Deutsches Archäologisches Institut unterstützt den Kulturerhalt in Afghanistan

Memorandum of Understanding zwischen der Eurasien-Abteilung des DAI und dem Afghanischen Kulturministerium in Kabul unterzeichnet

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Vertragsunterzeichnung
Vertragsunterzeichnung mit dem stellv. Kulturminister Afghanistans Mosadiq Khalili (1.v.l.) und Dr. Nikolaus Boroffka (DAI). Foto: DAI

Am 24. Februar 2014 konnte das Memorandum mit dem Ministerium für Information und Culture (MIC), vertreten durch den stellvertretenden Kulturminister Afghanistans Mosadiq Khalili, in Kabul unterzeichnet werden. Die Zeremonie fand im Beisein vom afghanischen Kulturminister Sayed Makhdoom Rahin, Dr. Hans-Ulrich Seidt (Leiter der Abtlg. Kommunikation und Kultur des Auswärtigen Amts) und Irmgard Maria Fellner (Kultur- u. Medienbeziehungen; Kulturerhalt weltweit, Auswärtiges Amt) statt.

Der Kooperationsvertrag ist der erste Erfolg des im Juli 2013 begonnenen Afghanistanprojektes unter der Leitung von Dr. Nikolaus Boroffka (Eurasien-Abteilung des DAI), auf dessen Basis zukünftige kulturhistorische Programme in Afghanistan entwickelt werden können.

Der Fokus des Projektes liegt auf der Erforschung frühen Bergbaues und Rohstoffnutzung in Afghanistan sowie die geochemische Bestimmung der Lagerstätten. Gleichzeitig soll eine umfangreiche Datenbank zum Kompendium zur Archäologie in Afghanistan erstellt werden, die neben der nachhaltigen Archivierung zukünftige weiterführende kulturhistorische Programme entwickeln lässt.

Insgesamt gilt es, ein Bewusstsein für die traditionsreiche Bergbaukultur Afghanistans in der Gesellschaft zu schaffen, da im Zuge der wirtschaftlichen Ausbeutung der Ressourcen Afghanistans mit der weitgreifenden Zerstörung der archäologischen Spuren zu rechnen ist. In diesem Sinne sieht der Kooperationsvertrag vor, gemeinsam mit Afghanischen Kollegen Maßnahmen zur archäologischen Dokumentation und Erhaltung von kulturhistorischen Denkmälern durchzuführen. Einen hohen Stellenwert hat außerdem der bilaterale wissenschaftliche Austausch und die Nachwuchsförderung, z.B. mithilfe von intensiven Fortbildungsprogrammen, der Konzeption von Ausstellungen, Vortragsserien und gemeinsamen Publikationen, in Kooperation mit dem Archäologischen Institut des MIC und den Nationalen Museen Afghanistans.

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