Neue Museumspavillons auf der Reichenau

Auf der Weltkulturerbe-Insel Reichenau informieren seit Anfang April drei neue Museumspavillons über die historische Bedeutung der Klosterinsel.

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Die neuen Museen, die die Landesstiftung mit einer Million Euro Fördergeld ermöglicht hat, sind neben den drei Kirchen entstanden. Das Münster St. Maria und Markus sowie die Kirchen St. Georg und St. Peter und Paul sind die steinernen Zeugnisse der einstigen Glanzzeit. Kernstück des Projekts ist ein Neubau am historischen Inselmuseum im Ortsteil Mittelzell in der Nähe des Münsters.

Auf 200 Quadratmetern wird dort die Geschichte und kulturhistorische Bedeutung der mittelalterlichen Benediktinerabtei erläutert. Acht große Stellwände in Buchform sowie Modelle des Münsters und einer Sonnenuhr sollen Auskunft über die Geschichte des Klosters und seine Bedeutung als religiöses, kulturelles, wissenschaftliches und politisches Zentrum Europas geben. In einem nachempfundenen Scriptorium können sich Gäste wie die Mönche fühlen oder am Computer in Klosterhandschriften blättern.

Berühmt sind vor allem die kunstvoll illustrierten Reichenauer Handschriften. Zehn davon hat die UNESCO zum «Gedächtnis der Menschheit» erklärt. Anlässlich der Einweihung der neuen Museen hat die Badische Landesbibliothek Karlsruhe das Original des über 1.000 Jahre alten Kloster-«Hausbuches» als Leihgabe zur Verfügung gestellt. Diese Sammlung von Heiligenlegenden wird auf der Reichenau bis Anfang Juni ausgestellt.

Die neuen kleinen Museumsgebäude bei St. Georg sowie St. Peter und Paul erläutern die Baugeschichte der jeweiligen Kirche.

Die UN-Kulturorganisation UNESCO hatte der ehemaligen Klosterinsel im Dezember 2000 das Prädikat verliehen. Die Benediktiner-Abtei auf der Reichenau, gegründet 724 vom Wanderbischof Pirmin, war im frühen Mittelalter ein bedeutendes Zentrum in Europa.

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