Auf den Wegen der frühen Menschheit

Neues Großforschungsprojekt rekonstruiert Wanderungsbewegungen der Hominiden

Am 21. und 22. April 2008 treffen sich die Initiatoren und internationale Kooperationspartner der neuen Forschungsstelle "The role of culture in early expansions of humans" der Heidelberger Akademie der Wissenschaften zu einem Auftaktworkshop. Das auf 20 Jahre angelegte Forschungsprojekt sucht die raumzeitlichen Wanderungsmuster des Menschen im Zeitraum von drei Millionen bis 20.000 Jahren vor heute zu rekonstruieren und die ursächlichen Bedingungen dieser Ausbreitungen zu beleuchten.

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Das nur 3,7 cm große Mammut aus Elfenbein wurde 2006 bei Nachgrabungen an der Vogelherdhöhle im Lonetal, Baden-Württemberg, entdeckt. Mit einem Alter von ca. 32.000 Jahren stellt es einen der ältesten Belege figürlicher Kunst weltweit dar (Foto: Uni Tübingen)
Das nur 3,7 cm große Mammut aus Elfenbein wurde 2006 bei Nachgrabungen an der Vogelherdhöhle im Lonetal, Baden-Württemberg, entdeckt. Mit einem Alter von ca. 32.000 Jahren stellt es einen der ältesten Belege figürlicher Kunst weltweit dar (Foto: Uni Tübingen)

Von Afrika ausgehend breitete sich in den letzten zwei Millionen Jahren die Gattung Mensch in verschiedenen Wanderungswellen nach Asien und Europa aus. Während der Lebensraum der Australopithecinen und frühen Menschenformen wie bei anderen Lebewesen durch natürliche Bedingungen beschränkt war, passten sich Menschen zunehmend durch Kultur an neue Umwelten an. Welchen Einfluss Klima- und Umweltveränderungen bzw. Innovationen wie Steingeräte und Feuernutzung auf die Ausbreitung verschiedener Menschengruppen hatten, sollen sechs Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Forschungsinstitut Senckenberg und der Universität Tübingen erforschen.

Ein besonderes Augenmerk wird das Projekt auf die kulturelle Dimension der menschlichen Entwicklung legen, archäologische Ausgrabungen in Südafrika, Südwestasien und Deutschland sowie künftig in Asien liefern hierzu wichtige Informationen. In einer Datenbank sollen Informationen zu Klima, Vegetation und Tierwelt für die Modellierung früherer Lebensräume zusammengefasst und mit Daten aus der Archäologie und der menschlichen Fossilgeschichte verknüpft werden. Die Ergebnisse sollen Eingang finden in einen digitalen Atlas der Mensch-Umwelt-Entwicklung auf der Basis Geographischer Informationssysteme (GIS).

Kommentare (1)

  • Emilia Henflinger
    Emilia Henflinger
    am 21.10.2012
    ich finde das sagt nicht wirklich etwas über die Überschrift aus!!!!

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