Autobahn, Archäologie und eine römische Straße im Kanton Wallis

Beim Autobahnbau im Kanton Wallis (CH) wurden und werden im Vorfeld zahlreiche Grabungen durchgeführt. Diese Ausgrabungen liefern Erkenntnisse zur Geschichte der Region, die einen neuen Blick auf Siedlungsformen und Lebensweisen im alpinen Raum erlauben.

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Ausgrabungsarbeiten am sog. Mörderstein. Überhänge dieser geologischen Formation sind bereits in der Mittelsteinzeit besiedelt.

So wurde zum Beispiel die bisherige Forschungsmeinung widerlegt, die alpine die Rhoneebene sei zu römischer Zeit nur durch einfache Verbindungswege zwischen den Siedlungen erschlossen gewesen. Die Freilegung einer römischen Strasse legt vielmehr den Schluss nahe, dass es eine Hauptachse durch die Talebene gegeben haben muss.

Der im Pfyngut gefundene Abschnitt zeigt eine etwas erhöhte Fahrbahn, die gegen Schmelz- und Regenwasser durch eine Steinmauer von einem Meter Höhe geschützt war. Als Basis der Straße diente eine Aufschüttung, darüber kam ein hölzerner Unterbau aus Rundhölzern und Brettern zu liegen und auf diesen Bretterboden schliesslich ein Kiesbett als Fahrbahn.

Eine Photoausstellung

Neben diesem Fund wird eine Auswahl wichtiger Fundstellen nun in einer Photoausstellung der Öffentlichkeit präsentiert. Wie auch die Entdeckung einer kontinuierlich von 700 v.Chr. bis 400 n.Chr. bewohnten Siedlung am Fuß des Glishorns. Durch den hervoragenden Erhaltungszustand dieses über 1000 Jahre besiedelten Dorfes war die Bedeutung dieser Ausgrabung so groß, dass dort über 10 Jahre intensiv geforscht wurde. Die sog. "Sieldung Waldmatte" gilt heute als Referenzprojekt für die Erforschung der alpinen Besiedlung.

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie hier im Kalender.

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