Kulte im Kult - Apollo trifft Artemis

Die Frage, ob es auf dem Gelände des Apollo Heiligtums in Didyma (Türkei) einen Artemistempel gibt, ist archäologisch von großer Bedeutung. Welche Rolle diese "kleinen Kultbezirke" haben, dieser Frage widmet sich Privatdozentin Dr. Helga Bumke (Abteilung Klassische Archäologie, Universität Bonn) in ihrem Forschungsvorhaben, welches die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) in ihrer abschließenden Sitzung als förderungswürdig einstufte.

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"Die Frage nach der Funktion dieser extraurbanen Heiligtümer hebt das Vorhaben weit aus der Menge vergleichbarer archäologischer Projekte hinaus", betont Prof. Dr. Manfred J.M. Neumann (Präsident der Akademie der Wissenschaften und der Künste) die kultur- sowie religionsgeschichtliche Relevanz.

Bund und Land NRW werden das Projekt "Kulte im Kult" ab 2009 für insgesamt 12 Jahre fördern. "Damit gibt das Land NRW eine Förderzusage von über 100.000 Euro jährlich", erklärt Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart. "Die Arbeit von Frau Dr. Bumke zählt zu den insgesamt nur fünf Projekten, die das strenge Auswahlverfahren zur Aufnahme in das Akademienprogramm erfolgreich durchlaufen haben", so Pinkwart weiter. "Das ist ohne Zweifel ein Ausweis für Exzellenz."

Die Durchführung langfristiger Forschungsvorhaben ist eine der Kernaufgaben der Akademien. Eine zentrale, vom Wissenschaftsrat bestätigte Aufgabe des Akademienprogramms besteht in der Erschließung, Sicherung und Vergegenwärtigung unserer kulturellen Überlieferung.

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