Tag der Archäologie im Braunkohlerevier

Kein leichter Job - vor den Schaufelradbaggern im Braunkohlengebiet arbeiten die Archäologen des Landschaftsverbandes Rheinland unermüdlich an der Sicherung der Spuren unserer Vorzeit. Am 2. Juli 2005 können ihnen Besucher dabei über die Schulter schauen: beim Tag der Archäologie in der Außenstelle Titz des Rheinischen Amtes für Bodendenkmalpflege.

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Mit allen Sinnen können die Besucherinnen und Besucher dabei die Vergangenheit erleben. Neben den regelmäßigen Fahrten zu den Ausgrabungen im Tagebau (bis 16.00 Uhr) wird in der seit 1999 stetig wachsenden Rekonstruktion einer Hofanlage aus vorchristlicher Zeit mit der Gruppe "Rete Amicorum" aus Aachen neues Leben einkehren. Die beiden Kulturvermittler Angharad Beyer und Andreas Sturm zeigen ganz praktisch das einfache Leben unserer Vorfahren.

Im und um das große rekonstruierte vorchristliche Wohnhaus geht es um recht Grundsätzliches: Wie kocht man ohne Elektroherd? Sahen alle Kelten aus wie Asterix? Die Besucherinnen und Besucher können es selbst herausfinden, indem sie in einer keltisch-römischen Modenschau als Model mitwirken. Rete Amicorum zeigt auch, wie die Farbe in die bunten Karos kam, welche die Kelten nach Ausweis der römischen Eroberer so gerne trugen.

In der Außenstelle werden gleichzeitig neueste archäologischen Funde aus dem Braunkohlenrevier, die römische Wasserleitung und fränkischen Grabfunde vorgestellt.

 

Der Tag der Archäologie

Samstag, 2. Juli 2005

Rheinischen Amt für Bodendenkmalpflege, Außenstelle Titz

Ehrenstraße 14-16

52445 Titz-Höllen

www.archaeologie-stiftung.de

 

Kommentare (1)

  • Seth
    Seth
    am 01.07.2005
    Schaufelradbagger sind die größten Altertumsvernichter überhaupt... ich weiß von mind. 4 römische Villa Rustica die vernichtet wurden ohne das sie gemeldet wurden. Und weiss Gott wieviele Artefakte verloren gegangen sidn.....

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