Neue Verantwortung für die Institutsleitung
Dr. Alexander E. Sollee übernimmt das Amt des Generalsekretärs als Nachfolger von Dr. Philipp von Rummel. Sollee studierte Vorderasiatische Archäologie mit den Nebenfächern Assyriologie und Amerikanische Kulturgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München, wo er 2011 seinen Magister Artium abschloss. Ein DAAD-geförderter Forschungsaufenthalt am Oriental Institute der University of Chicago folgte, bevor er 2016 an der Universität Bern mit einer Arbeit über neuassyrische Befestigungsanlagen promovierte.
Seine berufliche Laufbahn führte ihn an renommierte Einrichtungen wie die Universität Bern, die LMU München, die Universität Tübingen, die University of Cambridge sowie an die Zentrale des DAI in Berlin. Dort war er als Wissenschaftlicher Referent für Stipendien und Internationalen Austausch tätig. Seit 2023 arbeitet er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Orientalische Archäologie und Kunstgeschichte der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
Forschungsschwerpunkte und internationale Vernetzung
Sollee widmet sich in seiner Forschung vor allem Kilikien als historischem Kontakt- und Transformationsraum zwischen Anatolien, der Nordlevante und Nordmesopotamien. Seine Arbeiten verbinden archäologische Feldforschung mit Methoden der Landschaftsarchäologie, Fernerkundung und Digital Humanities. Besonders hervorzuheben sind seine Beiträge zur Erforschung späthethitischer Urbanistik sowie kultureller Austauschprozesse im östlichen Mittelmeerraum und Vorderen Orient. Seine internationale Vernetzung und sein Engagement in wissenschaftlichen Kooperationen unterstreichen seine Eignung für das Amt. Mit seiner Wahl gewinnt das DAI einen Wissenschaftler, der nicht nur in der Anwendung digitaler Methoden erfahren ist, sondern auch in Forschung, akademischer Leitung und internationalem Wissenschaftsaustausch.
Neue Leitung für die Orient-Abteilung
Dr. Simone Mühl folgt als Leitende Direktorin der Orient-Abteilung auf Dr. Margarete van Ess. Mühl studierte Vorderasiatische Archäologie, Altorientalistik sowie Ur- und Frühgeschichte an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. 2011 promovierte sie dort mit einer Arbeit zur Siedlungsgeschichte des mittleren Osttigrisgebietes vom Neolithikum bis in die neuassyrische Zeit.
Nach Stationen an den Universitäten Heidelberg und München leitete sie ab 2016 eine Emmy-Noether-Nachwuchsforschergruppe zur artefaktbezogenen Diversität in altorientalischen Kontexten. Seit 2021 ist sie stellvertretende Direktorin der Orient-Abteilung des DAI in Berlin.
Forschung mit innovativen Methoden
Mühls Forschungsschwerpunkte liegen in der Landschaftsarchäologie Mesopotamiens, der Siedlungsarchäologie sowie in Fragen von Mobilität, Migration und kultureller Interaktion im Alten Orient. Sie verbindet archäologische Feldforschung mit innovativen Methoden wie Geoinformationssystemen (GIS) und Fernerkundung. Ihre Arbeiten tragen maßgeblich zur Erforschung des Alten Vorderen Orients bei.
Strategische Weiterentwicklung des DAI
Mit Simone Mühl gewinnt die Orient-Abteilung eine international profilierte Vorderasiatische Archäologin, deren Erfahrung in Forschung, Leitung und internationaler Kooperation die strategische Weiterentwicklung der Abteilung stärkt. Beide Neuberufene – Sollee und Mühl – setzen wichtige Akzente für die Zukunft des DAI und unterstreichen die internationale Sichtbarkeit der altertumswissenschaftlichen Forschung des Instituts.



