Das Nasca-Rätsel. Symposium an der Universität Bielefeld

Unter Leitung von Christoph Rust (Bielefeld) und Bernd Teichert (Dresden) findet vom 21. bis 23. Juni am Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld ein Symposium zur peruanischen Nasca-Kultur statt

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, eines der bedeutendsten Monumente der Vor-Inka-Zeit und einzigartig in der Welt.

Etwa 40 riesige Erdzeichnungen - so genannte Geoglyphen -, die Tiere, Pflanzen sowie geometrische Figuren abbilden, sind heute bekannt und erhalten geblieben. Sie liefern einen eindrücklichen Beweis von der künstlerischen und technischen Begabung einer Kultur, die zwischen 200 v. Chr. und 800 n. Chr. in den Taloasen der peruanischen Südküste (ca. 450 km südlich der Hauptstadt Lima) in den Tälern des Rio Nasca und seiner Nebenflüsse ihre Blütezeit hatte. Neben den Figuren überziehen kilometerlange Linien die Hochebene und eine dritte Besonderheit stellen die großen steinfreien Flächen in Trapez- und Dreiecksformen dar.

Einigkeit herrscht über die Frage, wann die Geoglyphen angelegt wurden, doch weshalb sie gebaut wurden, ist bisher noch nicht geklärt. Dies ist sicherlich auch ein Grund für die zahlreichen Hypothesen um die Linien und Figuren, die sich von streng naturwissenschaftlichen, religiösen und künstlerischen bis hin zu extraterrestrischen Theorien erstrecken.

Da sich alle bisherigen Untersuchungen immer nur auf einzelne Teilgebiete bezogen, sollen im Rahmen des interdisziplinären Symposium die Nasca-Figuren aus den Perspektiven von Astronomie, Archäologie, Geodäsie, Geologie, Ethnologie, Ikonographie und Kunst beleuchtet und diskutiert werden, um daraus ableitend dieses Rätsel ein wenig mehr entschlüsseln zu können.

Neben dem Kongress bietet die Ausstellung „Nasca – Korrespondenzen“ zudem die Gelegenheit, die Arbeiten von Christoph Rust und Alex Cerverny kennen zu lernen. Die am Symposium beteiligten Künstler Alex Cerverny (Brasilien) und Christoph Rust (Deutschland) waren im September/Oktober 2005 zusammen in Nasca und arbeiten seitdem an Werkgruppen, die sich mit den Zeichen und der Kultur der Nascas auseinandersetzen.

Darüber hinaus erhält der Besucher einen einzigartigen Überblick über die Linien und Figuren der Nasca Kultur durch die Exponate des Dresdeners Vereins "Dr. Maria Reiche".

 

Nazca Cultur

Internationale Tagung

21. - 23.06.2006

Tagungssprache Englisch

Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF)

Wellenberg 1

D - 33615 Bielefeld

www.uni-bielefeld.de/

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