Der Limes

Früher und Heute

Der Obergermanisch-Raetische Limes soll in die Liste des "Weltkulturerbes" der UNESCO aufgenommen werden. Mit 550 km Länge stellt er eines der gewaltigsten Bauwerke der Antike in Mitteleuropa dar, das auch heute noch mit seinen sichtbaren und unsichtbaren Hinterlassenschaften Gegenstand der Forschung ist.

Mit Beiträgen von Thomas Becker, Martin Kemkes, Marcus Reuter, Egon Schallmayer, Markus Scholz und Andreas Thiel.

Artikel zum Thema

Der Obergermanisch-raetische Limes
Egon Schallmayer gibt eine Einführung in die Geschichte und Struktur der römischen Grenze.
Römische KaiserzeitLimes
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Aufnahme des Limes in die UNESCO Liste des Weltkulturerbes
Andreas Thiel berichtet über das Projekt, den Limes in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufzunehmen.
DeutschlandRömische KaiserzeitLimes
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Neuaufnahme des Obergermanisch-Raetischen Limes
Über die Arbeit der Streckenkommissare am Limes schreibt Thomas Becker.
Römische KaiserzeitLimesWehrbauten
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Geschichte der Limesforschung
Thomas Becker gibt eine kurze Einführung in die Forschungsgeschichte des Limes.
WissenschaftsgeschichteLimes
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Der Preis der Sicherheit
Die finanziellen Aufwendungen für die Grenzsicherung errechnet Marcus Reuter.
Römische KaiserzeitLimesTechnologieWirtschaft
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Das Ende des Limes
Kaum eine andere Epoche der rund 500jährigen römischen Geschichte am Rhein ist so arm an zeitgenössischen Schriftquellen wie die unruhigen Jahrzehnte zwischen ca. 230 und 280 n. Chr. Die Erforschung dieses Zeitraums ist daher in hohem Maße auf die Ausdeutung archäologischer Relikte angewiesen. Lange lehrten Historiker und Archäologen, der Limes sei 259/60 n. Chr. auf breiter Front durch einen »gewaltigen Germanensturm« überrannt worden. Dieses Geschichtsbild ist durch die Vermehrung und kritische Überprüfung bestehender Quellen überholt. Über das turbulente 3. Jahrhundert in den römischen Provinzen und den »Fall des Limes« berichtet Markus Scholz.
Spätantike & FrühmittelalterLimes
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Der Limes im Museum
Martin Kemkes stellt die Konzeption der neuen Ausstellung des Limesmuseums in Aalen vor.
Museen & AusstellungenLimes
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Hier finden sie eine umfangreiche redaktionelle Auswahl an Publikationen rund um das Thema.

Videos zum Thema

Die kurze Filmsequenz zeigt in Zeitrafferaufnahmen die Freilegung einer römischen Brandbestattung (sog. Bustumbestattung) im neu entdeckten Gräberfeld am Steinern Kreuz in Friedberg (Wetteraukreis). Bei einer solchen Bestattung wurde der Scheiterhaufen direkt über der späteren Grabgrube errichtet. In dem Gräberfeld finden sich auch »einfache Urnenbestattungen«, bei denen der Scheiterhaufen an einem separaten Verbrennungsplatz, der »Ustrina«, errichtet wurde. Nach der Verbrennung des Toten wurde der Leichenbrand dann ausgelesen und meist in einem als Urne verwendeten Tongefäß beigesetzt. Häufig sind in die Grabgrube weitere Gefäße als »sekundäre« (d.h. unverbrannte) Beigaben eingestellt. (03:18)

23.12.2016ansehen

Das antike Vindonissa (beim heutigen Windisch im schweizerischen Kanton Aargau) ist immer wieder für Überraschungen gut. Bei Bauarbeiten am Abhang des Bruggerbergs nördlich der Aare wurde Ende 2012 ein bislang unbekanntes römisches Gräberfeld entdeckt. Herausragender Fund ist ein vollständiger Grabstein, der einstmals zu einem runden Grabbau gehörte. Auf der Vorderseite des Steins sind die Verstorbenen dargestellt. Die lateinische Inschrift darunter nennt die Bestatteten: Maxsimila, 40 Jahre alt, aus Bononia (das heutige Bologna), und Heuprosinis, eine 10 Jahre alte Sklavin. (05:51)

20.11.2016ansehen

Einen überraschenden Fund machten die Archäologen der Kantonsarchäologie Aargau bei den Ausgrabungen an der Zürcherstrasse in Windisch: Im Bereich der Vorstadt des Legionslagers Vindonissa fanden sie einen römischen Kochtopf, der vollkommen mit Öllampen und sorgfältig darauf platzierten Münzen gefüllt ist. In diesem Video wird der ungewöhnliche Depotfund vorgestellt. (02:08)

18.11.2016ansehen