The Dead Sea Scrolls in Context: Internationaler Qumran-Kongress an der Universität Wien

Vom 11. bis 14. Februar 2008 findet an der Universität Wien der internationale Forschungskongress "The Dead Sea Scrolls in Context: Integrating the Dead Sea Scrolls in the Study of Ancient Texts, Languages, and Cultures" statt.

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Bei den Qumran-Texten handelt es sich unbestritten um einen der wichtigsten archäologischen Funde des letzten Jahrhunderts. Die in Qumran gefundenen Schriftrollen stammen aus einer antiken jüdischen Bibliothek, die einen Querschnitt durch die antik-jüdische Literatur bietet. Obwohl diese Handschriften heute weitestgehend veröffentlicht sind, werfen diese Schriftquellen der Wissenschaft noch viele Fragen auf. Welche Bedeutung haben die Handschriften von Qumran für das Alte und Neue Testament, das antike Judentum und das frühe Christentum sowie für die anderen antiken Kulturen?

Textquelle für das rabbinische Judentum und das frühe Christentum

Die biblischen Handschriften aus Qumran und den anderen Fundorten vom Toten Meer haben das Verständnis der Textgeschichte der Hebräischen Bibel bzw. des Alten Testaments revolutioniert. Die nichtbiblischen Handschriften gewähren erstmals detaillierte Einblicke in die Geistesgeschichte des Judentums vom 3. Jahrhundert v.Chr. bis in die Zeit des beginnenden Christentums.

Die Texte vom Toten Meer stammen aus einer Zeit, in der sich sowohl das rabbinische Judentum als auch das frühe Christentum entwickelt hat. Daher sind sie für die Verständigung zwischen Juden und Christen von zentraler Bedeutung, und ihre Erforschung trägt zu einem friedlichen Miteinander der abrahamitischen Religionen bei. Die Bibliothek von Qumran bietet einmalige Einblicke in das Leben einer antiken Religionsgemeinschaft und ist daher auch für das Verständnis anderer antiker Kulturen von großer Bedeutung.

60 hochrangige WissenschafterInnen von der Hebräischen Universität Jerusalem und von anderen bedeutenden Institutionen in aller Welt kommen nach Wien, um mit ProfessorInnen der Universität Wien zu den Textfunden von Qumran zu forschen. Wien wird für einige Tage zu einem Mittelpunkt der Altertumswissenschaften.

Der Kongress wird vom Institut für Judaistik der Universität Wien (Univ.-Prof. Dr. Armin Lange und Dipl.-Theol. Matthias Weigold) in Kooperation mit der Hebräischen Universität Jerusalem (Univ.-Prof. Dr. Emanuel Tov), einer der wichtigsten Universitäten in diesem Forschungsgebiet, organisiert. Gefördert wird die Konferenz von Brill Publishers, der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien, der Österreichischen Gesellschaft der Freunde der Hebräischen Universität Jerusalem, der Universität Wien und dem Verlagshaus Vandenhoeck & Ruprecht.

Die Vorträge des Kongresses sind frei zugänglich. Um Anmeldung wird gebeten.

Das Tagungsprogramm im PDF-Format

The Dead Sea Scrolls in Context
Zeit: Montag, 11., bis Donnerstag, 14. Februar 2008
Ort: Universität Wien, Dr.-Karl-Lueger-Ring 1, 1010 Wien

Kontakt
Univ.-Prof. Dr. Armin Lange
Institut für Judaistik
Universität Wien
1090 Wien, Spitalgasse 2, Hof 7
T +43-664-602 77-433 13
armin.lange@univie.ac.at

Kommentare (2)

  • wolfganghe
    wolfganghe
    am 09.02.2008
    Das Christentum und judentum haben aus
    heutiger Sicht keine Gemeinsamkeiten,da das
    Judentum als einzige Religion Monotheistisch
    war und ist.Das christentum hat sich vom
    Jüdischen Glauben weit entfehrnt(marien-
    anbetung usw.),darüber hinaus sind die
    Historischen ereignise der Thora,besonders
    die NEBIIM belegt durch Archäologische Funde.
  • Artur S.
    Artur S.
    am 13.03.2012
    Guter Artikel! Mich würden zu gern weitere Erkenntnisse von Qumran im Bezug des Alten Testament (Thora) und dem Neuen Testament stehen.

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