Menschen - Zeiten - Räume: Leistungsschau der Archäologie

 

Vom 6. 12. 2002 bis 31. 3. 2003 präsentiert die große Ausstellung im Martin-Gropius-Bau in Berlin die spektakulärsten und spannendsten archäologischen Entdeckungen und Ausgrabungsergebnisse der vergangenen 25 Jahre aus ganz Deutschland.

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Danach wandert sie nach Bonn und ist vom 9. 5. 2003 bis 24. 8. 2003 in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland zu sehen.

Erstmals werden dabei die Ergebnisse und Fortschritte der Forschung in Ost- und Westdeutschland zusammenfassend dargestellt. Der zeitliche Bogen erstreckt sich von der Erdgeschichte bis in die Moderne, vom Landgang der Pflanzen bis zum Zweiten Weltkrieg.

An der Vorbereitung der Ausstellung waren mehr als 50 Wissenschaftler aus Denkmalpflege, Museen und Universitäten aller 16 Länder beteiligt. Ziel der Ausstellung ist es, dem Besucher die Bedeutung der Landesarchäologie anhand aktueller Forschungsergebnisse näherzubringen und für die Belange der Bodendenkmalpflege zu werben.

Das Fach Archäologie zeigt sich als moderne Wissenschaft in all seinen Diszplinen und Facetten. Die besonderen Bedingungen der Unterwasserarchäologie werden ebenso dargestellt wie die Möglichkeiten der Luftbildarchäologie, der Erkenntnisgewinn großflächiger Siedlungsarchäologie oder die Bedeutung der Stadtkernarchäologie. Neueste Datierungsmethoden, Vermessungstechnologie und Restaurierungstechniken sowie Prospektionsmethoden ermöglichen einen immer detaillierteren Blick in die Vergangenheit.

Knapp 5000 Funde illustrieren die Erd- und Menschheitsgeschichte. Zu den Höhepunkten der Paläontologie zählen die weltberühmten Fossilien der Grube Messel. Spannende Neufunde von Neandertalern, Brunnen aus der Jungsteinzeit, Schatzfunde aus der Bronzezeit und reiche Gräber aus der Eisenzeit beleuchten die vorgeschichtlichen Epochen. Sensationell sind die keltischen Fürstengräber von Hochdorf und vom Glauberg. Weitere Themen sind die Varusschlacht bei Kalkriese, die germanischen Fürstengräber von Hagenow und Gommern, die frühmittelalterliche Siedlung von Lauchheim oder die Grabungen im mittelalterlichen Lübeck. Die jüngste Vergangenheit erhellen ergrabene Hinterlassenschaften aus dem Zweiten Weltkrieg.

Genauere Angaben zur Ausstellung finden Sie in unserem Kalender.

 

Quelle: SMPK

Kommentare (3)

  • Anni
    Anni
    am 06.12.2002
    Tip an potentielle Besucher: bei Bandscheibenproblemen und/oder geringer Körpergröße Utensilien wie Leiter, Knieschoner oder ggf. Rollstuhl nicht vergessen, die Beschriftungen an den Vitrinen sind an den unmöglichsten Stellen angebracht! Außerdem ist die Ausleuchtung katastrophal, also Taschenlampe nicht vergessen, wenn man Einzelheiten erkennen will!
    Ansonsten echt gelungen, sehr schöne Funde, gute Anordnung (kleinere Fehler, die wahrscheinlich nur Fachpublikum bemerkt). Also eine Führung durch die Ausstellung lohnt sich auf jeden Fall!
  • Ulrich K.
    Ulrich K.
    am 08.12.2002
    Ich kann mich Annis Tipps nur anschließen. In einigen Räumen sind die sehr klein gedruckten Beschriftungen zwecks Lese-Erschwerung noch abgedunkelt. Die einfallslosen akustischen Zugaben stören mehr, als dass sie nützen.Es sollten auch deutliche Hinweise auf den Ablauf des vorgeschlagenen Rundgangs gegeben werden.
    Wie man hörte, sollen in der nächsten Woche Verbesserungen vorgenommen werden. Es wäre wünschenswert im Interesse der guten Zusammenstellung. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall- aber mit obenerwähnter Ausrüstung: Handlampe und Knieschützer.
  • Ulli
    Ulli
    am 17.12.2002
    Ich kann mich meinen Vorbesuchern/rednern nur anschließen: entweder ist man Riese oder Zwerg, aber wir sind ja nicht im Märchenland.
    Die Ausstellung ist sehr sehenswert, aber...hinterher die Genickstarre und der Schwindel im Kopf vom Suchen nach den Beschriftungen, minderte den Genuß.

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