen Eintrag nach Europa diversifizierte.

Forschung
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Knüppelweg

Archäologen legen in Dülmen mittelalterliche Straßen frei

Im Rahmen längerfristiger Bauarbeiten in Dülmen (Kreis Coesfeld) begleiten Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) zurzeit die Ausgrabungen einer Fachfirma auf dem Bült nahe der Kirche St. Viktor. Die Archäologen stießen dabei tief in die Geschichte der Stadt vor und entdeckten mehrere übereinanderliegende Pflasterungen aus dem Mittelalter. Deren aufwendige Bauweise bestätigt die Vermutung, dass die heute unscheinbare Gasse Bült im Mittelalter Teil einer wichtigen Verkehrsverbindung war.

Ausgrabungen
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Karte Stiftungstätigkeit Berg Athos

Umfangreiche Datenbank wird Bewohner und Besucher des Athos über 700 Jahre erfassen und ein neues Bild der Klosterrepublik und ihrer vielfältigen Verflechtungen zeichnen

Der Berg Athos – eine Halbinsel im Norden Griechenlands, seit über 1.000 Jahren nur von Mönchen besiedelt, UNESCO-Welterbestätte und seit alters her Schmelztiegel der Völker des östlichen Mittelmeerraums und Russlands: Diese Mönchsrepublik war im Mittelalter einerseits ein Rückzugsort für orthodoxe Gläubige, andererseits aber auch auf vielfältige Weise mit der mittelalterlichen Welt außerhalb der Klostermauern verbunden. Enge Beziehungen pflegten die Mönche zum Byzantinischen Reich, zu Herrschern auf dem Balkan, im Kaukasus sowie in Süditalien und später ebenso zum Osmanischen Reich. Ein neues Forschungsprojekt geht diesen Verbindungen und Verflechtungen der Bewohner und Besucher des Athos auf den Grund und wird die Art und Weise, wie der Heilige Berg gesehen wird, verändern. Dr. Zachary Chitwood, Wissenschaftler am Arbeitsbereich Byzantinistik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), erhält für dieses Projekt einen Starting Grant des Europäischen Forschungsrats in Höhe von 1,5 Millionen Euro.

Forschung
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Ausgrabungen in Spenge

Seit vorvergangener Woche erforschen Archäologen einer Fachfirma in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) die Ursprünge der Stadt Spenge (Kreis Herford). Im Rahmen der Baumaßnahme an der Langen Straße stießen sie hierbei in unmittelbarer Nähe zur mittelalterlichen Pfarrkirche auf die bisher ältesten Siedlungsüberreste des Ortes, dessen Frühphase sich womöglich bereits in das 12. Jahrhundert datieren lässt.

Ausgrabungen
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Stempelverzierte Scherbe

Vier Jahrhunderte lang hatte die Siedlung Dorf Anhalt Bestand, bevor sie um 1440 aufgegeben wurde und wüst fiel. Ihre Überreste auf einem Hochplateau südöstlich der Burg Anhalt bei Harzgerode sind seit 2017 Gegenstand archäologischer Untersuchungen im Rahmen von Lehr- und Forschungsgrabungen, die die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Kooperation mit dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt durchführt. Unter den zahlreichen Funden aus dem 12. bis 15. Jh., das die Studierenden bei der diesjährigen Grabungskampagne bisher freilegten, befinden sich neben Alltags-, Schmuck- und miilitärischen Objekten auch metallurgische Abfallprodukte - Belege für das Montanwesen als eines der wirtschaftlichen Standbeine des Ortes.

Ausgrabungen
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Videos zum Thema

Nachdem im Wald nahe des brandenburgischen Ortes Bad Belzig im Wurzelgeflecht eines bei dem Sturm Xavier entwurzelten Baumes ein menschlicher Schädel gefunden wurde, stand für Marita Genesis und ihre Studenten fest, dass an dieser Stelle eine archäologische Ausgrabung durchgeführt werden musste. Denn dies ist der Galgenberg, eine Hinrichtungsstätte, wo nach den Schriftquellen ab dem 16. Jahrhundert Menschen gehängt, gerädert und enthauptet wurden. Zudem handelt es sich bei der Galgenberg genannten Erhebung eigentlich um einen Grabhügel aus der Bronzezeit. Im Herbst 2018 begann die Richtstättenarchäologin dann mit Studenten der Humboldt-Universität Berlin und der Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder mit den Ausgrabungen in Bad Belzig, wo dieses Video entstand.

08.06.2019ansehen
Sven Schlammlederson
Der Wikinger Schlamm und Leder Song

Passend zum vorigen Video, in dem ein Wikinger für einen Spielfilm ausgestattet wird (einmal authentisch und einmal nach Wunsch der Produzenten), präsentiert das Team von Kaptorga Visual History hier nun den »Wikinger Schlamm und Leder Song«, in dem das Wikinger-Spielfilm-Stereotyp musikalisch auf die Schippe genommen wird.

22.03.2019ansehen
Vikings vs. Archaeology
Was passiert, wenn Film auf Archäologische Forschung trifft...

In diesem Video demonstriert das Team von Kaptorga Visual History sehr anschaulich und mit einer Prise Humor die Unterschiede zwischen historisch authentischer Kleidung und Ausstattung der Wikingerzeit und den leider viel zu oft gesehenen Wikinger-Darstellungen in Spielfilmen. Die Folgen solcher oft von Filmproduzenten erwünschten Falschdarstellungen nehmen die Macher auch in einem selbst produzierten Song auf die Schippe, der in einem separaten Video zu sehen ist.

22.03.2019ansehen

Die in Westfalen einzigartige Holsterburg gehört zu den wenigen achteckigen Burganlagen des hochmittelalterlichen Europas. Von 2010 bis 2017 grub die LWL-Archäologie für Westfalen die stauferzeitliche Wehranlage nahe Warburg vollständig aus. Nachdem die Burg im Jahr 1294 komplett zerstört wurde, geriet sie in Vergessenheit. Jetzt zeigt ein 3-D-Modell ihr einstiges Aussehen.

31.08.2018ansehen
Archäologische Geheimnisse der Burg Querfurt
Die Ausgrabungen im Sommer 2018

Ein kurzer Bericht des MDR zu den archäologischen Ausgrabungen auf Burg Querfurt. Die Untersuchungen dauern noch bis Ende 2018 an, im Juli wurden bei einer Pressekonferenz schon mal die ersten Funde vorgestellt. Wer gerne die Titelmelodie von Indiana Jones anhört, hat in diesem zweiminütigen Bericht Gelegenheit dazu. ;-)

10.08.2018ansehen
Podcasts zum Thema
Neue Burg - älter als gedacht
AMH017

In dieser Folge des AMH-Podcasts ist der Archäologe Kay Suchowa Interviewpartner von Kerstin Tolkiehn. Er hat in mehreren Grabungen rund um den Hamburger Hopfenmarkt Reste eines Burgwalls gefunden. Diese gehören zur sogenannten Neuen Burg, dem Nachfolgebau der Hammaburg. Aufgrund der guten Holzerhaltung konnte die Neue Burg genau datiert werden - es stellte sich heraus, dass sie 40 Jahre früher erbaut wurde als das in den schriftlichen Überlieferungen genannte Datum.

31.01.2019mehr