Preise für Abschlussarbeiten in Ägyptologie und Koptologie

Die Dr.-Walther-Liebehenz-Stiftung hat am Montag, 27. Mai 2013, die Preise für hervorragende Abschlussarbeiten in einzelnen kulturwissenschaftlichen Fächern verliehen. Bei der Feierstunde an der Universität Göttingen standen zwei Dissertationen und zwei Magisterarbeiten aus dem Gebiet der Ägyptologie und Koptologie im Mittelpunkt.

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Der Preis für Dissertationen ist in diesem Jahr geteilt: Ausgezeichnet werden Arbeiten von Dr. Franziska Naether und Dr. Gregor Neunert. Franziska Naether wurde an der Universität Leipzig mit der Arbeit "Die Sortes Astrampsychi – Problemlösungsstrategien durch Orakel im römischen Ägypten" promoviert. Sie publizierte diese im Jahr 2010 in der Reihe "Orientalische Religionen in der Antike". Seit 2011 ist sie wissenschaftliche Assistentin am Leipziger Ägyptologischen Institut. Ihr Habilitationsvorhaben widmet sich Hinweisen auf Kultpraxis im altägyptischen Schrifttum, ihre Phänomene und Funktionen. "Mein Grab, mein Esel, mein Platz in der Gesellschaft – Prestige im Alten Ägypten am Beispiel Deir el-Medine" lautet die Arbeit, mit der Gregor Neunert an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München promoviert wurde. Diese Arbeit wurde im Jahr 2010 in der Reihe "Edition Manetho" publiziert. Seither ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Münchener Zentrum für Antike Welten der LMU München tätig und koordiniert das dort angesiedelte Promotionsprogramm Altertumswissenschaften. Beide Auszeichnungen sind mit einem Preisgeld von jeweils 2.000 Euro dotiert.

Der Preis für Magisterarbeiten ist ebenfalls zweigeteilt und geht an Linda Borrmann und Edina Petersmarck. Die Studie zum Thema "Die Ächtungsfiguren des Alten und Mittleren Reiches – Mechanismen sozialer Aus- und Abgrenzung zwischen Lebensrealität, ritueller Magie und Formfindung jenseits der kanonischen Kunst" wurde von Linda Borrmann an der Freien Universität Berlin eingereicht. Sie ist jetzt als wissenschaftliche Hilfskraft am Deutschen Archäologischen Institut Abteilung Kairo tätig. Edina Petersmarck hat ihre Arbeit "Die Kemit – Ostraka, Schreibtafeln und ein Papyrus" an der LMU München eingereicht. 2012 erschien diese in der Reihe "Göttinger Miszellen – Beihefte". Beide Auszeichnungen sind mit einem Preisgeld von je 1.000 Euro dotiert.

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