Überraschende Entdeckung in Freiberg

Bei Vorsondierungen im Bereich des ehemaligen Dominikanerklosters in Freiberg stießen Archäologen zu ihrer Überraschung auf gut erhaltene Mauerreste der Klosterklausur sowie der Kirche.

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Das kurz vor der Mitte des 13. Jh. gegründete Dominikanerkloster bestand über drei Jahrhunderte. Unmittelbar nach der Reformation im Jahre 1537 wurden die Klostergebäude abgerissen und das Gelände mit Bürgerhäusern bebaut. Die genaue Lage des Klosters und besonders der Erhaltungszustand der Überreste waren bislang unbekannt.

Die nun freigelegten Mauerkronen befanden sich z.T. bereits 20 cm unter dem heutigen Niveau und zeigen einen guten Erhaltungszustand. Die Nord- und die Südmauer der Kirche konnten in einem Abstand von 16 m mit einem Sockelprofil aus Sandstein erfasst werden. Das rippengewölbte Bauwerk war wohl zweischiffig. Aus stilistischen Gründen datieren die Ausgräber den Sakralbau in die Zeit um 1400.

Unmittelbar nördlich der Kirche wurden Teile der Klausur freigelegt. Ein rippengewölbter Raum ist noch bis in eine Höhe von fast 2 m erhalten geblieben. Dessen teilweise erhaltener Fußboden besteht aus quadratischen roten Keramikplatten, die wohl um 1500 teilweise durch sechseckige grün glasierte Platten ersetzt worden waren.

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