Hundert Jahre deutsche Grabungen in Assur - Internationales Kolloquium in Berlin

Mit der Plünderung des Museums in Bagdad nach dem Sturz Saddam Husseins im Frühjahr 2003 rückte die Geschichte und Kultur Mesopotamiens ins Blickfeld der Öffentlichkeit. Ein ähnliches Augenmerk erfuhren 1903 die sensationellen Grabungen der Deutschen Orient-Gesellschaft in Assur, der alten Hauptstadt Assyriens.

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Anlässlich der hundertsten Wiederkehr des Beginns der Grabungen findet vom 18. bis 20. Februar im Ethnologischen Museum in Berlin das 5. Internationale Colloquium der Deutschen Orient-Gesellschaft mit dem Titel "Assur - Gott, Stadt und Land" statt.

Namhafte Wissenschaftler passieren Revue über die seit hundert Jahren getätigten Grabungen, sie beleuchten die Wiederentdeckung versunkener Kulturen und richten den Blick auf künftige Forschungsaufgaben.

Die Grabungsbefunde erbrachten damals wichtige Erkenntnisse zur Geschichte und Archäologie Assyriens, Nordmesopotamiens und Mesopotamiens. Unter Walter Andrae, der die Grabungen leitete, wurden im Berliner Pergamon-Museum die Assur-Räume mit der berühmten Gebetsstraße von Babylon errichtet.

Das Kolloquium zieht ein Resümee über die bisherigen Arbeiten zu Assur, stellt neuere bzw. laufende Forschungen philologischer, archäolgischer und historischer Art vor und erörtert neue Forschungsperspektiven - auch im Kontext der gegenwärtigen politischen Situation im Irak.

Veranstaltungsort des Kolloquiums:

Ethnologisches Museum, Vortragssaal,

Lansstr. 8, 14195 Berlin,

U-Bhf. Dahlem Dorf

 

Quelle: FU Berlin

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