Neues Buch vom Ägyptologen Prof. Jan Assmann

 

Der Ägyptologe Jan Assmann, Professor an der Universität Heidelberg, legt soeben in der EDITION MNEMOSYNE ein religionshistorisches Schlüsselwerk vom Ende des 18. Jahrhunderts vor: Carl Leonhard Reinholds Schrift "Die Hebräischen Mysterien oder die älteste religiöse Freymaurerey" - mit Einleitung und ausführlichem Kommentar.

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Dazu im Anhang: Friedrich Schillers Vorlesung "Die Sendung Moses", die auf der Schrift von Carl L. Reinhold basiert.

Carl Leonhard Reinhold zeigt in den "Hebräischen Mysterien", dass bereits Mose im Grunde seines Herzens dem "All-Einen" huldigte, seinen philosophischen Gottesbegriff, den er aus den ägyptischen Mysterien übernommen hatte, aber aus politischen Gründen vor seinem Volk geheim hielt und in das Gewand eines nationalen Schutzgottes hüllte. Friedrich Schiller griff in seiner Vorlesung "Die Sendung Moses" die Grundgedanken Reinholds auf, radikalisierte sie und zeigte, dass Moses "zum Besten der Welt und der Nachwelt" ein Verräter der ägyptischen Mysterien werden musste.

Beide Schriften gehören in den Kontext der Spinoza-Renaissance und des Pantheismus-Streits, der die geistige Elite Deutschlands am Ende des 18. Jahrhunderts in seinen Bann schlug. Sie werden hier (erstmalig seit 1787 bzw. 1790) in der ursprünglichen Gestalt abgedruckt und von Jan Assmann ausführlich kommentiert.

 

Quelle: Uni Heidelberg (idw)

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