HTW Dresden und Landesamt für Archäologie Sachsen vertiefen Zusammenarbeit
"Die Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Archäologie Sachsen besteht seit vielen Jahren und zeigt, wie Wissenschaft und Praxis voneinander profitieren. Unsere Studierenden arbeiten mit modernsten Verfahren der Photogrammetrie, des Laserscannings und der Fernerkundung an realen Fragestellungen und sammeln bereits während ihres Studiums wertvolle Praxiserfahrungen. Solche langfristigen Partnerschaften sind ein wesentlicher Baustein unseres Profils als Transferhochschule", sagt Rektor Prof. Ingo Gestring.
Die Kooperation verbindet die wissenschaftliche Expertise der HTW Dresden mit der langjährigen praktischen Erfahrung des Landesamtes für Archäologie Sachsen. Ziel ist es, moderne Verfahren zur digitalen Dokumentation und Analyse archäologischer Funde und Fundstellen gemeinsam weiterzuentwickeln und in Forschung und Praxis einzusetzen. Schwerpunkte bilden unter anderem Photogrammetrie, terrestrisches und mobiles 3D-Laserscanning, Structure-from-Motion-Verfahren sowie die Auswertung von Luft-, Satelliten- und LiDAR-Daten.
Landesarchäologin Dr. Regina Smolnik: "Die modernen Verfahren der digitalen Dokumentation sind in der sächsischen Landesarchäologie schon lange unverzichtbare Methoden. Im Idealfall gelingt es uns mit diesen Methoden der Fernerkundung archäologische Strukturen großflächig zu erkennen ohne in den Boden eingreifen zu müssen. An erster Stelle stehen Schutz und Erhalt von Bodendenkmalen und dazu ist das präzise Erfassen und Dokumentieren notwendige Voraussetzung. Wir sind dankbar, zahlreiche hochtechnologische Verfahren der HTW Dresden in Anspruch nehmen zu können und freuen uns darüber, Studierenden im Landesamt für Archäologie an modernsten Geräten einen Einblick in die praktische Nutzung verschiedenster Anwendungen bieten zu können."
Die Methoden kommen beispielsweise bei der hochpräzisen Dokumentation archäologischer Grabungen und ihren Funden sowie bei der digitalen Erfassung von Kulturdenkmalen zum Einsatz. Ein weiterer Schwerpunkt der Zusammenarbeit ist die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Studierende der HTW Dresden erhalten künftig noch bessere Möglichkeiten, Praktika sowie Abschlussarbeiten gemeinsam mit dem Landesamt für Archäologie Sachsen durchzuführen. Gleichzeitig bringen Expertinnen und Experten des Landesamtes ihre Praxiserfahrung durch Gastvorlesungen, Exkursionen sowie die Bereitstellung von Geodaten und archäologischen Datensätzen in die Lehre ein. Darüber hinaus bildet die Vereinbarung den Rahmen für zukünftige gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte sowie wissenschaftliche Veranstaltungen.
Die nun geschlossene Kooperationsvereinbarung formalisiert eine Partnerschaft, die sich bereits seit vielen Jahren in gemeinsamen Lehrveranstaltungen, Exkursionen, Abschlussarbeiten und Forschungsprojekten bewährt hat. Sie schafft einen verlässlichen Rahmen, um den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis weiter zu intensivieren, Innovationen für die digitale Archäologie voranzutreiben und Studierende frühzeitig in anwendungsnahe Forschungs- und Entwicklungsprojekte einzubinden.






