Römische Bergbausiedlung in Rumänien retten!

 

Prof. Dr. Géza Alföldy vom Seminar für Alte Geschichte der Universität Heidelberg sammelt Unterschriften für unersetzliches Kulturgut in Rumänien.

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Mitten in einem der größten und ältesten Goldabbaugebiete Europas liegt die alte römische Bergbausiedlung Alburnus Maior, heute Rosia Montana in Rumänien.

Unterirdische Stollen, Siedlungen, Heiligtümer und Friedhöfe aus aus vielen Epochen legen ein Zeugniss ab über die jahrtausendealte Geschichte dieses Abbaugebietes. Nur Teile davon konnten bis heute freigelegt werden. Unter anderem fand man dort römische Wachstafeln, die einen Einblick in das Sozialwesen dieser Zeit geben.

Dieser kulturelle Schatz ist nun durch das Ansinnen einer kanadischen Firma bedroht, die an dieser Stelle den Goldabbau wieder aufnehmen will. Am 13. Dezember entscheiden die rumänischen Behörden über die Angelegenheit.

Bisher hat Prof. Alföldy per Email mehr als 400 Unterschriften von Fachleuten aus aller Welt erhalten, um mit dieser internationalen Unterstützung die rumänischen Behörden noch umstimmen zu können.

Mehr Informationen finden Sie in unserem Fundpunkt.

 

Quelle: Uni Heidelberg

Kommentare (3)

  • Dr.Sabine PfunderPfunder@t-online.de
    Dr.Sabine PfunderPfunder@t-online.de
    am 06.12.2002
    Zerstörung soll unbedingt verhindert werden. Wo kann man unterschreiben ??? Was kann man sonst noch tun? Die Rumänen snd eigentlich so stolz auf ihre römische Vergangenheit - unverständlich, was da geschehen soll
  • Georg Hausmann
    Georg Hausmann
    am 07.12.2002
    angesichts der bereits bisher aus Rosia Montana gewonnenen wertvollen Erkenntnisse bitte ich darum, vor dem geplanten Goldabbau zumindest gründliche archäologische Untersuchungen anzustellen, diese können auch etliche Jahrzehnte beanspruchen. Wie in solchen Fällen denkbar, könnte ein Goldabbau danach vielleicht in 25 oder 50 Jahren beginnen, immerhin weiss man dann, wo keine Zerstörungen vorgenommen werden dürfen. Bei der metaphysischen Überschätzung des Goldes, das heute übrigens kaum noch eine Bedeutung hat, ausser für Kontaktmaterial in der Elektronik, ist mir allerdings klar, daß die Gier nach Gold größer ist, als der Wunsch nach Erkenntnis. Eins verstehe ich allerdings garnicht: Warum will die Rumänische Regierung einer ausländischen Gesellschaft das Gold schenken? Wenn ein Land so arm ist wie Rumänien, wird es ausgeplündert, ohne es zu merken. Und denkt noch, man meine es gut mit ihm. Mal ganz zu schweigen von den übrigen Verhältnissen in solch einem Land, leider blühen sogleich Nepotismus, Simonie und Korruption. Einfach, weil die Menschen irgendwie überleben wollen. Wenn dieser gesamte Akt nicht schnellstens öffentlich erfahren wird, wobei der Grossteil der Welt sich vermutlich gelangweilt anderen Themen zuwenden wird, sind die Abräumgeräte ruck-zuck über die Landschaft hinweggegangen und haben nichts als kilometerweit feinen Sand und Schotter hinterlassen. "Hier war einmal der alten Welt grösstes (eins der grössten) Gold-Abbaugebiet!"
    Bitte, leisten wir nicht der aufklärungsfeindlichen Ignoranz weiter Vorschub.

    Mit freundlichen Grüssen

    Georg Hausmann
    Wingertstr. 29
    68649 Gross-Rohrheim
  • Georg Hausmann
    Georg Hausmann
    am 11.09.2014
    angesichts der bereits bisher aus Rosia Montana gewonnenen wertvollen Erkenntnisse bitte ich darum, vor dem geplanten Goldabbau zumindest gründliche archäologische Untersuchungen anzustellen, diese können auch etliche Jahrzehnte beanspruchen. Wie in solchen Fällen denkbar, könnte ein Goldabbau danach vielleicht in 25 oder 50 Jahren beginnen, immerhin weiss man dann, wo keine Zerstörungen vorgenommen werden dürfen. Bei der metaphysischen Überschätzung des Goldes, das heute übrigens kaum noch eine Bedeutung hat, ausser für Kontaktmaterial in der Elektronik, ist mir allerdings klar, daß die Gier nach Gold größer ist, als der Wunsch nach Erkenntnis. Eins verstehe ich allerdings garnicht: Warum will die Rumänische Regierung einer ausländischen Gesellschaft das Gold schenken? Wenn ein Land so arm ist wie Rumänien, wird es ausgeplündert, ohne es zu merken. Und denkt noch, man meine es gut mit ihm. Mal ganz zu schweigen von den übrigen Verhältnissen in solch einem Land, leider blühen sogleich Nepotismus, Simonie und Korruption. Einfach, weil die Menschen irgendwie überleben wollen. Wenn dieser gesamte Akt nicht schnellstens öffentlich erfahren wird, wobei der Grossteil der Welt sich vermutlich gelangweilt anderen Themen zuwenden wird, sind die Abräumgeräte ruck-zuck über die Landschaft hinweggegangen und haben nichts als kilometerweit feinen Sand und Schotter hinterlassen. "Hier war einmal der alten Welt grösstes (eins der grössten) Gold-Abbaugebiet!"
    Bitte, leisten wir nicht der aufklärungsfeindlichen Ignoranz weiter Vorschub.

    Mit freundlichen Grüssen

    Georg Hausmann
    Wingertstr. 29
    68649 Gross-Rohrheim

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