Hölzerne Datierung - Der Ausbruch von Santorin ist neu datiert

 

Der gewaltige Ausbruch von Santorin bedeckte ein weites Gebiet im östlichen Mittelmeer mit Asche und schuf so eine universelle Zeitmarke für die Synchronisierung von Kulturen der späten Bronzezeit in dieser Region. Die Datierung dieses Ereignisses ist aber bislang umstritten.

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Mittels der historischen Datierung, so zum Beispiel über die ägyptischen Königslisten, wurde der Ausbruch bisher in einen Zeitraum zwischen 1530 und 1500 v. Chr. datiert. Naturwissenschaftliche Datierungen ließen starke Zweifel an dieser Datierung aufkommen, doch waren die Messungen in der Vergangenheit nie zuverlässig genug.

Ein Stück Olivenholz schafft nun Klarheit. Der Fund wurde in der Gegend des minoischen Dorfes Akrotiri, dem "Pompeji der Bronzezeit" gemacht und sein Alter konnte exakt bestimmt werden. Das Ergebnis: Die Forschung hat sich in ihrer Zeitrechnung bislang um 100 Jahre geirrt, der Ausbruch lag mit großer Wahrscheinlichkeit zwischen 1627 und 1600 v. Chr.. Die neuen Forschungsergebnisse werden in der am Freitag erscheinenden Ausgabe der Zeitschrift Science publiziert.

Lesen Sie dazu einen Artikel im Fundpunkt von Archäologie Online.

Kommentare (3)

  • Dieter Storz
    Dieter Storz
    am 29.04.2006
    Die Untersuchung dürfte eine Wendemarke in der Datierung
    des Vulkanausbruchs von Santorin für das späte bronzezeitliche östliche Mittelmeer. Die ägyptischen Pharaonenlisten müssten zurückdatiert werden, sodass man Moseszeit auffinden könnte. Dies wurde bisher nicht akzeptiert und so wird der Exodus vergeblich zur Zeit des Pharaos Ramses II gesucht.
  • Dennis
    Dennis
    am 30.04.2006
    Nicht nur die ägyptischen Königslisten müssen umdatiert werden. Die gesamte Archäologie muss dieses Ergebnis in ihre Überlegungen zur ägäischen Bronzezeit einbeziehen. Wer Augen hatte zu sehen, dem war dieses Problem schon geraume Zeit bewusst. Die Naturwissenschaften datierten schon vorher den Ausbruch wesentlich früher. Man sollte auch die Ergebnisse aus Island einbeziehen, die nachweisen, dass bei einer hohen Kohlenstoffkonzentration in der Atmosphäre, wie nach einem Vulkanausbruch, die C-14 Datierungen teilweise erheblich abzuweichen beginnen! Von besonderem Interesse dürfte für die nächste Zeit das Buch von Schaeffer sein. Hier wartet viel Arbeit auf aufmerksame Archäologen.
  • Ingrid Breuer
    Ingrid Breuer
    am 16.05.2006
    Gab es überhaupt den Exodus?
    Wenn man die Pharaonenliste vordatiert kommt man in die Regierungszeit von Echnaton.
    Echnaton war der Pharao der den Monotheismus einführte. Nur der Gott Aton ist zu seiner Amtszeit einziger Gott. Echnatons Mumie wurde nie gefunden. Moses ein ägyptisch erzogener Prinz führte das israelitische Volk zum Glauben an den Gott Jawe. Wer war Moses wirklich? Flüchtete Echnaton vor der aufgebrachten Priesterschaft in die Wüste und nannte sich ab diesem Zeitpunkt Moses? Ähnliches und die Verkehrung ins Gegenteil ist zwischen den beiden Religionen festzustellen. Vielleicht ist diese Entdeckung die wichtigste unserer Zeit, wenn sie nicht wieder, wie so manche wichtige Entdeckung in der Schublade verschwindet. Nach Echnaton führten die nachkommenden Pharaonen den alten Glauben wieder ein. Echnaton wurde aus den Listen getilgt.

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