Badisches Landesmuseum erhält die Sammlung Münch

Die Antikensammlung des Badischen Landesmuseums Karlsruhe ist um eine bedeutende Sammlung von Altertümern aus Syrien reicher.

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© Badisches Landesmuseum

Die Sammlung stammt aus dem Haushalt des Karlsruher Arztes Dr. Wolfgang Münch und umfasst rund 150 Münzen, sieben Rollsiegel, 41 Kleinobjekte sowie einen Frauenkopf aus Basalt. Sie wurde dem Badischen Landesmuseum Karlsruhe im März 2010 zur Erforschung und Veröffentlichung der einzelnen Objekte von der Witwe des Sammlers geschenkt.

In den Jahren 1960 und 1961 hatte Münch für 18 Monate die ärztliche Versorgung der Mitarbeiter einer Ölraffinerie in Ghouna (Syrien) übernommen und in diesem Zeitraum zugleich die beachtliche Sammlung von Altertümern zusammengetragen. Trotz einer fehlenden archäologischen Ausbildung erwarb der Arzt mit sicherem Gespür antike Originale, darunter auch einige seltene Besonderheiten wie einen vollständig erhaltenen Griffelhalter aus (Elfen)bein.

Gekauft hatte er die Objekte vorwiegend von Händlern in Damaskus und Kamischli. Sie stammen aus den unterschiedlichsten Kulturepochen, reichen von der mittleren Bronzezeit des 2. Jahrtausends über die ägyptische Okkupationszeit, der griechisch-hellenistischen Glanzzeit Alexander des Großen (4. bis 3. Jahrhundert v.Chr.), der Zeit Syriens als römische Provinz in den ersten Jahrhunderten n. Chr. sowie der christlichen und arabischen Zeit des Mittelalters bis hin zur Neuzeit. Münchs Beschriftungen und Benennungen der Objekte sind ebenfalls erhalten und zeugen von seiner guten Kenntnis der Antike.

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