Die bemalten Gräber von Paestum

Das antike Paestum mit seinen drei großen dorischen Tempeln ist dank Goethes Hilfe schon Ende des 18. Jahrhundert in Deutschland berühmt geworden. Weniger bekannt ist, dass die Stadt in Süditalien zugleich einen der größten Schätze antiker Freskomalerei bewahrt: Rund 200 reich bemalte Gräber der Lukaner, die um 500 v. Chr. die ehemals griechische Kolonie Paestum besiedelten.

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Das Bucerius Kunst Forum widmet diesen seltenen Beispielen antiker Grabkunst nun erstmals eine Ausstellung. Insgesamt 43 der einzigartigen Grabplatten aus dem Museo Archeologico Nazionale di Paestum sind seit dem 13. Oktober in Hamburg zu sehen. Sieben vollständig erhaltene Gräber werden erstmals seit ihrer Entdeckung wieder zu ihrer ursprünglichen Form zusammengefügt und frei aufgestellt. Für den Besucher wird die antike Nekropole und die antike Kultur direkt erfahrbar.

Im zweiten Teil der Ausstellung steht die künstlerische Rezeption der Tempel von Paestum im Mittelpunkt. Gezeigt werden hier über 50 Gemälde, Zeichnungen und Aquarelle des 18. und 19. Jahrhundert, darunter wertvolle Zeichnungen Giovanni Battista Piranesis. Originalgetreue Modelle der Tempel vervollständigen das Bild des antiken Paestum.

"Malerei für die Ewigkeit. Die Gräber von Paestum"

vom 13. Oktober 2007 bis zum 20. Januar 2008
Bucerius Kunstforum

Rathausmarkt 2
20095 Hamburg

Telefon ++49 (0)40/36 09 96 0


täglich von 11.00 bis 19.00 Uhr, Donnerstag bis 21 Uhr geöffnet

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